Photovoltaik in Kuwait: Ursprünglich war Kuwait eines der ersten Länder in der Golfregion, das in Photovoltaikforschung investierte. Mit der irakischen Invasion fielen die Projekte in einen 15-jährigen Dornröschenschlaf. Jetzt nehmen sie wieder an Fahrt auf. Hasan AlBusairi, Wissenschaftler am Kuwait Institute for Scientific Research, warnt jedoch vor übertriebenen Erwartungen.
PV-Förderung Kanada: Ontario gilt in Nordamerika neben Kalifornien als Vorreiter in Sachen Photovoltaik. Die Resonanz auf einen vor zwei Jahren eingeführten Einspeisetarif übertraf alle Erwartungen. Doch im Mai dieses Jahres stoppte die kanadische Provinzregierung das Programm, um es zu überarbeiten. Branchenvertreter rechnen mit einem Neustart zum Jahreswechsel.
Wahlen in den USA: Barack Obama hat die Präsidentschaftswahlen haushoch gewonnen. Dabei hat er nicht nur eine große Zahl von Wählern seiner Partei begeistert, sondern auch viele neue Wähler und – noch wichtiger – einige aus der republikanischen Opposition. Mit so viel Zustimmung wird es ihm auch leichter fallen die erneuerbaren Energien und natürlich die Photovoltaik nach vorne zu bringen.
Spanien: Die geplanten Einschnitte bei der PV-Förderung in Spanien versetzen die Branche in Aufregung. Entwickelte sich doch die Iberische Halbinsel in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der üppigen Einspeisetarife zum Eldorado für PV. Deutsche Solarunternehmen wie Aleo investierten in Fabriken und Projekte. Das Prenzlauer Unternehmen setzt trotz der geplanten drastischen Kürzungen weiter auf Spanien.
Interview: Der PV-Markt in den USA wird in den kommenden zwei Jahren nur schleppend wachsen. Das erwartet zumindest Colin Rush, Analyst bei Broadpoint Capital in New York. Die Situation könne sich ab 2010 ändern, wenn ein neuer Präsident in der Energiepolitik umsteuert. Rush glaubt allerdings nicht, dass in den USA ein Einspeisetarif nach deutschem Vorbild kommen wird.
Französischer PV-Markt: Frankreich gilt als attraktiver Zukunftsmarkt, trotz komplizierter Genehmigungsverfahren, Anmeldestaus und einer rigiden Beschränkung der Förderung gebäudeintegrierte Installationen. Damit die Entwicklung nicht ins Stocken gerät, drängen Installateure auf eine Lockerung der Förderungsbedingungen. Die schleppenden Genehmigungsprozesse waren Hauptkritikpunkt beim Frankreich-Forum des Europäischen Photovoltaikindustrieverbandes EPIA.
Italien: Hohe Einstrahlungswerte und eine üppige Einspeisevergütung lassen Italien für PV-Unternehmer lukrativ erscheinen. Unterschiedliche Genehmigungsverfahren und Schwierigkeiten bei der Netzeinspeisung haben bisher aber einen möglichen Boom ausgebremst. Das soll sich jetzt schnell ändern.
Ende des Booms In Spanien drohen der Photovoltaik harte Einschnitte. Das Industrieministerium will die Einspeisevergütung um 35 Prozent kürzen und den Zubau in 2009 auf 300 Megawatt begrenzen. Die Branchenverbände setzen nun auf Einsprüche der Nationalen Energiekommission im Gesetzgebungsverfahren.
Südkorea: Südkorea hat in den vergangenen zwei Jahren einen wahren Photovoltaik-Boom erlebt. Im Oktober 2008 wurden die Einspeisesätze um bis zu 30 Prozent abgesenkt. Dies wird nicht ohne Folgen für das Engagement großer Unternehmen vor Ort bleiben.
Solar Power International: Von wegen Börsenkrise – bei der Solar Power International in San Diego herrschte Aufbruchstimmung. Mit 22.500 Besuchern stellte die Kongressmesse, die vom 13. bis 16. Oktober stattfand, einen neuen Teilnehmerrekord auf. Gefeiert wurde die Verlängerung von Steuerkrediten für Solaranlagen.