Brandschutz: Die ersten Produkte kommen auf den Markt, die Module in der Anschlussdose spannungsfrei schalten können, wenn es brennt. Ralf Haselhuhn rät daran interessierten Betreibern und Projektierern noch zur Zurückhaltung.
Brandbekämpfung: Strom und Wasser gelten als ungesunde Kombination. Daher fordert der Feuerwehrverband Abschaltsysteme für Photovoltaikanlagen – obwohl es den Unfallkassen der Feuerwehr zufolge bislang keinen einzigen Geschädigten gibt. Wissenschaftler versichern außerdem, dass von den unter Gleichspannung stehenden Komponenten ein geringeres Stromschlag-Risiko ausgeht als vielfach angenommen.
Leistungsabfall: Module werden in der Regel nicht darauf getestet, ob ihre Leistungsfähigkeit durch potenzialinduzierte Degradation gefährdet ist. Während Experten noch diskutieren, unter welchen Umständen der Effekt wirklich auftritt, reagieren die ersten Modulhersteller. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Module kaufen, die gegen den Effekt resistent sein sollen.
Anlagenzertifikate: Ab Oktober müssen große Photovoltaikanlagen, die in das Mittelspannungsnetz einspeisen, sogenannte Anlagenzertifikate vorweisen. Allerdings zeichnet sich ab, dass die Frist von vielen Anlagenbauern nicht eingehalten werden kann. Es fehlen Zertifizierer mit der nötigen Zulassung.
Organische Photovoltaik: Für einige wird das Potenzial der organischen Photovoltaik dem Rummel darum nie gerecht werden können. Für Brancheninsider gibt die Lernkurve der Technologie in den letzten Jahren allerdings Anlass zu der Annahme, dass der Wendepunkt nicht mehr weit ist.
Anschlussdosen: Hersteller der Anschlussdosen machen ernst und integrieren jetzt die elektronischen Schaltungen, über die die Experten seit einigen Jahren diskutieren. Zum einen wollen sie die Bypassdioden ersetzen und damit die Lebensdauer der Dose erhöhen, zum anderen sollen die Module neue Funktionalitäten bekommen.
Türkei: Seit Anfang des Jahres gilt in der Türkei ein neues Fördergesetz für Solarstrom. Mit rund zehn Eurocent fällt der Tarif deutlich geringer aus als von vielen erwartet. Dennoch sind einige Vertreter der Solarindustrie der Ansicht, dass sich die Produktion von Solarstrom in der Türkei lohnt. Mit oder ohne attraktive Subventionen.
Energiewende: Während nach der Fukushima-Katastrophe der mittlere und südliche Teil Japans von der Sommerhitze und hoher Luftfeuchtigkeit erfasst wird, ist die Stromversorgung ein heißes Thema. Die Diskussionen im Parlament und innerhalb der Regierung waren teilweise hitzig. Inzwischen scheint es, dass eine Abkehr von der Abhängigkeit der Kernkraft hin zur Nutzung erneuerbarer Energien die einzige von einer breiten öffentlichen Mehrheit akzeptierte Lösung ist.
Spanien: Auf die Regierung in Madrid rollt nach den rückwirkenden Tarifanpassungen für bestehende Solaranlagen eine Klagewelle zu. Derweil kristallisiert sich ein Hoffnungsschimmer am Markt heraus. Solaranlagen auf Industriedächern kommen voran. Eine Regelung des Eigenverbrauchs steht ebenfalls bevor.
Marktmodelle: Wissenschaftler diskutieren über die Rolle der Photovoltaik bei der Integration der Erneuerbaren in den Strommarkt. Es geht dabei auch um die Vermarktung des Solarstroms nach dem Auslaufen der derzeitigen gesetzlichen Regelungen.