Zwei Anlagen mit Photovoltaik-Dachziegeln brannten in Sachsen
Erst im Mai und Juni gab es zwei Brände von Anlagen, die aus Photovoltaik-Dachziegeln bestanden. Nun folgten in Sachsen zwei weitere Brände solcher Anlagen binnen weniger Stunden. Zunächst ging bei der Freiwilligen Feuerwehr im sächsischen Radebeul ein Notruf ein. Das Dach habe beim Eintreffen bereits in Flammen gestanden, doch die Feuerwehr habe eine Brandausbreitung verhindern können, wie „LausitzNews.de“ berichtete. Eine Feuerwehrfrau sei beim Einsatz zudem leicht verletzt worden. Auf den veröffentlichten Bildern ist zu erkennen, dass es sich um Photovoltaik-Dachziegel handelt.
Nur wenig später ging auch bei der Feuerwehr im benachbarten Coswig ein Notruf ein. Auch dabei handelte es sich um eine Anlage mit Photovoltaik-Dachziegeln, die in Brand geraten war. „Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar“, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr. Demnach hatte der Brand beim Eintreffen auch bereits auf den Innenbereich übergegriffen. Die Feuerwehr habe sowohl im Innenbereich als auch von außen über den Teleskopmast mit den Löscharbeiten begonnen. Dabei sei auch die Öffnung der Dachhaut erfolgt, um versteckte Brandstellen erreichen zu können, hieß es weiter. Zudem seien Teile der Trockenbaudecke geöffnet und der Dachbereich mit Wärmebildkameras kontrolliert worden. Nach rund 3,5 Stunden seien die Löscharbeiten abgeschlossen worden.
Nach Angaben der Feuerwehr Coswig gibt es noch keine Erkenntnisse zur Brandursache. Auch in Radebeul wird dazu erst noch ermittelt.
Diesmal keine Photovoltaik-Dachziegel von Solteq
Bei den Bränden im Mai und Juni waren bei den Anlagen Photovoltaik-Ziegel des Anbieters Solteq verbaut, wohl aber nicht brandursächlich. Diesmal stammen die Dachziegel von anderen Unternehmen. Solteq verwies auf Nachfrage von pv magazine darauf, dass es solche Modelle nicht im Angebot habe. Das Unternehmen hat nach den Zwischenfällen im Frühjahr auch Maßnahmen ergriffen. So werde kein Solteq-Solardach mehr ohne nicht-brennbare Unterspannbahn verkauft und ausgeliefert. Zudem werde allen Kunden ein vorbeugender Brandschutz als zusätzliches Sicherheitssystem empfohlen. Der Solteq-Sprecher erklärte weiter, dass bislang kein Solteq-Dach die Ursache für einen Brand gewesen sei. Das Unternehmen ist immerhin seit 2010 im Photovoltaik-Markt aktiv.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: [email protected].
Please login to comment