RWE baut 400-Megawatt-Speicher am Kraftwerksstandort Lingen

RWE, Batteriespeicher, Kraftwerksstandort Westfalen

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Auf einer früheren Betriebsfläche der Dralon GmbH in der Nähe des Gaskraftwerks Emsland errichtet der Energiekonzern RWE einen 2-Stunden-Batteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung. Die Investitionsentscheidung sei gefallen, die Bauarbeiten beginnen am 2. Februar. Die Inbetriebnahme wird für 2028 angestrebt.

Mit dem Batteriespeicher „erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt für die Transformation des Energiestandorts Lingen“, erklärte Dieter Krone, Oberbürgermeister der Stadt Lingen (Ems): „Gemeinsam mit der bestehenden Infrastruktur und den weiteren Investitionen im Bereich Grüner Wasserstoff entsteht in Lingen einer der bedeutendsten Energiestandorte Deutschlands.“

Der Speicher ist nach Angaben von RWE unter anderem zur Bereitstellung von Regelenergie vorgesehen, technisch aber auch für Dienstleistungen wie die Momentanreserve ausgelegt. Das System soll aus gut 200 Lithium-Ionen-Blöcken bestehen. Mehr als 100 Wechselrichter, über 50 Mittelspannungs- und zwei Hochspannungstransformatoren sowie zwei Schaltfelder sind vorgesehen. Mit dem Stromnetz soll der Komplex über die direkt benachbarte Umspannanlage Hilgenberg des Übertragungsnetzbetreibers Amprion verbunden werden.

RWE hat nach eigenen Angaben derzeit (Stand: 3. Quartal 2025) ein Batteriespeicher-Portfolio mit 1,2 Gigawatt Gesamtleistung in Europa, den USA und Asien in Betrieb. Mehr als 2,7 Gigawatt sind demnach im Bau.

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