Das Forschungsprojekt „„KomFi – Potenziale kommunaler finanzieller Beteiligung beim Ausbau Erneuerbarer Energien“ ist im Oktober gestartet. Das Konsortium aus Experten der Universität Leipzig, des Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) am GFZ Potsdam, der Hochschule Bochum und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) wollen in den nächsten zwei Jahren analysieren, wie die im EEG verankerte finanzielle Beteiligung von Standortkommunen am Betrieb von Photovoltaik- und Windkraftanlagen deren Ausbau voranbringen kann. Dabei wollen die Fachleute praxisnahe Handlungsempfehlungen für Politik und Kommunen erstellen, wie die AEE mitteilte.
Die Beteiligung der Standortkommunen ist 2021 in das EEG aufgenommen worden. Allerdings gibt es auch eine Länderöffnungsklausel, von der einige Bundesländer bereits Gebrauch gemacht haben. Im EEG ist eine „Kann-Regelung“ enthalten, wonach die Betreiber der Solar- und Windparks die Kommunen vor Ort mit bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde an den Einnahmen beteiligen können. Wie dies zu geschehen hat, wird nicht definiert. Die Regelungen der Bundesländer wiederum gehen teilweise über die EEG-Regelung hinaus oder in eine neue Richtung. Für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen stellt dies eine zusätzliche Herausforderung bei der Planung der Anlagen dar.
Gedacht war die Regelung dazu, die Akzeptanz für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Windparks an ihren Standorten zu erhöhen. Auch die Betreiber machten sich damals für die Aufnahme einer solchen Regelung in das EEG stark. Was aber bislang noch kaum erforscht wurde, ist die Verwendung der Gelder durch die Kommunen. Das „Projekt KomFi“ soll sich auch diesem Aspekt widmen. „Wir wollen wissenschaftlich fundiert verstehen, wie kommunale Beteiligungsmodelle wirken und wie sie gestaltet werden müssen, um den Ausbau erneuerbarer Energien wirksam zu unterstützen“, erklärt Paul Lehmann, Professor und Leiter des Konsortiums an der Universität Leipzig.
Zunächst soll daher untersucht werden, wie hoch die bisherigen Einnahmen der Kommunen aus dem Betrieb der Photovoltaik- und Windkraftanlagen waren und wofür sie diese verwendet haben. Daneben soll das Projekt analysieren, welchen Einfluss die Beteiligung auf die Akzeptanz vor Ort und auf das Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau hat. Die Ergebnisse sollen dann auf eine flächendeckende Anwendung solcher Modelle hinsichtlich der kommunalen Finanzen, der Akzeptanz und dem Ausbautempo extrapoliert werden. Zum Abschluss des Projekts soll zudem betrachtet werden, welche politischen und praktischen Schritte für eine wirksame Gestaltung der Modelle in Zukunft notwendig sind.
Das Forschungskonsortium will zudem einen Leitfaden und ein Online-Tool entwickeln, um die Kommunen und Projektentwickler bei der Planung und Umsetzung geeigneter Beteiligungsmodelle zu unterstützen. „KomFi“ wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
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Komfi…
Eine PV Freiflächenanlage in der Ausschreibung….wieviel Verlust kann die Gemeinde bei Beteiligung verkraften?
Risikoinvest hat lange keine geregelten Einkünfte mehr.
Vor allem haben nichtmal unsere Rathäuser PV Anlagen installiert. Eine höhere Rendite kann es kaum geben, aber erstmal schauen was man bei anderen abgreifen kann.
Schon kurios was sich Firmen so einfallen lassen.
KomFi….