Enervis PPA-Price-Tracker für Photovoltaik: PPA-Preise steigen im Oktober weiter an
Im Oktober 2026 setzte sich der Anstieg der Terminmarktpreise an der EEX weiter fort. Besonders deutlich fiel die Preissteigerung für das erste Frontjahr aus, während auch die darauffolgenden Lieferjahre spürbare Zuwächse verzeichneten. Wesentliche Treiber waren erneut die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die damit verbundenen steigenden Gaspreise. Dadurch erhöhte sich das durchschnittliche Terminpreisniveau, das als Benchmark für die PPA-Bepreisung dient, sowohl für kurzfristige als auch für längerfristige PPA-Laufzeiten.
Die von uns für Oktober 2026 berechneten generischen Preise für einen zehnjährigen Photovoltaik-PPA mit Vertragsbeginn im Frontmonat November 2026 liegen unter Berücksichtigung marktüblicher Abschläge für die Wertigkeit des Erzeugungsprofils, Abwicklungs- und Risikokosten sowie erwarteter Erlöse aus Herkunftsnachweisen in einer Spanne von 30 bis 44 Euro pro Megawattstunde und damit erneut leicht über dem Niveau des Vormonats.

Die gestiegenen Terminmarktpreise verbessern damit weiterhin die Rahmenbedingungen für den Abschluss von PPAs. Allerdings profitieren langfristige Photovoltaik-PPAs nur eingeschränkt von den besonders starken Preissteigerungen der vorderen Lieferjahre. Zudem führen die zunehmende Einspeisung von Solarstrom und die damit verbundenen niedrigen beziehungsweise negativen Strompreise in sonnenreichen Stunden weiterhin zu erheblichen Abschlägen gegenüber dem Terminmarktpreisniveau.

— Der Autor Christian Schock ist Senior Consultant bei der energiewirtschaftlichen Beratung Enervis und hier für Photovoltaik- und Windkraft-relevante Themen zuständig. Seine Expertise reicht vom systematischen Vergleich von Preisen und Vertragsinhalten von Power Purchase Agreements und Direktvermarktungsverträgen sowie deren Beschaffung für Stromerzeuger bis hin zum Monitoring marktseitiger und regulatorischer Entwicklungen im deutschen PV- und Wind-Markt. —
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