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PV&B Austria: Verteilnetzbetreiber müssen Netzpläne fit für Photovoltaik und Speicher machen

Vier Hebel sieht der Bundesverband, bei denen die Verteilnetzbetreiber in Österreich noch nachbessern müssen. Bis Ende September bleibt noch Zeit, ehe sie erstmals ihre Ausbaupläne veröffentlichen müssen.
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Bis Ende September haben die Verteilnetzbetreiber in Österreich noch Zeit, ihre Verteilnetzentwicklungspläne nachzubessern. PV&B Austria sieht vier Hebel, die noch genutzt werden sollten. | Foto: ECOwind Handels-Wartungs-GmbH

Mit dem im Dezember 2025 beschlossenen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) sind die Verteilnetzbetreiber in Österreich verpflichtet, eigene Ausbaupläne zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Frist bis zur ersten Veröffentlichung reicht noch 30 Tage. Der Bundesverband PV&B Austria hat daher nun die betroffenen 16 größten Netzbetreiber Österreichs angemahnt, die Verteilnetzentwicklungspläne (V-NEPs) zu einem brauchbaren Instrument für die Energiewende zu machen.

Die Begutachtung der Entwürfe habe dabei gezeigt, dass wesentliche Informationen in den Plänen noch fehlen. So könnten sie nicht zu einer tatsächlichen Planungsgrundlage für den weiteren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft werden. PV&B Austria sieht vier Hebel, die daher in den Plänen von den Verteilnetzbetreibern noch berücksichtigt werden sollten. So müssten die Verteilnetzbetreiber ihre angenommenen Ausbau- und Erzeugungsszenarien transparent machen. Sie sollten sich bei den künftigen Szenarien dabei am „Österreichischen Netzinfrastrukturplans“ (ÖNIP) orientieren, der als überordnete Marschroute für den weiteren Erneuerbaren- und Netzausbau gilt.

Darüber hinaus sei es wichtig, verfügbare und neue Netzanschlusskapazitäten aufzuzeigen. Nur so lasse sich der Photovoltaik- und Speichermarkt weiter entwickeln, argumentiert der Bundesverband. Daher gelte es möglichst frühzeitig und einfach nachvollziehbar aufzuzeigen, wann und wo Netzanschlusskapazitäten für welche Technologie zur Verfügung stünden. Zudem müssten die Verteilnetzbetreiber ihre Ausbaupläne an neuen Leistungen mit den bestehenden und geplanten Photovoltaik-Beschleunigungs- und Vorranggebieten abgleichen.

Mit dem ElWG sind auch weitere Instrumente für Netzbetreiber eingeführt worden, um flexible Netzanschlüsse, Photovoltaik-Spitzenkappung, Ansteuerbarkeit von Anlagen oder die Beschaffungen von Flexibilitätsdienstleistungen zu ermöglichen. PV&B Austria fordert von den Verteilnetzbetreibern, dass sie in ihren Plänen klarstellen, auf welche Instrumente sie künftig setzen und wie sie eingesetzt werden sollen. Dies sei notwendig, um der Photovoltaik- und Speicherbrache Planungssicherheit beim Bau neuer Anlagen zu geben. Auch in Sachen Digitalisierung dürfe es nicht bei allgemeinen Absichtserklärungen der Netzbetreiber bleiben. Daher fordert der Verband als vierten Hebel in den Plänen konkrete Zielbilder, Maßnahmen und Entwicklungspfade für Digitalisierung und Netzmonitoring, speziell im Niederspannungsnetz.

„Die V-NEPs sind eine große Chance für Österreichs Energiewirtschaft. Diese Chance müssen wir auch tatsächlich nutzen und einen echten Mehrwert schaffen“, sagte Herbert Paierl, Vorstandschef von PV&B Austria. Wie wichtig die Transparenz über bestehende und geplante Netzanschlussmöglichkeiten sei, habe eine aktuelle Mitgliederumfrage des Verbands gezeigt. Mehr als die Hälfte, genauer gesagt 53 Prozent, haben dabei die fehlende Transparenz über verfügbare und geplante Netzkapazitäten als größtes Hindernis für die Umsetzung neuer Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher benannt. „Transparenz zwischen den unterschiedlichen Playern ist dabei das A und O. Daher ist es essenziell, dass die V-NEPs von Beginn an eine verlässliche Informationsquelle über die Entwicklung der Netzkapazitäten darstellen“, ergänzte Vera Immitzer, Geschäftsführerin von PV&B Austria.

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