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Baustart für „GridBattery Heinersbrück“ mit 400 Megawattstunden

Das Projekt ist Teil der „GigawattFactory“ von Leag. Der 4-Stunden-Speicher soll im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen. Ein erweitertes Umspannwerk schafft die Voraussetzungen für den gemeinsamen Netzanschluss mit Photovoltaik-Kraftwerk und Windpark vor Ort.
Visualisierung: So soll die GridBatt Heinersbrück einmal aussehen.
Voraussichtlich 2027 soll der Batteriespeicher in Betrieb gehen. | Visualisierung: Leag

Am Donnerstag erfolgte der Baustart für die „GridBattery Heinersbrück“. Die Leag Clean Power GmbH plant gemeinsam mit Fluence Energy die Errichtung eines Batteriespeichers mit 100 Megawatt Leistung und 400 Megawattstunden Kapazität auf einer rekultivierten Tagebaurandfläche. Er soll dann mit einem Windpark und einem Photovoltaik-Kraftwerk der Leag Renewables GmbH, die kurz vor der Fertigstellung stehen, über einen gemeinsamen Anschlusspunkt ans Netz angeschlossen werden.

Dazu sei das bestehende Umspannwerk Heinersbrück zu einem hybriden Netzanschlusspunkt ausgebaut worden, teilte Leag mit. Es seien zusätzliche Schaltfelder eingerichtet sowie Schutz- und Lasttechnik angepasst worden. Die Arbeiten erfolgten im laufenden Betrieb, wobei erforderliche Abschaltungen aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern wie Omexom und ABB auf ein Minimum reduziert werden konnten.

Fluence ist bei dem Projekt für Planung, Lieferung, Errichtung und Systemintegration der „GridBattery Heinersbrück“ verantwortlich. Zum Einsatz komme „Smartstack“, eine Lithium-Eisenphosphat-Lösung. Diese ist Fluence zufolge auf hohe Leistungsdichte, Sicherheit und modulare Bauweise ausgelegt. In gleicher Arbeitsteilung arbeiten beide Unternehmen bereits bei der „GigaBattery Jänschwalde“ zusammen. An dem Kraftwerksstandort wird ein Speicher mit 4000 Megawattstunden Kapazität entstehen. Nach eigenen Angaben hat sich Fluence in Deutschland bereits 35 Projekte mit einer kumulierten Speicherkapazität von mehr als 6 Gigawattstunden vertraglich gesichert oder realisiert.  

Die Inbetriebnahme des Batteriespeichers in Heinerbrück ist für 2027 geplant. Leag Clean Power erhält für das Projekt Fördermittel aus dem „Just Transition Fund“ der EU. Wie hoch diese sind, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit.

„Die GridBattery Heinersbrück ist die erste Batterie der LEAG Clean Power, die wir an einem Netzanschlusspunkt mit Wind- und Photovoltaik-Anlagen errichten. Damit können wir überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien flexibel speichern und dann bereitstellen, wenn er benötigt wird”, sagt Thomas Brandenburg, Geschäftsführer der Leag Clean Power GmbH.

Die Leag Renewables ist innerhalb der Unternehmensgruppe neben dem Bau von Erneuerbaren-Anlagen auch für deren netztechnische Anbindung zuständig. „Mit dem Hybrid-Netzanschluss schaffen wir eine Infrastruktur, die zu den Vorreiterlösungen in Deutschland zählt. Die gemeinsame Anbindung von Windenergie, Photovoltaik und Batteriespeicher an einem Umspannwerk ermöglicht eine deutlich effizientere Ausnutzung der knappen Netzkapazitäten und eine optimierte Fahrweise der Anlagen“, sagt Dominique Guillou, Geschäftsführer von Leag Renewables.

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