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Übertragungsnetzbetreiber bereiten sich auf Sonnenfinsternis vor

Am 12. August wird sich die Sonne vorübergehend verdunkeln. Auch wenn dies erst ab etwa 19 Uhr in Deutschland der Fall sein, wird, haben die europäischen Übertragungsnetzbetreiber eine Arbeitsgruppe gebildet, um kurzfristig Maßnahmen einleiten zu können.
Sonnenfinsternis, Deutschland, März 2025, Usedom
Die partielle Sonnenfinsternis im März 2025 verlief ohne Zwischenfälle. Davon gehen die Übertragungsnetzbetreiber auch für das Ereignis am 12. August aus. | Foto: Sandra Enkhardt/pv magazine

Am Mittwochabend (12. August) wird es in Deutschland und Europa zu einer partiellen Sonnenfinsternis kommen. Ab etwa 19 Uhr schiebt sich der Mond zumindest teilweise vor die Sonne. Die Abdunklung ist dabei nicht so stark wie bei einer totalen Sonnenfinsternis, dennoch wird das Sonnenlicht dadurch reduziert und in der Folge sinkt auch die Einspeisung der Photovoltaik-Anlagen.

Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW erklärten am Freitag, dass sie sich gemeinsam mit den europäischen Partnern auf das Ereignis vorbereiten. Fest steht, dass die Photovoltaik-Erzeugung früher abnehmen wird, als an einem gewöhnlichen Sommerabend. Wie stark der Effekt ausfallen wird, ist aber noch unsicher und hängt auch vom allgemeinen Bedeckungsgrads des Himmels ab. Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber gehen in ihren Prognosen von einer Verringerung von zwei Gigawatt aus. Angesichts einer installierten Photovoltaik-Leistung von 125 Gigawatt in Deutschland werde diese geringere Einspeisung keinen Einfluss auf die Stromversorgung am Mittwoch haben, so die deutschen Übertragungsnetzbetreiber weiter.

Der Zusammenschluss der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, Entso-E, hat dennoch eine Arbeitsgruppe für die frühzeitige Vorbereitung auf die Sonnenfinsternis eingerichtet. Die Lage werde kontinuierlich bewertet. Bei Bedarf könnten dann kurzfristig Maßnahmen eingeleitet werden. Allerdings werden auch im europäischen Kontext keine Auswirkungen auf die Stromversorgung erwartet.

Die nächste Sonnenfinsternis wird es dann am 2. August 2027 geben. Nach den Erwartungen der Übertragungsnetzbetreiber könnte diese größere Auswirkungen auf die Einspeisung der Photovoltaik-Anlagen haben, da sie in die frühen Morgenstunden fällt. Grundsätzlich gelte aber, dass die Stromversorgung durch den Einsatz von Regelleistung auch in diesem Fall gesichert ist.

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