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Heimenergiemanagement: HEMS-Finder tritt in neue Phase

Der HEMS-Finder hilft bei der Auswahl von Heimenergiemanagementsystemen und kompatiblen Komponenten. Initiator Thomas Haupt erklärt im Interview, wie die Datenbank erweitert wurde, warum sie künftig von einem Verein weitergeführt werden soll und weshalb Kompatibilität in der Praxis so anspruchsvoll bleibt.
Thomas Haupt, TU München
Thomas Haupt ist Initiator des HEMS-Finders und hat das Tool im Rahmen seiner Doktorarbeit an der TU München entwickelt. | Foto: Thomas Haupt

Der Initiator Thomas Haupt hat das Tool im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt, mit dem man die Heimenergiemanagementsysteme und Komponenten finden kann, die zueinander passen. Das ist für Bestandsanlagen besonders wichtig. Für die Fortführung des Tools hat er nach Abschluss seiner Doktorarbeit an der Hochschule Ansbach einen Verein ins Leben gerufen, in dem unter anderem Spine, pv magazine und die Technische Universität München mitarbeiten. Hersteller können dort nicht nur die Daten ihrer Systeme zu den Funktionalitäten hinterlegen, sondern auch die Kompatibilitätslisten. Nutzer können gezielt nach Heimenergiemanagementsystemen suchen, die die erforderlichen Kompatibilitäten haben: www.hems-finder.org.

Übersicht Heimenergiemanagementsysteme

Marktübersicht Heimenergiemanagementsysteme: Sechs Kriterien, die bei der Auswahl zählen

pv magazine hat für die Marktübersicht die Daten des HEMS-Finders ausgewertet. pv+-Abonennten können sie hier lesen. Der Artikel enthält auch eine layoutete Übersichtstabelle aus dem HEMS-Finder-Daten zum direkten Systemvergleich.

Weitere Informationen, die Premium Selection und Links finden Sie auch auf den Marktübersichtsseiten von pv magazine.
www.pv-magazine.de/hems

Wie hat sich der HEMS-Finder letztes Jahr weiterentwickelt?
Schon vor einem Jahr haben wir auf der Intersolar eine erste Variante des HEMS-Finders vorgestellt, mit der man nicht nur die Funktionen der Heimenergiemanagementsysteme nachschlagen kann, sondern dass wir zusätzlich zur Transparenzfunktion eine Suchplattform aufgebaut haben. Über alle Energiemanagementsysteme hinweg kann man die Kompatibilitäten suchen, die man benötigt. Jetzt haben wir die Datenbank Stück für Stück verfeinert und erweitert. Es gibt nämlich keine abrufbare Komponenten-Datenbank mit den verfügbaren Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeichern und so weiter. Diese haben wir selbst erstellt. Wir haben neue Modelle aufgenommen und Fehler bereinigt. Die Qualität der Datenbank wurde also deutlich verbessert.

Der HEMS-Finder entstand im Rahmen deiner Doktorarbeit an der HS Ansbach, die du jetzt beendest. Wie geht es mit dem Tool weiter?
Das Forschungsprojekt geht jetzt zu Ende. Die Idee ist, dass er jetzt von einem Verein weitergeführt wird. Über den HEMS-Finder e.V. (in Gründung) soll weiterhin eine herstellerneutrale Datenpflege sowie Weiterentwicklung vorangetrieben werden. Dafür setzt sich das Konsortium ein, in dessen Umfeld ich auch schon bisher gearbeitet habe. Die Gründung des HEMS-Finder-Vereins ist bereits im Gange. Ich freue mich drauf, im Verein mitzuarbeiten.

Was sind die Pläne für die Weiterentwicklung?
Uns beschäftigen zum Beispiel die Themen Qualifizierung von Angaben und Tests. Ich habe noch im Forschungsprojekt einen Ende-zu-Ende-Test begonnen. Das war aufwändig und eine große organisatorische Herausforderung. Grundlegend musste ein vergleichbares Hardware-Setup über die zu vergleichenden Heimenergiemanagementsysteme abgestimmt werden und diese in Betrieb genommen werden. Langfristig gesehen sind selbstlernende Systeme eine Herausforderung, weil sie erst lernen und sich an eine Situation anpassen müssen. Dadurch dauern die Tests lange. Bezüglich der Wärmepumpen-Auswahl habe ich mich in meinem Test für die Simulation einer SG-Ready-Schnittstelle entschieden. Vielleicht sind in Zukunft auch reine Software-Tests denkbar. Man muss dabei bedenken, dass die Systeme in einer dynamischen Entwicklung stecken, die an Regulatorik gekoppelt ist und wodurch die Systeme schnell weiterentwickelt werden.

Kann man als Ergebnis eine einzige Note bekommen, anhand derer man Systeme vergleichen kann?
Bisher gibt es nicht die eine Wahrheit, nach der man entscheiden kann, was bei den Systemen richtig, falsch, gut oder schlecht ist. Teilweise ist es eine Philosophiefrage. Deswegen ist erst einmal wichtig zu verstehen, wie die Systeme im Vergleich agieren, bevor man versucht, einen Performance-Index zu entwickeln. Der erste Schritt war nun die Entwicklung des Laborprüfstands.

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Kommentare

BotU
Jul 30, 2026

Nachtrag: bitte auch eine Webseite bauen, wo man dann die Daten als Tabellenformat herunterladen kann
UND nehmt Einfluß auf die Entwicklung. Vor Allem bei Netzausfall muss das HEMS funktionieren.

BotU
Jul 30, 2026

erst einmal DANKE Herr Haupt; ich warte schon lange darauf