PPA und Tolling-Vertrag für innovatives Photovoltaik+Speicher-Projekt von Enertrag
Im brandenburgischen Brüssow will Enertrag eine Anlage errichten, bei der 44,5 Megawatt Photovoltaik-Leistung mit einem Batteriespeicher kombiniert werden. Der Speicher wird eine Leistung von fünf Megawatt und eine Kapazität von zehn Megawattstunden haben. Gemeinsam mit EDF Trading und e2m ist dafür ein integriertes Vermarktungskonzept entwickelt worden, was die wirtschaftliche Optimierung und langfristige Erlösabsicherung des Gesamtprojekts gewährleisten soll, wie die Unternehmen in dieser Woche bekanntgaben.
Demnach wird EDF Trading über einen Stromabnahmevertrag (PPA) den Solarstrom aus der Photovoltaik-Anlage beziehen und vermarkten. Der PPA hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Ebenfalls für sieben Jahre gibt es einen Tolling-Vertrag für den Batteriespeicher. Dabei wird e2m den Batteriespeicher zunächst für fünf Jahre als Grünstrom-Co-Location-Anlage vermarkten und dann für zwei weitere Jahre als Graustrom-Co-Location.
Die gemeinsame Nutzung von Netzanschlüssen durch verschiedene Technologien gewinnt angesichts knapper Netzressourcen an Bedeutung. Bei dem Hybridprojekt in Brüssow ist es so, dass dieses nur nachrangig die verfügbaren Netzkapazitäten nutzen kann. Der Netzanschlusspunkt wird mit dem Batteriespeicher und der Photovoltaik-Anlage überbaut, denn am Standort befinden sich bereits ein weiterer Batteriespeicher mit etwa 20 Megawatt Leistung sowie Windkraftanlagen mit insgesamt 33 Megawatt.
„Das Projekt Brüssow zeigt eindrucksvoll, wie sich erneuerbare Erzeugung, Speicherflexibilität und intelligente Vermarktung zu einem wirtschaftlich tragfähigen Gesamtkonzept verbinden lassen“, sagt Julien Demoustier, Originator bei e2m. „Besonders anspruchsvoll sind die Kombination verschiedener Technologien an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt sowie die Berücksichtigung der förderrechtlichen Rahmenbedingungen.“
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