Sunoyster stellt neues Leichtmodul „PVbondi“ mit 450 Watt Leistung vor
Die Sunoyster Systems GmbH hat auf der Intersolar Europe in München ihr neuestes Leichtmodul „PVbondi“ präsentiert. Es besitzt eine Leistung von bis zu 450 Watt und verfügt über eine Effizienz von 22,2 Prozent, wie aus dem Datenblatt hervorgeht. 96 monokristalline Solarzellen sind in dem Glas-Glas-Modul verbaut. Mit 1780 mal 1153 mal 48 Millimeter bleibt es unter der Zwei-Quadratmeter-Grenze. Das Gewicht wird im Datenblatt mit rund 24 Kilogramm angegeben. Die Bifazialität beträgt demnach etwa 80 Prozent.
Das Modul ist für einen Temperaturbereich zwischen -40 und +85 Grad Celsius geeignet. Der Temperaturkoeffizient wird mit 0,29 Prozent pro Grad Celsius angegeben. Sunoyster gewährt eine Produktgarantie von 15 Jahren und eine Leistungsgarantie von 30 Jahren. Nach 30 Jahren soll das Modul demnach noch 87,4 Prozent seiner Ursprungsleistung haben.
Das Leichtmodul ist für Photovoltaik-Anlagen bestimmt, die auf Dächern mit nicht genügend Tragfähigkeit für Standardsysteme entstehen sollen. Nach Angaben von Sunoyster wird das Modul „PVbondi“ direkt im Werk mit einer Unterstruktur aus Kunststoff versehen. Direkt an deren Unterseite könne es auf dem Dach verklebt werden, wobei das Modul rund fünf Zentimeter über dem Flachdach befestigt wird. Damit sei es gegenüber anderen, direkt auf dem Dach verklebten Leichtmodulen besser hinterlüftet, was auch den Gesamtertrag erhöhe. Zudem könnten die Kabel, Anschlussdosen und Steckverbinder, die sonst auf den Modulen befestigt werden müssen, auf der Rückseite angebracht werden, wie Sunoyster-Gründer Carsten Corino erklärt. Sie seien damit auch vor UV-Strahlung geschützt.
Den Namen für sein Modul habe das Unternehmen mit Hauptsitz in Halstenbek bei Hamburg* gewählt, da es eine hohe Haftung besitzt, obwohl es nur an wenigen Stellen auf dem Dach verklebt werden muss. Die Klebekraft betrage bis zu 15 Tonnen pro Modul, wobei die übliche Ballastierung auf Flachdächern entfällt. 200 Gramm Kleber ersetzen dabei Sunoyster zufolge bis zu 40 Kilogramm Ballast. Zudem ist keine schwere Unterkonstruktion für die Installation der Solarmodule notwendig. Dies führt auch dazu, dass das Gewicht der Module, das auf das Dach einwirkt, von etwa 50 auf 5 Kilogramm pro Quadratmeter sinke, so das Unternehmen weiter. Mit dem Verzicht auf Unterkonstruktion und Ballastierung werden Materialkosten gespart. Zudem können die Module schneller installiert werden. Bis zu 350 Module habe das Unternehmen bereits an einem Tag verbaut.
Neben der Unterstruktur setzt Sunoyster auch auf einen Kantenschutz. Beides liefere das Unternehmen an seinen chinesischen Lizenznehmer, der die Solarmodule nach den Vorgaben fertige. Die Unterstruktur „InterStructs“ ist zudem von Sunoyster zum Patent angemeldet. Die Polymerprofile seien elektrisch nicht leitfähig. Daher machten sie eine Erdung der Modulrahmen überflüssig. Der Kantenschutz „EdgeGuard“ wiederum soll die Leichtmodule während der Installation schützen sowie im Betrieb vor Hagel und mechanischer Belastung, wie es weiter hieß.
„Die Versicherungen lieben die höchste Brandschutzklasse A nach der UL-Norm 790. Das ‚PVbondi‘ als Glas-Glas-Modul soll nach der derzeit laufenden Zertifizierung als einziges Klebemodul weltweit diese Klasse A aufweisen.“ Vorbestellungen würden bereits entgegengenommen. Die Auslieferung an die Kunden soll nach Abschluss der Zertifizierung voraussichtlich im vierten Quartal erfolgen.
*Anmerkung: Wir haben den Sitz von Sunoyster ursprünglich mit München angegeben und dies nun korrigiert. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.
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Ich finde im Netz: 1,76 x 1,13 m2 und 12 kg (sind allerdings eher 6 als 5 kg/m2).
Was ist an 24kg leicht?