KfW startet Förderprogramm mit Krediten für Erneuerbaren-Vorhaben außerhalb des EEG
Neue Photovoltaik-Kraftwerke oder Windparks ohne EEG-Förderung realisieren und den Strom direkt an Industrie- oder Gewerbebetriebe liefern – diesen marktbasierten Ausbau der Erneuerbaren will die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit ihrem Programm „Erneuerbare Energien Plus“ ankurbeln. Mit dem Angebot würden Unternehmensinvestitionen in Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte aus regenerativen Energiequellen sowie in Energiespeicher finanziert. Pro Vorhaben sei ein Kredithöchstbetrag von 150 Millionen Euro vorgesehen, teilte die KfW am Donnerstag mit.
Die Förderanträge können ab dem heutigen Tag über die eigenen Finanzierungspartner gestellt werden. Dabei seien sowohl der Erwerb neuer Anlagen als auch die Modernisierung bestehender Anlagen förderfähig, so die KfW weiter. Sie will mit dem neuen Programm insbesondere die Vermarktung von Strom über sogenannte Direktlieferverträge – also PPAs – unterstützen. Diese basieren ausschließlich auf direkten Vereinbarungen zwischen den Stromerzeugern und anderen Marktteilnehmern. „Erneuerbare Energien Plus“ adressiere dabei entstehende Hemmnisse in diesem Markt und schaffe Planungssicherheit.
„Mit attraktiven Finanzierungsbedingungen, insbesondere für Projekte mit Stromvermarktung über Direktlieferverträge, sendet das neue Förderprogramm ‚Erneuerbare Energien Plus‘ ein wichtiges Signal in den Markt und stärkt den Zugang zu grünem Strom für Industrie und Mittelstand“, sagt Melanie Kehr. Sie ist im KfW-Vorstand für die Inländische Förderung zuständig. „Außerdem setzen wir klare Anreize für den Einstieg in neue, nachhaltige Lösungen für Strom und Wärme sowie die Modernisierung bestehender Anlagen.“
Das Förderprogramm sieht keine Mindestkredithöhe vor. Die Summe könnte zudem auch in Teilbeträgen abgerufen werden. Zudem seien auch Globaldarlehen an Landesförderinstituten oder die Kombination mit anderen Fördermitteln möglich. Davon ausgenommen sind der KfW zufolge aber Anlagen, die bereits eine Förderung nach dem EEG, der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder eine vergleichbare staatliche Förderung erhalten. Der Investitionsort müsse sich innerhalb der EU, im Vereinigten Königreich oder Norwegen befinden. Der effektive Jahreszins für die Kredite richtet sich nach der Laufzeit und liegt zwischen 3,37 und 3,88 Prozent.
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Aber was wird jetzt gefördert?
Ich finde es besser, wenn am das Dach der Unternehmen gefördert wird.
Gibt es Beispiele was jetzt gefördert wird oder muss?