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Bundesnetzagentur startet Konsultation des neuen Netzentwicklungsplans

Die Übertragungsnetzbetreiber haben 159 Ausbaumaßnahmen vorgeschlagen, die die Behörde jedoch nicht alle für bestätigungsfähig hält. Die Konsultation läuft bis zum 24. August.
Netzverknüpfungspunkt des Solarparks Weesow-Wilmersdorf von EnBW an der 110 kV Hochspannungsleitung, Netzanschluss, Netzausbau, im Vordergrund Mast der 380 kV Höchstspannungsleitung
76 vorgeschlagene Ausbaumaßnahmen sind bereits im aktuellen Netzentwicklungsplan enthalten. | Foto: pv magazine/Cornelia Lichner

Die Bundesnetzagentur hat am Freitag die Konsultation des zweiten Entwurfs des Netzentwicklungsplans zum Ausbau des Stromnetzes bis 2027 und 2045 eröffnet. Dort hätten die Übertragungsnetzbetreiber 159 Ausbaumaßnahmen vorgeschlagen. „Die Bundesnetzagentur hält aktuell 118 davon für bestätigungsfähig. Bezüglich der übrigen Maßnahmen sind aktuell keine ausreichenden Beiträge für die notwendige weitere Stärkung des Übertragungsnetzes ersichtlich“, erklärte die Behörde. 76 vorgeschlagene Baumaßnahmen seien zudem bereits in dem bestehenden Bedarfsplan enthalten.

Zudem habe die Bundesnetzagentur fünf Maßnahmen untersucht, die eigentlich erst für 2045 vorgesehen waren, und diese auch für 2037 als vorläufig bestätigungsfähig eingeschätzt, wie es weiter hieß. Die Konsultation läuft bis zum 24. August. Bis dahin können Stellungnahmen abgegeben werden. Zudem sind zwei Online-Informationsveranstaltungen im August geplant.

Der überarbeitete Entwurf enthält acht weitere Offshore-Anbindungssysteme bis 2037, die den weiteren Ausbau der Windkraft auf See gemäß der gesetzlichen Ausbauziele ermöglichen sollen. Zudem sei die Bundesnetzagentur offen für Vorschläge für zusätzliche Interkonnektoren, mit denen die europäische Energieversorgung besser vernetzt werden soll, sowie eine zusätzliche Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung, hieß es weiter.

„Eine sichere und zuverlässige Stromversorgung, gut vernetzt mit unseren europäischen Nachbarn, ist essenziell“, sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur. „Gleichzeitig müssen wir die Kosten im Griff behalten. Diesen Spagat will die Bundesnetzagentur mit dem aktuellen Vorschlag erreichen.“

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