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Salzstrom erhält Auftrag für drei Natrium-Eisenphosphat-Batteriespeicher mit 7 Megawattstunden aus Deutschland

Der österreichische Hersteller kann einen ersten Großauftrag vermelden und läutet damit die kommerzielle Implementierung der Lösung ein. Drei seiner Natrium-Ionen-Batteriecontainer mit je 2,3 Megawattstunden Kapazität werden an Standorten des deutschen Forschungs- und Entwicklungsunternehmens Isel-automation installiert.
Salzstrom, Batteriecontainer, Natrium-Eisenphoshat-Technologie
Die Natrium-Eisenphosphat-Batteriecontainer haben jeweils 2,3 Megawattstunden Kapazität. | Foto: Salzstrom

Salzstrom hat den ersten kommerziellen Großauftrag für seine Natrium-Eisenphosphat-Batteriespeicherlösung erhalten. Im dritten Quartal werde das in Wien ansässige Unternehmen drei Batteriecontainer an Isel-automation liefern. Die Produktion der Batteriespeicher habe bereits begonnen. Der Auftrag markiere den Start der ersten kommerziellen Natrium-Eisenphosphat (NFPP) Batteriecontainer-Lösung in Europa, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das Auftragsvolumen bewege sich im siebenstelligen Bereich, sagte ein Sprecher auf Anfrage von pv magazine.

Isel-automation ist ein deutsches Forschungs- und Entwicklungsunternehmen mit globaler Ausrichtung. An drei seiner Industriestandorte, die jeweils schon mit etwa 500 Kilowatt Photovoltaik ausgestattet sind, soll nun noch je ein 2,3 Megawattstunden Salzspeicher installiert werden. Die Leistung der Speicher liege bei insgesamt 1,25 Megawatt und variiere leicht zwischen den Standorten. Das genaue Inbetriebnahmedatum der Speicher hänge vom Kunden ab, sagte der Salzstrom-Sprecher weiter.

Salzstrom übernehme dabei wesentliche Teile der Gesamtprojektsteuerung, darunter die Planung und Auswahl aller Komponenten gemäß lokaler Vorschriften, die Lieferung und Implementierung von Power Conversion System (PCS) und Energiemanagementsystem. Auch für die Inbetriebnahme und das Langzeitmanagement der Anlagen sei das österreichische Unternehmen zuständig.

Isel-automation, Standort Dermbach
Drei Standorte von Isel-automation sollen mit den Speichercontainern von Salzstrom ausgestattet werden. | Foto: Isel-automation

„Dieses Projekt markiert einen Meilenstein. Es handelt sich um die ersten Natrium-Eisenphosphat-Batteriecontainer in Europa“, sagt Peter Arnold, CEO von Salzstrom. „Unser Ziel ist es, Salzbatterien im großen Maßstab auf den europäischen Markt zu bringen.“ Als großer Vorteil wird die erhöhte Sicherheit gesehen, da die Batteriezellen nicht brennbar seien. Zusätzlich kämen die Natrium-Eisenphosphat-Batteriespeicher sehr gut mit hohen Strömen zurecht, wie es von Salzstrom heißt. Somit würden sie beim Peakshaving nicht so schnell altern wie Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Zudem wiesen die Salzspeicher eine hohe Energiedichte auf.

Der große Temperaturbereich der Zellen senkt Salzstrom zufolge die Opex-Kosten über das Gesamtjahr enorm. „NFPP-Zellen können bis zu -40 Grad Celsius entladen werden. Dadurch muss kaum Energie für Heizung und Kühlung aufgewendet werden. Das steigert die Gesamteffizienz des Batteriesystems“, erklärt Arnold.

Zielgruppe für die Speichersysteme von Salzstrom sind Industrie- und Gewerbebetriebe mit einem hohen Energieverbrauch. Die Batteriespeicher würden dann genutzt, um Energiekosten zu senken, den Photovoltaik-Eigenverbrauch zu maximieren oder auch die Netzanschlussleistung zu optimieren.

*Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel am 15.62026 geändert, um klarzustellen, dass Salzstrom nicht die kommerzielle Produktion startet, sondern das kommerzielle Ausrollen seiner Lösung.

Kommentare

wolfram.joerges
Jun 13, 2026

Gibt es Konzepte für Anlagen im Wohnbereich bis ca. 30 kWp PV-Leistung? Es gibt Ibnteressenten in diesem Bereich.