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Photovoltaik-Freiflächenanlage und Windpark teilen sich Netzanschluss

In Sachsen-Anhalt ist ein Solarpark mit 54 Megawatt Leistung in Betrieb gegangen. Er soll der Standortgemeinde Gerbstedt jährlich knapp 90.000 Euro zusätzliche Einnahmen bringen, wie der Betreiber wpd erklärte. Das Besondere ist jedoch, dass sich die Photovoltaik-Anlage den Netzanschluss mit einem seit langem bestehenden Windpark mit 26,4 Megawatt teilt.
Zum Einweihungsfest "Hybrider Solarpark Gerbstedt" kamen unter anderem Matthias Lehmann, von wpd (4 v.l.); Armin Willingmann (5. v.l.); Ulf Döring, Bürgermeister Einheitsgemeinde Stadt Gerbstedt (4 v.r.) und Christian Spanier, wpd (3. v.r.).
Zum Einweihungsfest „Hybrider Solarpark Gerbstedt“ kamen unter anderem Matthias Lehmann, von wpd (4 v.l.); Armin Willingmann (5. v.l.); Ulf Döring, Bürgermeister Einheitsgemeinde Stadt Gerbstedt (4 v.r.) und Christian Spanier, wpd (3. v.r.). | Foto: wpd

In Gerbstedt in Sachsen-Anhalt ist am Sonntag im Beisein des Landesenergieministers Armin Willingsmann ein Solarpark mit 54 Megawatt Leistung feierlich in Betrieb genommen worden. Auf rund 53 Hektar hat das Unternehmen wpd, das die Anlage errichtet hat und betreibt, rund 86.000 Solarmodule installiert. Dabei betreibt wpd auf der Fläche bereits einen Windpark mit 26,4 Megawatt. Beide Anlagen teilen sich den Netzanschluss, was letztendlich die Gesamtkosten für den Solarpark reduzierte.

Genehmigt hat das hybride Netzanschlusskonzept der Verteilnetzbetreiber Mitnetz, wie ein Sprecher von wpd auf Anfrage von pv magazine erklärte. Der Windpark besteht aus acht Anlagen mit insgesamt 26,4 Megawatt; 2021 erfolgte ein Repowering. Ursprünglich stammt der Windpark aus dem Jahr 2000, als er mit 9 Windkraftanlagen und 13,5 Megawatt Leistung in Betrieb ging.

Der Netzanschluss von Photovoltaik- und Windkraftanlage erfolgt an einem Umspannwerk, das wpd gehört. Der erzeugte Gleichstrom aus der Photovoltaik-Anlage wird von zwölf Zentralwechselrichter-Stationen eines deutschen Herstellers in Wechselstrom umgewandelt und auf 33 Kilovolt transformiert und über zwei Kabelsysteme zum acht Kilometer entfernten Umspannwerk übertragen, wie wpd bereits zuvor zum Konzept veröffentlichte. Der Windpark habe dabei gegenüber dem Solarpark Einspeisevorrang. Ein Parkregler überwache die Erzeugungsleistung beider Anlagen und regele die Leistung der Photovoltaik-Freiflächenanlage so, dass der Netzanschluss nicht überlastet wird. In der Regel ergänzen sich die Erzeugung aus Photovoltaik und Windkraft jedoch im Jahresverlauf gut.

Für den Solarstrom aus der Photovoltaik-Anlage hat wpd eine Stromabnahmevereinbarung abgeschlossen, wie der Sprecher bestätigte. Es handele sich um einen Abnehmer aus der Industrie. Einen Namen wollte er nicht nennen.

Die Photovoltaik-Freiflächenanlage wird künftig knapp 90.000 Euro in die Kasse der Gemeinde im Landkreis Mansfeld-Südharz spülen. Zudem kann die Fläche weiterhin für den landwirtschaftlichen Betrieb genutzt werden, wie es weiter hieß. Ein regionaler Schäfer übernehme die Beweidung der Flächen.

Zum zeitlichen Ablauf erklärte wpd, dass der Aufstellungsbeschluss für die Freiflächenanlage im Jahr 2021 erfolgte. Der Satzungsbeschluss der Stadt Gerbstedt folgte dann im März 2024. Seit November 2025 ist die Photovoltaik-Anlage am Netz und wurde nun auch im Beisein lokaler und regionaler Prominenz eingeweiht.

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