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Kiwigrid plant Plattform für ein europaweites virtuelles Kraftwerk

Der Energiemanagement-Anbieter Kiwigrid will seine Plattform um Funktionen für virtuelle Kraftwerke erweitern. Energieversorger und Installationsunternehmen sollen die Infrastruktur künftig für eigene Flexibilitäts- und Direktvermarktungsangebote nutzen können.
Kiwigrid will ein herstelleroffenes virtuelles Kraftwerke aufbauen. | Bild: Kiwigrid

Der Dresdner Energiemanagement-Anbieter Kiwigrid erweitert seine Energy-IoT-Plattform um Funktionen für virtuelle Kraftwerke. Damit sollen Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge künftig nicht nur zur Optimierung des Eigenverbrauchs gesteuert, sondern auch für die Vermarktung von Flexibilitäten am Energiemarkt genutzt werden können. Zum Auftakt kooperiert Kiwigrid mit Tibber. Kunden des Anbieters dynamischer Stromtarife sollen die Flexibilität ihrer angeschlossenen Anlagen über die Plattform vermarkten und so zusätzliche Erlöse erzielen können.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, soll die Plattform herstelleroffen ausgelegt sein. Anlagenbetreiber sollen weder an bestimmte Gerätehersteller noch an einzelne Stromlieferanten oder Messstellenbetreiber gebunden werden. Mit Zustimmung der Anlagenbetreiber soll die Plattform die automatisierte Vermarktung als Teil der ganzheitlichen Optimierung dezentraler Energieanlagen übernehmen. Als Ausgangsbasis für den Aufbau des virtuellen Kraftwerks nennt Kiwigrid rund 100.000 bereits installierte Energy Manager.

Energieversorger und Installationsunternehmen, die eigene Flexibilitätsdienste anbieten wollen, sollen dafür statt eigener Technologie Kiwigrids Infrastruktur nutzen können. So sollen sie die Möglichkeit erhalten, eigene Tariflösungen für Endkunden anzubieten und diese anderen Kunden bei Interesse zur Verfügung zu stellen. Besonders Kooperationen zwischen lokalen Installateuren und Stadtwerken können dabei Kiwigrid zufolge unkompliziert realisiert werden.

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