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Second Foundation baut in Tschechien drei Großspeicher mit 307 Megawatt Leistung aus europäischer Fertigung

Die Speicher liefert GAZ Energy, das seine Wurzeln im Geräte- und Akkumulatorenwerk Zwickau hat. Die Steuersoftware entwickelt Second Foundation selbst. Das soll maximale Cybersicherheit und Datenkontrolle innerhalb Europas gewährleisten.
Die Lithium-Ionen-Batteriespeicher fertigt GAZ Energy im osttschechischen Bohumín | Foto: GAZ Energy

Der tschechische Intraday-Händler Second Foundation errichtet an drei Standorten in Tschechien Batteriespeicher mit einer Leistung von zusammen 307 Megawatt. Die Speicher sollen Ende des Jahres in Betrieb gehen. Second Foundation investiert mehr als 160 Millionen Euro in die Projekte. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich hier um die bislang größte private Investition in flexible Energieanlagen in Tschechien.

Die Lithium-Ionen-Batteriepakete kommen vom tschechischem Hersteller GAZ Energy, gefertigt werden sie in Bohumín im Osten des Landes. Second Foundation ist über seine Minderheitsbeteiligung an der GAZ-Energy-Muttergesellschaft Bochemie auch am Batteriehersteller beteiligt. Bochemie hat 2019 den deutschen Batterie-Produzenten Geräte- und Akkumulatorenwerk Zwickau (GAZ) erworben, der 2025 in das neu gegründete Unternehmen GAZ Energy eingegliedert wurde.

Im Rahmen dieses Vorhabens entsteht in Tušimice im Nordwesten Tschechiens eine Großbatterie mit 200 Megawatt Leistung und 400 Megawattstunden Kapazität. Dies wird nach Angaben von Second Foundation die größte Batterie-Energiespeicheranlage des Landes sein und die erste Großbatterie Tschechiens, die über ein privat betriebenes Umspannwerk direkt an das tschechische Höchstspannungsnetz der ČEPS angeschlossen ist. Die beiden weiteren, andernorts installierten Speicher haben eine Leistung von 87 Megawatt und 20 Megawatt.

„Made in Europe“ auch bei der Software

Die Batteriespeicher werden mit proprietären Energie- und Batteriemanagementsystemen ausgestattet, deren Software Second Foundation entwickelt hat. So will das Unternehmen die vollständige Kontrolle über Daten und Abläufe innerhalb der europäischen Infrastruktur gewährleisten.

„Angesichts zunehmend schwankender Strompreise ermöglichen Batterien eine effiziente Einbindung erneuerbarer Energien in das Stromnetz“, sagt Vojtěch Kačena, Gründer von Second Foundation. Für die Verbraucher bedeute dies langfristig stabilere Preise, und für Europa biete sich die Chance, den Anteil fossiler Brennstoffe am Energiemix weiter zu senken.

Second Foundation mit Hauptsitz in Prag gehört handelt in mehr als 30 Märkten weltweit mit Strom. In Deutschland verantwortet es nach eigenen Angaben rund acht Prozent des kontinuierlichen Intraday-Handels.

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