China ist, wie überall auf der Welt, auch in Deutschland das mit Abstand wichtigste Herkunftsland für Photovoltaik. 88 Prozent der Importe kamen 2025 aus der Volksrepublik, so eine am Donnerstag vorgelegt Bilanz des Statistischen Bundesamts (Destatis). Der Wert dieser Importe wird mit 1,8 Milliarden Euro beziffert. Dies entspricht allerdings einem deutlichen Rückgang um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was seinen Grund vor allem in gesunkenen Preisen haben dürfte.
Gleichzeitig gibt Destatis für die aus Deutschland exportierten Photovoltaik-Anlagen einen Gesamtwert von 358 Millionen Euro an, ein Rückgang um 30,1 Prozent (2024: 513 Millionen Euro). Der Begriff „Photovoltaik-Anlagen“ ist hierbei allerdings nicht gleichzusetzen mit dem landläufigen Sprachgebrauch: Wechselrichter, Montagesysteme, Batteriespeicher und andere Komponenten gehören nicht dazu. Die Definition, heißt es auf Nachfrage von pv magazine, umfasst im Wesentlichen Zellen und Module.
Unklare Gesamtzahlen
Auch hier bestehen indes deutliche Unklarheiten. Destatis zufolge wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 509.200 Solarmodule hergestellt – ein enormer Rückgang um 60,6 Prozent gegenüber der 2025 erreichten Stückzahl von gut 1,5 Millionen. Bezöge sich der Wert der exportierten Photovoltaik-Anlagen jedoch tatsächlich auf Solarzellen (die in Deutschland nicht in nennenswerter Zahl hergestellt werden) und Module, entspräche dies selbst bei einer angenommenen Exportquote von 100 Prozent rund 700 Euro pro Modul – kein plausibler Wert.
Nicht kongruent mit gängigen Statistiken sind auch die von Destatis angegebenen Zahlen zur installierten Leistung. Diese betrug den Angaben zufolge Ende 2025 rund 106,2 Gigawatt aus knapp 4,8 Millionen Anlagen; es seien nur Anlagen gezählt worden, die in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen, der die Einspeisung misst. „Kleinere Anlagen, wie etwa die sogenannten Balkonkraftwerke, fallen daher in der Regel nicht darunter“, heißt es bei Destatis. Im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur waren Ende 2025 aber rund 117 Gigawatt verzeichnet, auf steckerfertige Solaranlagen entfielen davon nur rund 1,2 Gigawatt.
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