Carbonfreed integriert Echtzeitprüfung in Netzanschlussverfahren für große Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher

Carbonfreed, gridcert, Screenshot

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Die Softwareplattform „gridcert“ des in Meldorf (Schleswig-Holstein) ansässigen Unternehmens Carbonfreed soll künftig die Kunden des Unternehmens – Installateure, Fachplaner, EPCs und Projektentwickler von Erneuerbare-Energien-Anlagen, die ein Netzanschlussverfahren durchlaufen müssen – einen Schritt früher abholen als bislang. Wie die gesamte Plattform basiert auch das neue Element „KI-Check“ auf künstlicher Intelligenz und soll das Verfahren für große Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher vereinfachen, beschleunigen und transparenter machen, verspricht Carbonfreed.

Gegenstand der Neuerung ist eine automatisierte Echtzeit-Prüfung der Zertifizierungsunterlagen. Die für das Netzanschlussverfahren notwendigen Dokumente und Angaben sollen demnach direkt in der „gridcert“-Plattform auf Plausibilität geprüft werden, eine Rückmeldung erfolgt den Angaben zufolge „in der Regel innerhalb einer Minute“. Berücksichtigt werden unter anderem E.8- und E.9-Formulare, das Single-Line-Diagramm sowie Angaben zu Schutzgeräten und Wandlern. Die automatisierte Prüfung soll Fehlerquellen frühzeitig identifizieren und die Qualität der eingereichten Unterlagen erhöhen, um spätere, zeitaufwendige Anpassungen im Zertifizierungsprozess zu reduzieren. Bislang, so Carbonfreed-Gründer Marko Ibsch, habe das Unternehmen seine Kunden „durch den Zertifizierungsprozess begleitet und die benötigten Informationen gesammelt. Jetzt haben wir die technologische Infrastruktur geschaffen, um auch eine automatisierte Echtzeit-Prüfungen der eingereichten Daten vorzunehmen. Das ist ein echter Gamechanger“,

Carbonfreed hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr mehr als 280 Anlagenzertifikate begleitet und damit gegenüber 2024 eine Steigerung um 60 Prozent erreicht. Die 2025 ins deutsche Stromnetz integrierte Gesamtleistung gibt das Unternehmen mit 332 Megawatt an. Erklärtes Ziel ist es, so Ibsch, „in diesem Jahr die Zahl der Zertifikate weiter zu steigern – trotz der Widrigkeiten durch die vielen politischen Diskussionen, die es aktuell in der Solarbranche gibt.“

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