Ein Windpark zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel markierte die zweimillionste Erneuerbare-Energien-Anlage, die an das Verteilnetz von Eon ging. Rund 70 Prozent der Leistung aller Windparks an Land und knapp 50 Prozent aller Photovoltaik-Anlagen in Deutschland sind damit bei regionalen Verteilnetzbetreibern von Eon angeschlossen, wie der Energiekonzern am Mittwoch mitteilte. Dabei, so Eon weiter, verfügten sie nur etwa über ein Drittel der Länge des deutschen Stromnetzes. In dieser Rechnung sind alle Netzebenen berücksichtigt.
Nach der Auswertung des Marktstammdatenregisters durch die Bundesnetzagentur verfügte Deutschland im Januar über mehr als 5,76 Millionen Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 118,5 Gigawatt und über 30.000 Windkraftanlagen an Land mit gut 68 Gigawatt Leistung.
Nach Angaben von Eon liegt die Gesamtleistung der Anlagen in seinem Verteilnetz bei 110 Gigawatt, wobei Deutschland nur eine Spitzenlast von etwa 80 Gigawatt hat. Dennoch sei die Zahl der Netzanschlüsse weiterhin auf einem Rekordniveau. So werde rein rechnerisch alle zwei Minuten eine Anlage an das Eon-Verteilnetz angeschlossen. Nach eigenen Angaben hat der Energiekonzern in den vergangenen zwei Jahren allein knapp zehn Milliarden Euro in sein Netzgeschäft investiert, wobei es vor allem um Netzanschlüsse und die Modernisierung der Infrastruktur ging. In den vergangenen fünf Jahren seien zudem rund 6000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden. Insgesamt zählen die Eon-Verteilnetzbetreiber mehr als 30.000 Mitarbeiter.
„Die erste Million dauerte über 15 Jahre, die zweite Million folgte innerhalb von nur zweieinhalb Jahren“, sagte Eon-Netzvorstand Thomas König. Er sprach von einem Meilenstein. „Für die zweite Hälfte der Energiewende und dem erwarteten Anschluss weiterer Millionen von Anlagen brauchen wir jetzt neue Regeln – beim Netzanschlussprozess, bei den Genehmigungen für den Netzausbau und beim regionalen Zubau neuer Erneuerbarer-Energie-Anlagen“, so König weiter.
Dabei würden die Eon-Netzbetreiber selbst dazu beitragen, „europaweit Standards für effiziente, digitale Netzanschlussprozesse“, heißt es mit Verweis auf das digitale Self-Service-Portals „SNAPpro“. SNAP ist die Abkürzung für schnelle Netzanschlussprüfung. Das Portal erstellt demnach sekundenschnell eine unverbindliche Erstauskunft für Netzanschlussanfragen für Photovoltaik- und Windkraftanlagen bis 100 Megawatt Leistung.
Eon forderte zudem, die Regeln für den Netzausbau weiterzuentwickeln. So brauche es lokale Signale, die eine Lenkungswirkung für den Erneuerbaren-Zubau hätten. Zudem müssten klare Kriterien für Netzanschlüsse geschaffen werden, die eine rechtssichere Priorisierung ermöglichte. „Gleichzeitig müssen Genehmigungsverfahren für den Netzausbau beschleunigt werden, damit Netz- und Anlagenzubau auch zeitlich synchron erfolgen können“, forderte Eon weiter.
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