Reaktionen von SPD und Grünen
Die SPD befindet sich in einer Koalition mit CDU/CSU. Wichtige Gesetzentwürfe scheinen aber eher im Alleingang der Ministerien zu entstehen. So erklärt die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Nina Scheer: „Der nun geleakte Entwurf für eine EEG-Novelle aus dem Bundministerium für Wirtschaft und Energie enthält Regelungen, die den Ausbau der Photovoltaik massiv ausbremsen. Nach dem kürzlich geleakten Referentenentwurf zum Netzanschlusspaket ist dies ein weiterer Entwurf, der den Aussagen des Koalitionsvertrages zur Energiewende widerspricht. Er schränkt Erneuerbare ein, statt für Stabilität zu sorgen, um alle Potenziale der erneuerbaren Energien nutzen zu können – so aber der Auftrag aus dem schwarz-roten Koalitionsvertrag.“
Scheer fürchtet, dass der Ausbau der kleinen Photovoltaik-Anlagen zum Erliegen kommt, was aber angesichts der Ziele nicht hinnehmbar sei. Sie verweist als Folge auch auf die Gefährdung zehntausender Arbeitsplätze in der Solarbranche. „Der geplante Zwang zur Direktvermarktung für alle Solaranlagen setzt technisch intelligente Messsysteme und den Zugang zu Marktdaten voraus – für beides ist die Infrastruktur netz- und marktseitig noch nicht flächendeckend gegeben. Auch dadurch werden kleinere Anlagen und private Akteure aus der Energiewende herausgedrängt“, so die SPD-Politikerin. Die Streichung von Förderungen für grünen Wasserstoff hält sie ebenfalls für den falschen Weg. „Auch wenn der Entwurf richtigerweise die nationale Umsetzung des von der EU vorgeschriebenen Abschöpfungsmechanismus enthält, rechtfertigt dies nicht die genannten Einschränkungen beim Ausbau der Erneuerbaren.“
Katharina Dröge, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen erklärt: „Erst sorgen Spahn und Reiche mit dem Teuer-Heizen-Gesetz für eine Heizkostenexplosion bei den Menschen und jetzt bestrafen sie auch noch diejenigen mit Solaranlage auf dem Dach. Katherina Reiche plant nichts anderes als einen Solarkiller.“ Ein Streichen der EEG-Vergütung würde viele Photovoltaik-Dachanlagen unrentabel machen. Eigenheimbesitzer würden um die Chance gebracht, ihren Strom selbst günstig herzustellen. „Die beliebteste Form der erneuerbaren Energien wird ganz bewusst sabotiert“, so Dröge weiter. „Frau Reiche macht offenbar nur noch Politik für Großkonzerne und die fossile Lobby – und nicht für die Menschen.“
Das sagen Verbände und Organisationen
Weitgehende Ablehnung des Gesetzesvorhaben gab es auch bei vielen Verbänden. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) spricht von „desaströsen Folgen“, die eine Streichung der Einspeisevergütung und der Zwang zur Direktvermarktung für den Ausbau der Photovoltaik-Dachanlagen hätten. Die Einführung von Differenzverträgen (CfDs) akzeptiert der Verband als notwendig angesichts der EU-Vorgaben. „Produktionsabhängige CfDs mit Korridor, wie im Entwurf vorgesehen, sind eine einfache und pragmatische Lösung, die wir unterstützen. Hier kommt es auf die genauen Details der Regelung an“, sagte BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser. Sie forderte gleichzeitig das Bundeswirtschaftsministerium zu einem konstruktiven Dialog auf, um gemeinsam tragfähige Lösungen für die EEG-Novelle zu finden.
Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) hält zwar die Marktintegration der Erneuerbaren für notwendig, erwartet jedoch erhebliche Rückschläge für die Branche, wenn die EEG-Vorschläge neben jenen aus dem Netzpaket so umgesetzt werden. Sie würden neuen Projekten jegliche Kalkulationsgrundlage entziehen. „Was es dagegen braucht, ist ein einfaches System, das Planungssicherheit und gleichzeitig Anreize für netzfreundliche Standortwahl schafft. Mit der Netzoptimierten Ausschreibung liegt ein solcher Vorschlag von Seiten des BMUKN (Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit; d. red.) vor. Im CfD-Vorschlag des BMWE fehlt zudem ein Marktrahmen für PPAs, damit Stromlieferungen für den Mittelstand ab dem Tag eins möglich werden. Wie heute im EEG möglich müssen auch künftig im CfD-Modell ‚Starter-PPA‘ erlaubt sein. Dabei braucht es eine Opt-In-Regelung, statt einer Opt-Out-Regelung wie im Entwurf vorgesehen“, heißt es vom bne.
Auch die ersatzlose Streichung der Einspeisevergütung für Kleinanlagen hält der Verband für den falschen Schritt. Davor müsse erst einmal die Digitalisierung umgesetzt und so die Voraussetzungen geschaffen werden. „Letztendlich sind die Vorschläge ein Ausweis der offensichtlichen Retrohaltung der Handelnden – sie halten Deutschland weiter in der gefährlichen Abhängigkeit von Lieferanten fossiler Energien und treiben die Verbraucher absehbar in eine heftige Kostenfalle” sagte BNE-Geschäftsführer Robert Busch.
Auch beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wirft der geleakte Entwurf mehr Fragen auf, als er Antworten gibt. Der Verband fordert „dringend das ordentliche Gesetzgebungsverfahren zum offiziellen EEG-Referentenentwurf“ zu beginnen, da die Zeit knapp ist und bis Ende des Jahres die Novelle verabschiedet und auch beihilferechtlich durch die EU-Kommission genehmigt sein muss. Der BDEW prüfe derzeit noch den Abschöpfungsmechanismus, der aus seiner Sicht ohne komplexe Änderungen des bestehenden Fördersystems erfolgen sollte. „Insbesondere mit Blick auf den Claw Back, den zusätzlichen Einbau von Messsystemen, die Steuerung kleiner Anlagen sowie die Absenkung der Direktvermarktungsschwelle braucht es Augenmaß und realistische Umsetzungspfade. Die diesbezüglichen Regelungen müssen dringend einem Praxischeck unterzogen werden“, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae.
Der Bündnis Bürgerenergie (BBEn) sieht neben dem weiteren Ausbau der Photovoltaik-Dachanlagen auch die Bürgerenergie durch den Entwurf gefährdet. „Dach-Photovoltaik ist das Rückgrat der bürgergetragenen Energiewende. Wer sie mit regulatorischen Hürden ausbremst, verspielt günstige Strompreise, regionale Wertschöpfung durch private Investitionen und unsere Energieunabhängigkeit. Das ist kein Fortschritt – das ist energiepolitische Sabotage“, erklärt dazu Valérie Lange, Leiterin Energiepolitik und Regulierung beim Bündnis Bürgerenergie.
Drastische Worte kommen von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). „Dieser EEG-Entwurf ist ein beispielloser Angriff auf die Bürgerenergie und ein Geschenk an die fossile Lobby. Die Bundesregierung verabschiedet sich damit faktisch von ihren eigenen Klimazielen für 2030“, sagt Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. „Statt den Solarausbau auf Millionen Dächern massiv zu beschleunigen, werden private Anlagen finanziell ausgetrocknet, in eine realitätsferne Direktvermarktung gezwungen und durch zusätzliche Auflagen unrentabel gemacht. Das ist ein politisch gewollter Bremsklotz für die Energiewende. Das Gebäudemodernisierungsgesetz hat bereits zentrale Klimaschutzinstrumente verwässert. Jetzt wird auch noch die tragende Säule der dezentralen Stromerzeugung beschädigt. Statt Klimaschutz endlich konsequent umzusetzen, betreibt diese Bundesregierung organisierte Verantwortungslosigkeit.“
So bewerten Unternehmen den Entwurf
Schnelle Reaktionen auf den geleakten Referentenentwurf kamen auch von Unternehmen der Photovoltaik- und Speicherbranche. Der Strategiechef von Sonnen, Felix Dembski, äußerte sich wie folgt: „Der deutsche Strommarkt ist bislang auf Großanlagen zugeschnitten. Ohne konsequente Digitalisierung gibt es dort keinen funktionierenden Marktzugang für kleine Photovoltaik-Anlagen. Wer ihnen jetzt die Investitionssicherheit des EEG entzieht, organisiert absichtlich einen unfairen Wettbewerb. Das ist so, als dürfte in einem Fußballspiel eine Mannschaft mit Stollenschuhen antreten, während die andere barfuß auf den Rasen muss.“
Philipp Schröder, CEO von 1Komma5°, sieht neuere Photovoltaik-Anlagen nicht mehr als den Kostenblock im EEG, dieser stamme von den Vergütungszusagen aus früheren Jahren. Er plädiert daher dafür, auf stärkere Anreize zur Flexibilisierung, sprich Speichernachrüstungen bei Bestandsanlagen, zu setzen. „Solange Netzbetreiber in Deutschland nicht ausreichend digitalisiert sind, kann der reine Marktbetrieb diese Absicherung nicht ersetzen“, sagte Schröder mit Blick auf die geplante Streichung der Einspeisevergütung für kleine Anlagen. „Erst wenn die notwendigen Prozesse und der Smart-Meter-Rollout skalierbar funktionieren, kann eine marktpreisbasierte Vergütung nach dem Marktprämienmodell stabil tragen. Ein Übergang aus der Einspeisevergütung in die ‘sonstige Direktvermarktung’, also ein vollkommen ungefördertes Modell, lehnen wir gänzlich ab und wäre das Knock-Out für das Kleinanlagensegment.“
Markus Meyer, Politikchef bei Enpal, kommentierte: „Die Stoßrichtung stimmt. Solaranlagen müssen stärker in die Systemverantwortung genommen werden. Dafür bietet der Entwurf aber gar keinen Anreiz und ist dazu auch noch unnötig bürokratisch. Wir haben die Technologie, jetzt muss die Politik endlich nachziehen und alle Akteure der Energiewirtschaft in die Pflicht nehmen. Entscheidend ist ein echtes Level Playing Field zwischen neuer und alter Energiewelt.“
Der Chief Product Officer von Solarwatt, Peter Bachmann, hält die dauernden politischen Diskussionen über Einspeisevergütung oder Heizungen für Gift für die Erneuerbaren-Branche. Die sich ständig ändernden Rahmenbedingungen sorgten für zusätzliche Verunsicherung in der Bevölkerung. „Fakt ist aber: Die Anschaffung einer Solaranlage bleibt auch ohne Einspeisevergütung wirtschaftlich attraktiv. Der Anteil der Einspeisevergütung an der gesamten Einsparung durch eine Solaranlage mit Speicher liegt bei etwa einem Viertel. Für die Wirtschaftlichkeit ist viel entscheidender, dass möglichst viel Solarstrom im eigenen Haushalt verbraucht wird“, betonte Bachmann. Nach den Berechnungen von Solarwatt können sich Photovoltaik-Anlagen, die mit Speicher und intelligentem Energiemanagement verknüpft sind, auch komplett ohne Einspeisevergütung nach zehn Jahren amortisieren.
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Danke für den Bericht!
Man sollte alle Lobbyverbände – egal, ob sie für oder gegen PV sind einbinden.
Denn die Wahrheit liegt bekanntlich in der Mitte.
Wie bei allem gibt es nur links und rechts, gut und böse.
Wo bleibt die Vernunft, die Moderation, das Abwägen von Für und Wider?
Die Grünen fragen sich wo soll das GRÜNE GAS herkommen.
Sorry die Grüngasquote, bei der Biomethan dem Erdgas beigemischt werden soll.
Sorry diese Idee kommt nicht von der CDU sondern war auch schon in er Ampel so gewollt und festgelegt.
Ob ein Jahr früher oder später, 5% mehr oder weniger.
Was erzählen Sie da? … die Grünen waren in der Ampel „immer“ gegen den Einsatz von Grüngasen oder Grünölen in Heizungen, weil das technisch und wirtschaftlich ausgegorener Mist ist. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit einem wissenschaftlichen Kurs zu tun. Die FDP hatte auch schon diese seltsamen Lobby-Gelüste, gegen „diesen“ Wahnsinn konnte man sich da noch wehren. Heute die SPD offfenbar nicht mehr, traurig… das ist es dann auch, was von der Unions-Energiepolitik übrig geblieben ist… Gaslobby und Kulturkampf. Ich fürchte, mehr hatten die auch nur für kurze 2 Jahre zu bieten, als FFF ihnen Feuer unterm Hintern machte. Wird jetzt alles wieder einkassiert… voll gegen die Wand… absehbar.
Schauen sie doch bitte nach was unter Habeck beschlossen wurde.!
D.K.
Fallen Sie bitte nicht auf die PV Youtuber rein, welche es nicht wahr haben wollen, die Idee vom Grünen GAS kommt von ursprünglich von Habeck / Ampel.
Nur weil es jetzt von Reiche kommt, ist es nun falsch!
Es ist nur ein Beispiel von Hass und Hetze und Fakenews.
Niranbunmi (soll das eigentlich geistreich sein?), ich erkläre Ihnen gerne den Unterschied. Das aktuelle GEG sieht eine Biogasbeimischungsquote ausschließlich für neue Gas-Anlagen vor … und nicht für alle, so wie jetzt. Wir reden hier also über ganz andere Größenordnungen. Gleichzeitig wurde auf die (Preis-)Risiken aufmerksam gemacht, da eine verpflichtende Beratung vorgeschrieben ist. Auch dieses soll jetzt gestrichen werden.
Auch wenn etwas gleich aussieht, so ist es noch lange nicht dasselbe! Klar?!
Christian
Dan stellen die die Unterschiede dar, wie ich auch geschrieben haben das Konzept ost das gleiche.
Nur weil jetzt die IDEE nicht von HABECK ist, ist kein Grunder berühmeten PV Youtuber die Fakten zu verderhen.
ALT
Sie erneuern Ihre Gas- oder Ölheizung, bevor in Ihrer Gemeinde ein kommunaler Wärmeplan vorliegt.
Sie dürfen eine Gasheizung einbauen und weiter mit Gas heizen. In diesem Fall ist ein steigender Anteil grüner Gase (Biogas oder Wasserstoff) vorgeschrieben:
ab 01.01.2029: 15%
ab 01.01.2035: 30%
ab 01.01.2040: 60%
Sollte Ihre Gemeinde vor diesen Fristen einen Wärmeplan erstellen, gelten die Stufen gegebenenfalls bereits früher. Mit BIO Erdgas aus 65% Biogas sind Sie schon heute auf der sicheren Seite!
Beides ist und wahr quatsch ob CDU oder HABECK
NEU
Allerdings sollen Gas- und Öl-Heizungen mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Kraftstoffe betrieben werden. Dazu zählt die Koalition Biomethan, synthetisch erzeugtes Methan, verschiedene Arten von Wasserstoff und Bioheizöl.
Bei der sogenannten Grüngasquote soll etwa Biomethan dem Erdgas beigemischt werden. Ab Jahresbeginn 2029 soll dieser Anteil bei mindestens zehn Prozent liegen. Der weitere Anstieg bis 2040 soll in Schritten im Gesetz festgelegt werden.
Seit wann machen sich diePV Youtuber Sorgen um Kosten, der CO2 Preis steigt ja denen nicht schnell genug!
Und aktuell bleibt das wichtigste enthalten:
Wer weiterhin einen Austausch seiner alten Heizung plant oder beim Neubau fossile Heizungen vermeiden möchte, kann vorerst weiter auf staatliche Unterstützung zählen: Die Förderung klimafreundlicher Anlagen wie Wärmepumpen soll bis mindestens 2029 sichergestellt werden.
Nein, niranbunmi, das Konzept ist noch nicht einmal das gleiche, da die Größenordnungen völlig verschieden sind. Gasheizungen mit Biomethan-Beimischungen wären im aktuellen GEG nur in sehr wenigen Fällen gebaut worden. Die benötigten Mengen wären gering gewesen.
Im neuen Konzept werden allein für die erste Stufe (10%-Beimischung) dreimal soviel Biomethan benötigt, als aktuell produziert wird. Diese Mengen werden nicht in Deutschland realisierbar sein, die weiteren Steigerungen erst recht nicht!
Kleine Solaranlagen sind eine vergleichsweise teure Form der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien.
Gerade bei der PV Förderung muss man auch die sozialen Konsequenzen diskutieren. Profitiert haben im Wesentlichen Eigenheimbesitzer, bezahlt hat die Allgemeinheit,
Selbst mit dem Wegfall der Förderung im EEG ist es zudem ja nicht so, dass kleine PV nicht mehr gefördert würde. Die Förderung findet nur indirekt statt, weil für eigenverbrauchten Strom keine Netzentgelte , gezahlt werden, ohne dass die Netzkosten dadurch sinken.
Das ist eine Subventionierung durch die übrigen Netznutzer. Das wird sich möglicherweise mit der Neuregelung der Netzentgeltsystematik zumindest abschwächen, Details sind aber noch unklar.
Zudem wird durch Eigenverbraich, keine MwSt, Konzessionsabgabe usw…. bezahlt
„Kleine Solaranlagen sind eine vergleichsweise teure Form der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien.“
@niranbunmi.mt, wie immer, totaler Humbug.
Man muss sich nur mal den LCOE von den kleinen PV Anlagen anschauen…
Mmh, zahlen Sie auch Abgaben, wenn Sie Gemüse aus dem eigenen Garten verzehren? Nein?! Da haben Sie die Antwort.
Wir können es auch gerne wieder kompliziert machen?! Mehrwertsteuer auf alles (Anlage, Stromverkauf, Betriebskosten), Abziehbarkeit der Kosten und Abgabe von Mehrwertsteuererklärungen. Der Staat würde damit wenig gewinnen, am Anfang sogar verlieren. Die Transaktionskosten würden zudem die Mehreinnahmen auffressen. Ich dachte, diese Regierung wollte Bürokratie abbauen?! Das Gilt anscheinend mal wieder nur für alles Andere?!
@Christian: Ich lasse mir aber das Gemüse auch nicht von der Allgemeinheit bezahlen. Ziemlich schräg der Vergleich.
Warum der Wurst auch noch den Schinken hinterher werfen, das fällt mir zu ein der Doppelförderung ein.
@Energetiker
Ich lasse meinen Strom auch nicht von der Allgemeinheit bezahlen, sondern ich liefere Strom zu sehr günstigen Konditionen.
Bleiben wir beim Beispiel mit dem Gemüse. Ich verkaufe als Teileinspeiser aktuell meinen PV-Strom zu 7,xx Cent/ kWh und der Stromanbieter verkauft den gleichen Strom zur gleichen Zeit mit 100%-Aufschlag an seine Stromkunden (also an Sie). [Anmerkung: der mittlere Preis an die Haushalte nur für Beschaffung und Vertrieb liegt 2026 bei ca. 15 Cent/ kWh]. Wenn Sie ihr Gemüse auch an einen Zwischenhändler verkaufen müssten und dieser dann das Doppelte des Einkaufspreises drauflegt, würden Sie dann auch sagen, dass die Einkaufskosten das Problem sind?! Oder läuft hier vielleicht doch eher systemisch etwas falsch?!
Die von Ministerin #Reiche geplante Streichung der festen #Einspeisevergütung für PV-Anlagen sollte in einer Marktwirtschaft eine Selbstverständlichkeit sein.
In einer Marktwirtschaft sollte es auch selbstverständlich sein, dass man einen Marktpreis bekommt. Der vorliegende Gesetzentwurf kann das nicht gewährleisten, er behindert es sogar aktiv.
Die EE sind jetzt 30 Jahre alt & daher ist Auszug aus dem Hotel Mama angesagt.
Mama Reiche schmeißt sie raus. Der Staat kann ihr Betriebsrisiko nicht mehr übernehmen. Wer eine Ware anbietet, die niemand will, kann dafür kein Geld bekommen.
Werdet erwachsen!
Wann hat der Staat das „Betriebsrisiko“ von Solaranlagen übernommen? Zeigen Sie mir mal den Paragraphen, wo das steht?!
Wofür bekommen die Netzbetreiber eigentlich ihr Geld? Obwohl sie dazu per Gesetz verpflichtet sind, können sie bis jetzt weder die intelligenten Stromzähler einbauen noch diese steuern?! Wo ist hier Hotel Mama?
Ich würde alle Netzbetreiber mit einer Pönale belegen und sie zwingen, alle Kosten für negative Strompreise und Redispatch zu übernehmen, bis sie das können. Diese naheliegende Lösung sieht Frau Reiche merkwürdigerweise nicht?! Fast alle Länder um uns herum sind da weiter und besser!
Könnte es daran liegen, dass Frau Reiche vorher bei einem Unternehmen des EON-Konzerns gearbeitet hat, an dessen Stromnetz 50% aller Solaranlagen angeschlossen sind (und 70% aller Windanlagen)?!
Die #Grünen wollen das die Kassiererin und die Krankenschwester mit ihren Steuern weiter die PV Anlagen des grünen Klientels subventionieren. Die #CDU möchte das nicht.
Sie hören sich ja schon fast so an wie Linnemann (verdeckt auf Werbungstour für die CDU?)
„Wer’s nötig hat?“
niranbunmi.mt schreibt
Wind und Sonne schreiben solange keine Rechnung, wie der Steuerzahler sie übernimmt. Genau das ist die Aussage der grünen Kritik an Ministerin #Reiche.
@ niranbunmi.mt
Grundsätzlich haben Sie ja Recht, wenn Sie schreiben die EE sind erwachsen geworden. Mit Ihren von viel Unkenntnis geprägten Kommentaren zeigen Sie aber auch dass Sie ein Opfer der „Nebelkerze“ EEG Konto sind. Dass die EE – die sie endlich selbstständig machen wollen – in unserem Strommix lediglich als Überschuss missbraucht werden, scheint ihnen noch nicht aufgefallen zu sein.
Was übernimmt den der Steuerzahler ??
Der Staat, sprich der Steuerzahler übernimmt auf dem EEG Konto die „Numerische“ Differenz zwischen Einnahmen ( Börsenpreise ) und Ausgaben ( EE Vergütungen ) die entsteht weil Sonne und Wind keine Rechnungen schicken, und deshalb die Börsenpreise, sprich Einnahmen auf dem Konto sinken. Nun erklären Sie mal den Lesern hier für was und wo eine Rechnung anfällt, wenn auf dem Strommarkt die Börsenpreise sinken, und die Versorger billiger kaufen kann.
Bevor Sie weiterhin hier so spektakulär die EE infrage stellen, beantworten Sie bitte die folgende Frage. Welche Kosten muss der Steuerzahler übernehmen, weil die Börsenpreise sinken, und die Versorger sich billigen Strom beschaffen können.?
Es fängt schon wieder an: Heute 6h lang drücken Wind und PV den Strompreis auf Null.
Dynamische Stromtarife sind pure Selbstwehr um selbst davon zu profitieren, denn diese Party zahlen alle zusätzlich per Steuern.
Konkret wird spannend, wann kleine Haushaltsakkus unter 6ct/kWh mit Verlusten fallen, dann kommt ein Tsunami an Kleinspeichern…
@niranbunmi.mt,
„Es fängt schon wieder an: Heute 6h lang drücken Wind und PV den Strompreis auf Null.“
Du „arbeitest“ 🤔 ja gerne mit Fakten und Argumenenten…
… also bleib auch dabei 🤣
Das war schon gestern (27.2.26) der Fall.
https://data.nordpoolgroup.com/auction/day-ahead/prices?deliveryDate=2026-02-27¤cy=EUR&aggregation=DeliveryPeriod&deliveryAreas=GER
und: Man muss sich nur den Wetterbericht anschauen, der beste Indikator für null oder negative Preise an der Strombörse.
niranbunmi.mt schrieb:
„Es fängt schon wieder an: Heute 6h lang drücken Wind und PV den Strompreis auf Null.“
Ich sehe, du hast es immer noch nicht verstanden. Weder wird heute Strom an Endkunden zu negativen Preisen verkauft, noch liefert irgend ein Gas- oder Kohlekraftwerk Strom zu negativen oder auch nur niedrigen Preisen.
Das Einzige, was heute passiert ist, dass reichlich EEG Fördergelder in die Taschen von Gas- und Kohlekraftwerksbetreibern fließen. Knapp unter 100% des heute an Endkunden verkauften Stroms ist zu sehr angenehmen (Fest)Preisen vor ein bis zwei Jahren von Kohle- und Gaskraftwerken verkauft worden. Der Börsenpreis reguliert nur, wie viel diese selbst liefern müssen oder aber dafür bezahlt werden, nicht selbst zu liefern.
Noch einmal:
Kein Endkunde kauft zum Börsenpreis. Abgesehen von einer sehr geringen Menge ist der gesamte Strom zum Festpreis verkauft worden, ob er benötigt wird oder nicht. Und zwar von Kohle und Gas.
@Dirk Schiller:
Der Steuerzahler subventioniert die Einspeisung bei 0 ct mit rund 11 ct/kwh.
Gekauft wird das im Ausland zu 0 ct, und wenn nicht geliefert werden kann wegen fehlender Leitungen werden Reservekraftwerke dafür anspringen müssen.
Das sind alles Milliarden an Kosten, in der Summe wird die PV mit 10 Mrd p.a. subventioniert, rund die Hälfte Kleinanlagen.
Das muss doch irgendwann mal ein Ende haben, oder nicht?!
@Energetiker
Bei neuen teileinspeisenden PV-Anlagen sind es weniger als 8 Cent/ kWh. Und das ist auch der Preis, wenn der Börsenstrompreis teurer ist und auch wenn ihr Stromlieferant ihnen einen höheren Preis in Rechnung stellt. Im Mittel lag der Börsenstrompreis im letzten Jahr bei 9 Cent/ kWh.
Dass PV-Anlagen generell den Strompreis senken, ist eher eine Leistung als ein Makel. Jedes GWp-Modulleistung, das neu installiert wird, senkt statistisch c.p. den Börsenstrompreis um 0,1 Cent/ kWh und verringert so die Kosten für die Allgemeinheit um 500 Mio. EUR p.a. Im Gegenzug kostet die Allgemeinheit bei Teileinspeisern ein GWp neu installierte Leistung dagegen nur eine Vergütung von ca. 30 Mio. EUR p.a. ( 1000 MWp x 1000 MWh/ MWp x ca. 30 EUR/ MWh). Die 30 EUR/ MWh sind ungefähr die Differenz zwischen Vergütung und Marktwert.
„Einspeisung“
die Einspeisung von qualitativ hochwertigem (CO2-reduziertem, vorfinanzierten, wirtschaftsförderlichen, etc.) Strom als Stromerzeugungslaien und Strommarkt-/-erzeugungsexpertInnen mit 3kW(p) oder auch 4MW(p) Einspeiseanlagen (als Einzeleinspeiser und im Verbund mit anderen Kraftwerkstypen im Stromkonzernmix) in lokale Niedrigspannungsnetze im Stromverteilnetz und in Mittel- bis Hochspannungsnetze, teils, der Übertragungsnetzbetreiber, etc., in Teilhabe zur Energiewende …
Im europäischen Kontext und mit Berücksichtigung der Wettersituationen hat der DWD (2018) analysiert, dass ‚kalte Dunkelflaute‘, mit Berücksichtung des ‚EE‘-Kraftwerksverbundes, mit alleinig onshore Windkraft (in einem Zeitraum von 20 Jahren, 1995-2015, länger als 48h Dauer und 10% Einspeiseuntergrenze von Wind und Solar) ca. 23 Ereignisse, mit offshore Windkraft (also Windkraft gesamt) dann 13 Ereignisse. Wenn auch die Photovoltaikeinspeisung in die Analyse miteinbezogen wird reduzieren sich die Zeiten der reduzierten Einspeisung aus EE auf 2 Situationen. Über Europa vernetzt: „Über das europäische Energiesys-tem hinweg verbleibt ein statistischer Wert von 0,2 Dunkelflauten, was mit meteorologi-schen Ausgleichseffekten begründet werden kann“ …
Energetiker schrieb:
„Der Steuerzahler subventioniert die Einspeisung bei 0 ct mit rund 11 ct/kwh.“
Selbst wenn das so ist, wer genau bekommt denn die 11ct/kWh? Schau mal nach, was „Hedging“ bedeutet.
Der (nahezu ausschließlich Gas-/Kohle)Strom, welcher in Zeiträumen mit 0ct/kWh Börsenstrompreis an die Kunden geliefert wird, wurde ja für 10-12ct/kWh verkauft. Der wird nur nicht geliefert. Das Geld bekommen die Gas-/Kohlekraftwerke trotzdem. Woher? Ja, genau, aus dem EEG. Ergo wird nicht die Einspeisung subventioniert, sondern die Nichteinspeisung. Bei Wind- und Solareinspeisern ist es nur ein Durchlaufposten, denn die müssen im Gegenzug ihre Leistung kostenlos erbringen, wenn sie am „Markt“ teilnehmen.
niranbunmi.mt schreibt.
Es fängt schon wieder an: Heute 6h lang drücken Wind und PV den Strompreis auf Null.
Dynamische Stromtarife sind pure Selbstwehr um selbst davon zu profitieren, denn diese Party zahlen alle zusätzlich per Steuern.
@niranbunmi.mt
Jetzt offenbaren Sie Ihre Wissensgrenze mit der Sie die EE ins falsche Licht stellen.
Das war von den Urvätern des EEG nämlich mal anders, und zweckdienlich geregelt. Das, was Sie nun hier kritisieren konnte gar nicht vorkommen. Bis 2010 wurden die EE den Versorgern entsprechend ihrem Versorgungsvolumen anteilmäßig mit sogenannten „Grünen Bändern“ zugeteilt.
Auf dem Strommarkt waren sie wie im Folgenden gezeigt integriert.
Klicken Sie die folgende Merit Order Grafik an und scrollen Sie das vierte Bild nach oben
https://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order
Da sehen Sie, wegen der grünen Zwangszuteilung sinkt die graue Nachfrage von N1 auf N2 und infolge dessen der Preis von P1 auf P2
Seit 2010 müssen die EE separat am Spotmarkt der Börse verkauft werden. Sie werden dort quasi als Überschuss verramscht.und es entstehen Phasen die Sie hier anprangern.
Verschiedene Studien bestätigen das
Siehe z.B hier: https://www.ee-news.ch/de/article/27409
Zitat: Billig an der Börse Das steigende Angebot an erneuerbaren Energien – so beleuchtet die Studie – lässt die Preise am Spotmarkt der Strombörse sinken. Betreiber von konventionellen Kraftwerken, die ihren Strom schon lange vorher zu hohen Preisen verkauft haben und termingerecht liefern müssen, können ihren Gewinn aber noch steigern, indem sie den Strom nicht selbst erzeugen, sondern billig an der Börse kaufen. Ausgerechnet die schmutzigen Kraftwerke werden so zu Gewinnern der Energiewende. Zitat Ende.
Billig an der Börse, warum und für wen ???
Und nun die heutige Situation auf das ursprüngliche EEG bis 2010 umgelegt würde bedeuten, die 6 Stunden wären beim gestrigen Day Ahead Handel berücksichtigt und schon verkauft worden und dadurch konventionelle Leistung weniger Nachgefragt worden. N1 wäre auf N2 gesunken, und entsprechen P1 auf P2.
Die Energiewende ist kein Kindergeburtstag, man muss sich schon etwas damit beschäftigen, bevor man so intensiv hier auftritt wie Sie das tun.
Die Dame ist die damalige Staatssekretärin des Ministers, der vor Jahren die Solarindustrie in die Knie gezwungen hat. Jetzt ist sie Ministerin und macht da weiter. Und die Dame hat eine einfache Strategie. Und wir alle fallen darauf rein:
Sie will den Diskurs in eine bestimmte Richtung drücken. Und diese ist „Solar rechnet sich nicht für Privatleute – laßt die Finger davon“. Und wenn ich Euch die EEG wegnehme, dann lohnt sie sich 10mal nicht mehr. Und wenn ihr dann noch nicht die Nase voll habt … tja dann, dann lass ich die Bürokratie auf Euch los.
Das ist mies. Aber genau das ist Ihre simple Strategie. Und die Presse fällt voll drauf rein. Von SOLARHAMMER ist die Rede. Bäm! Jetzt geht´s der dreckigen Solarbranche an den Kragen. Endlich! Wir zahlen das ja alles. Bäm!
Da steht keiner auf und sagt: Dann nehmt uns doch die EEG. Die Anlage amortisiert sich trotzdem unter 10 Jahre. Zumindest wenn sie fair kalkuliert und nicht total überteuert von 1komma5 oder Enpal kommt.
Neee, denn dann müsste man ja mal begreifen was ein Elektron ist und wie der Fluß von Elektronen funktioniert. Kollegen Presse! Solarstrom ist Nachbarschaftsstrom. Der Strom der heute in einer Stadt mit ca. 15.000 Einwohnern durchschnittlich produziert wird, verläßt diese Stadt nie. Er wird direkt in der Stadt verbraucht. Der wird nirgendwo hin transportiert. Der wird fast immer direkt verbraucht. Und wenn nicht direkt … tja, wie wär es mit Quatiersspeichern?!
Aber ich weiß schon, dass ich für ein einfaches Reporterhirn schwer zu begreifen. Dann doch lieber „Solarhammer … jetzt lohnt sich die PV gar nicht mehr“. Die Presse … da lachste Dich kaputt.
Wer hätte das gedacht, die CDU macht Politik gegen das eigene Land und die Bürger die in demselben leben. Was für eine riesige Überraschung. Da können sich ja die Scheichs und Oligarchen freuen, dass das Geld weiter von unten nach oben und aus dem Inland ins Ausland geschaffen wird.
Traurig einfach nur, dass es soviele Menschen gibt die das auch noch unterstützen. Wer CDU wählt, läuft komplett am Leben vorbei. Die Realität wird diese Menschen auch noch einholen aber erst nachdem alle darunter gelitten haben.
Deswegen sind die Gaskraftwerke die Habeck wollte ja Wasserstoff Ready… blöderweise hat er niemand auf der welt gefunden, der bezahlbaren Wasserstoff liefern will.
Wenn haber Katharina Reiche Gaskraftwerke bauen will, dann bekommt sie den Spitznamen Gas Kathi…
Wer stoppt endlich hier mal diesen kompletten Blödsinn, welchen dieser Typ hier immer wieder von sich gibt???
@Uwe D.
Ich gehe davon aus, dass er ein MA vom PV-Magazin ist. Anderst kann ich mir es nicht erklären.
Irgenwie muss man hier ja für Traffic sorgen und wie kann man das am Besten? Genau so ist es …
Genau, unseren Traffic generieren wir durch Kommentare von eigens bezahlten Trollen. Danke, Herr Blechinger, für diese detektivische Meisterleistung!
@Frank Blechinger,
ich lebe nun seit knapp 20 Jahren im Land der Trolle.
Allerdings ist mir ganz neu, daß sich diese Kumpels so schnell reproduzieren.
Mit Argumenten ist nicht beizukommen… niranbunmi.mt geht selten auf Fragen ein, sondern haut Schlagzeile nach Schlagzeile raus – von zweifelhaften Insta-Posts.
Abhilfe: https://www.deutschlandfunkkultur.de/mit-ignoranten-reden-warum-man-mit-argumenten-oft-nicht-100.html
EEG ist eine Subvention. Ohne diese Subvention würden EE Anlagen in der freien Marktwirtschaft nicht überleben.
Richtig ist: es gibt keine Diesel Subventionen. Der Staat bekommt von Diesel weniger Steuern, bezahlt aber keinen einzigen Cent.
Achso….und die Schäden vom Ahrtal, die zunehmende Dürre, die zunehmenden Hitzetoten? Die zahlt keiner?
Natürlich überleben EEG Anlagen ohne Subvention. Sonst würden die Saudis keine bauen. Ich weiß nicht von wem Sie sich schmieren lassen….von den Russen, von RWE oder von Trump. Überzeugend ist es aber nicht.
@niranbunmi.mt
Warum reagieren Sie nicht auf meinen Kommentar vom 28 Feb. um 14.05 Uhr, wo ich Sie mit ihrer mangelnden Sachkenntnis konfrontiert habe , und weichen auf Nebensächlichkeiten aus.??
Also richtig ist, dass Steuerermäßigungen wie beim Diesel definitiv auch zu den Subventionstatbeständen gehören.
Beim EEG ist es ein wenig komplizierter. Die Zahlungen für das EEG kommen vor allem aus dem KTF und nicht aus dem Haushalt. In ein paar Jahren werden die Einnahmen durch den ETS-1 und -2 ausreichen, alle Zahlungen für das EEG decken zu können.
Im Prinzip ist es aber schon heute so, dass neue Anlagen keine Subventionierung durch den Staat mehr bedürfen. Wenn kleine teileinspeisende PV-Anlagen nur noch eine Vergütung von 7,xx Cent/ kWh erhalten, der mittlere Preis für Beschaffung und Vertrieb (15 Cent/ kWh) im Strompreis der Haushalte aber doppelt so hoch ist, wo soll da bitte schön eine Subventionierung vorliegen?! Außerdem, gäbe es die vielen PV-Anlagen nicht, dann wäre der Strompreis noch höher! Denn nachweislich senken (!) statistisch PV-Anlagen den durchschnittlichen Strompreis. Für jede neu gebaute GWp-Modulleistung verbilligt sich der Börsenstrompreis c.p. um 0,1 Cent/ kWh.
@niranbumni.mt
ich widerspreche bei einigen Fakten.
1. Fakt „Eigener Gartenanbau“. Ich erhalte heute für 1.000 € 4 PV+Module + einen 2 kWh Speicher inkl. Montageset. Würde für mich bedeuten ca. 2.000 kWh/a. Das funktioniert ohne Einspeisung. Gerne kann hierfür der Bereich Netzentgelte auf einen Grundpreis bzw. wie Italien/Spanien Leistungsreis umgelegt werden. Das macht eh mehr sinn als ein Arbeitspreis/kWh.
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2. EFH PV-Anlagen liegen aktuell bei 1.600 €/kWp/kWh (10 kWp + 10 kWh Speicher für 16.000 €). EEG wird hier nicht mehr benötigt. Ein Marktwert Solar i.H.v. 3 Ct./kWh wird ausreichen. Netzentgeltbeteiligung wird ab 2029 über Grundpreis / Leistungspreis kommen. [Bayernwerk/E.On/Westenergie/Reiche]
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3. Aktuelle Groß PV Projekte 800 €/kWp/kWh – [800.000 € für 1 MWp + 1 MWh Speicher]. Das sind mittlerweile unschlagbare CAPEX Kosten. Nicht zu vergessen, es werden keine Brennstoffkosten benötigt. Sollte 2029 durch CDU/AFD der CO2 Preis abgeschafft werden, (EU weiter Kompromiss notwendig), wären diese auf ähnlichem Niveau wie Strompreise aus Erdgas. Braunkohle könnte jedoch unter diesem Preis liegen, da Braunkohle bei 70 €/tCo2 aktuell die Merit Order prägt. [ca. 7ct/kWh ist ein fiktiver CO2 Preis).
Ich sehe den Widerspruch nicht, ansonsten weitgehende Zustimmung.
CAPEX setzt allerdings voraus, das jede KWh eingespeist wird, das wird in Zukunft immer schwerer. Siehe jetzt schon dauernde im März Börsenpreise von 0. Da verdient niemand wer was bei, aber der Steuerzahler muss dafür zahlen.
Die Beiträge von nirabunmi.mt lese ich schon lange nicht mehr! Ich tippe mal er ist ein Mitarbeiter aus einem Büro im Wirtschaftsministerium! Mit dem sich hier auszutauschen ist zwecklos, habe ich schon vor 1 1/2 Jahren für mich festgestellt. Genauso wie schon damals ganz klar war!
Die Wirtschaftsministerin ist nicht nur die „Gas Kathi“. Sie ist die Top Lobbyistin der großen Energiekonzerne!
Es lohnt nicht dazu Weiteres zu kommentieren.
Sorry, aber eine hohe Vergütung und der größte Anteil Speis am Nachmittag im Netz – das konnte nicht gutgehen.
Und bitte nicht schreiben, der Strom geht doch gleich zum Nachbarn. Wasserstoff? und mit Akkus. kommen.
Auf der einen Seite haben wir Frau Reiche mit ihrer GAS-Ideologie, auf der anderen Seite die PV-Blase.
Mit dem Motto „Macht die Dächer voll” wird nicht gesagt, wer den Netzausbau bezahlen soll.
Oder anders gesagt: Bei den PV-Youtubern geht es nur um die Erzeugung, ohne die Systemkosten zu sehen oder sehen zu wollen.
… die unverhältnismässige ‚Gleichbehandlung‘ von Kleinanlagen und Flächenanlagen (bezogen auf einen Kostenfaktor je Leistungseinheit, bspw. je kWp oder je kVA und Stromnetzbeanspruchung je Entfernung zu Stromverfügbarkeit(BESS) und/oder StromkundInnen) scheint unverhältnismässig im Grundsatz der Teilhabe für Laien gegenüber Strommarkt-, -netz- und -versorgungsprofis/konzernen?
eine Bagatellgrenze im Bereich zwischen 3 bis 5/7kWp scheint weiterhin geboten, für wirtschaftliche/entwicklungsbezogene Teilhabe, und damit der Stärkung von Basisdemokratie, etc.
Sorry, aber es gibt keine hohe Vergütung mehr für neue PV-Anlagen. Zeigen Sie mir doch mal, welche konventionellen Anlagen ihnen den Strom günstiger anbieten könnten und dabei kostendeckend wären?!
Antworten Sie doch mal wenigstens auf eine Frage! Danke.
ist noch keinem aufgefallen, dass das so kommen muss?
Die EU in Vertretung der großen Energiekonzerne hat für 750Milliarden Euro Fossile Brennstoffe von den USA gekauft. Die müssen verbrannt werden. Die sind gekauft also müssen sie auch abgenommen werden.
Da ist was wahres dran . Die Brennstoffe sind zwar nicht direkt schon per Vertrag gekauft, aber das Versprechen wurde von Seiten der EU den Vereinigten Staaten von Nordamerika gegeben. Wegen dem Handelsdefizit der USA.
Wie leicht man in ein hartnäckiges Handelsdefizit rutschen kann , sieht man an Deutschland.Bis vor einigen Jahren noch Exportweltmeister ohne Binnennachfrage, jetzt Defizitmeister gegenüber China – und weiterhin ohne Binnennachfrage. Deutschland lebt aber sowas von der Substanz,dass es bald ein böses Erwachen geben wird.Und dies wird sich auch bis ins private durchfressen.
Die Kinder der geburtenstarken Jahrgänge mit „wohlhabenden“ Eltern glauben praktisch unisono , dass sie dereinst das abbezahlte Grundstück mit Bungalow erben werden. Für einige wird dieser Traum wahr , viele andere werden erleben dass ihre Eltern ihren gesamten Besitz in Geld umwandeln, um das sonnige Pflegeheim und die Kreuzfahrt um Norwegen bezahlen zu können.
Auch 400 K EURO sind in einem Pflegeheim locker in ein paar Jahren via Zuzahlung weggevespert.
Die Politik sollte wenigstens für günstigen Strom sorgen, und dabei ganz pragmatisch die Erneuerbaren Energien für bare , quasi geschenkte , Münze nehmen.
… wobei die Frage bleibt, ob ‚Europa‘ als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen wird oder als Erfüllungsgehilfe für ‚fremde‘ Interessen, wobei man die Nato, auch nicht als ‚fremde‘ Interessen, zur Verteidigungspolitik, unisono, darstellen könnte.
Diese Rohstoff’deals‘ sind (zum. indirekt) auch ein Teil der Vereinbarungen, innerhalb eines Allianzbündnisses(?) und die mit einem ’stagnierenden‘ Kapitalismus (erwartetes Wachstum in einem ressourcen-begrenzten System) verbundenen Hemmnisse(?)
Auch die USA (als staatliches System) können zuverlässige Geldmittel, für den Staatshaushalt, brauchen(?) …
Wir sollten (bspw.) Photovoltaik- oder Windkraft-Komponenten liefern können(?)
ausserdem fragt man sich doch, wenn die FF Anlagen so wirtschaftlich sind, wieso werden die dann gefördert und wieso braucht ein Konzern wie eon der seit seiner Gründung ca. 55-65 Milliarden Gewinn gemacht hat überhaupt noch irgendeine Förderung?
„Eine exakte Summe über alle 24 Jahre hinweg ist schwer zu beziffern, da E.ON durch Fusionen, Abspaltungen (wie Uniper) und Strategiewechsel extreme Schwankungen erlebte – von Milliardengewinnen bis hin zu Rekordverlusten.“
Grob überschlagen ergibt sich jedoch folgendes Bild:
Die „fetten Jahre“ (ca. 2000–2010): In der ersten Dekade nach der Fusion erzielte E.ON oft jährliche Nettogewinne zwischen 3 und 8 Milliarden Euro. Allein bis 2010 sammelten sich so schätzungsweise über 50 Milliarden Euro an Überschüssen an.
Die Krisen- und Umbauphase (2011–2016): Mit dem Atomausstieg und der Krise der konventionellen Energieerzeugung folgten massive Abschreibungen. 2016 verzeichnete E.ON mit einem Minus von rund 9 Milliarden Euro den höchsten Verlust der Firmengeschichte.
Die neue E.ON (seit 2017): Nach der Neuausrichtung auf Netze und Kundenlösungen stabilisierten sich die Gewinne wieder. In den letzten Jahren (2021–2025) lag der bereinigte Konzernüberschuss meist zwischen 2,5 und 3,1 Milliarden Euro pro Jahr.
Fazit: Zieht man die massiven Verluste der Umbaujahre von den hohen Gewinnen der Anfangszeit ab, dürfte der kumulierte Nettogewinn seit Gründung schätzungsweise in einem Korridor von 55 bis 65 Milliarden Euro liegen.
@ niranbunmi.mt schreibt
Auf der einen Seite haben wir Frau Reiche mit ihrer GAS-Ideologie, auf der anderen Seite die PV-Blase.
@ niranbunmi.mt
Wieder eine Falscheinschätzung infolge fehlendem EEG Grundwissen.
Eine PV Blase hätten wir doch gar nicht wenn die EE noch vorrangig mit den „Grünen Bändern“ verbraucht werden müssten, wie das bis 2010 Gesetz war. Die Erneuerbaren wären beim gestrigen Day Ahead Handel angeboten und verkauft worden, und die Fossilen – die für die Blase verantwortlich sind – wären gar nicht zum Zuge gekommen. Nur so geht Energiewende.
Für all diejenigen, die es interessiert was uns der „niranbunmi.mt“ da aus Unkenntnist oder bewusst erzählen will, der lese meinen obigen Kommentar vom 28 Feb. um 14.05 Uhr. Diesem zu widersprechen scheut er übrigens wie der Teufel das Weihwasser.