Vattenfall kombiniert Windkraft und Photovoltaik mit innovativem Anschlusskonzept

Vattenfall, Windpark, Eifel

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Ein kombiniertes Kraftwerk mit knapp 25 Megawatt wird Vattenfall in der Südeifel realisieren. Das Hybrid-Kraftwerk „Hommerdingen-Biesdorf“ bestehe aus vier Windkraftanlagen mit insgesamt 17 Megawatt und einer Photovoltaik-Anlage mit 12.000 Modulen und 7,6 Megawatt Leistung, teilte der Energiekonzern am Freitag mit. Der Windpark entstehe in der Gemeinde Hommerdingen und der Solarpark in Biesdorf, unweit der Grenze zu Luxemburg.

Der Anschluss erfolgt dabei an einem gemeinsamen Anschluss an das Verteilnetz von Westnetz. Die Photovoltaik-Anlage werde dabei nicht gesondert angeschlossen, sondern als Teil des Windparks. „Der Solarpark wird damit technisch quasi wie eine weitere Windturbine betrachtet, so dass nur ein Netzanschluss für die gesamte Anlage nötig ist“, erklärte Vattenfall zu seinem Konzept. Westnetz habe dieser innovativen Variante zugestimmt.

Vattenfall, Windpark und Solarpark an einem Netzanschluss, Niederlande
In den Niederlanden hat Vattenfall bereits mehrere dieser Hybridkraftwerke gebaut.

Foto: Vattenfall

„Wir freuen uns, dass wir die Kombination aus Wind und Sonne gemeinsam mit unserem Netzpartner Westnetz umsetzen können. Denn die sich gut ergänzenden Erzeugungsprofile von Wind und Solar entlasten das Verteilnetz gegenüber der jeweils einzelnen Erzeugungstechnologie“, sagte Philipp Heucke, Leiter des Bereichs Onshore Wind Development bei Vattenfall in Deutschland. Insgesamt werde mit der Anlage das Verteilnetz effizienter genutzt und das Risiko einer Netzüberlastung reduziert. „Zudem verringern sich die Kosten für den Netzanschluss im Vergleich zu Stand-alone-Anlagen deutlich“, sagte Heucke weiter.

In den Niederlanden verfolgt Vattenfall das Konzept des gemeinsamen Netzanschlusses von Wind- und Solarparks bereits seit Jahren. In Deutschland sei es nun das erste Mal, dass die Kombination in einem Hybrid-Kraftwerk realisiert wird.

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