Photovoltaik-Installateur Sungrade geht in übertragende Sanierung

Ortsausgangsschild, Insolvenz

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Am 2. Oktober letzten Jahres hatte das Amtsgericht Neu-Ulm die vorläufige Verwaltung über das Vermögen der Sungrade Photovoltaik angeordnet und Florian Zistler von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das Unternehmen mit seinerzeit 26 Angestellten, an dem ausweislich des Jahresberichts 2024 der Energiekonzern EnBW 30 Prozent der Anteile hielt, konnte aber nicht fortgeführt werden. Am 1. Dezember 2025 wurde deshalb das Verfahren eröffnet und Zistler zum Insolvenzverwalter bestellt.

Am Freitag konnte nun eine Lösung präsentiert werden. Nach Angaben der Kanzlei Pluta übernimmt als „Ergebnis einer intensiven Abstimmung zwischen allen Beteiligten“ die neugegründete Energie Manufaktur Günzburg GmbH mit Wirkung zum 1. Februar im Rahmen einer übertragenden Sanierung „die überwiegenden Vermögenswerte“ von Sungrade. Genauere Angaben wurden nicht gemacht.

„Der Asset Deal bietet dem Solaranlagenspezialisten eine Perspektive“, so Zistler. Der Geschäftsbetrieb von Sungrade wurde den Angaben zufolge in den vergangenen Monaten während des laufenden Investorenprozesses fortgeführt. Ralf Prestin, einer der beiden Sungrade-Geschäftsführer, soll auch bei der Solar Manufaktur Günzburg die Geschäfte führen. Der zweite Sungrade-Geschäftsführer Stefan Sommerer-Wagner wird in diesem Zusammenhang nicht erwähnt.

Die Energie Manufaktur Günzburg soll künftig Lösungen aus Photovoltaik, Batteriespeicher und Wallbox anbieten. Zum Vertrieb gehören Beratung, Installation und Servicedienstleistungen.

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