Terralayr erhält bis zu 160 Millionen Euro zur Realisierung großer Batteriespeicher in Deutschland

Speicher, Terralayr, Deutschland

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Die Banken scheinen zunehmend Vertrauen in den Batteriespeicher-Markt zu fassen. So vermeldete Terralayr am Montag, dass es sich die bislang größte Fremdfinanzierung in der Unternehmensgeschichte sichern konnte. Die Vereinbarung sehe eine vorrangig besicherte Fremdfinanzierung in Höhe von 60 Millionen Euro für ein Portfolio von großer Batteriespeicher in Deutschland vor. Zudem sei mit dem Konsortium rund um ABN Amro und die Commerzbank eine Accordion-Fazilität über weitere 100 Millionen Euro zur Finanzierung zusätzlicher Projekte nach definierten Kriterien aus der Pipeline vereinbart worden, so Terralayr.

Die Transaktion enthalte innovative Elemente, so das Unternehmen mit Hauptsitz im schweizerischen Zug weiter. Die Finanzierung wird demnach durch einen Tolling-Vertrag unterstützt, der jedoch nicht an einzelne Anlagen gebunden ist, sondern über die Softwareplattform „LAYR“ von Terralayr umgesetzt werde. Dies ermögliche eine höhere Diversifikation.

Zudem sollen bei dem Portfolio an Batteriespeichern, die mit dem Geld zur Realisierung gebracht werden, Skaleneffekte genutzt werden. Konkret geht es um neun netzgekoppelte Batteriespeicher, die sich alle im Übertragungsnetzgebiet von Teennet befinden. Sie verfügen Terralayr zufolge über eine Leistung zwischen 6 und 20 Megawatt und würden als Zwei-Stunden-Systeme ausgelegt. Insgesamt verfügen die Projekte über eine Leistung von 112 Megawatt und eine Kapazität von 238 Megawattstunden. Acht Batteriespeicher seien aktuell im Bau, eine Anlage bereits am Netz, so das Unternehmen weiter. Dabei hat das Unternehmen EPC-Verträge und langfristige Betriebsvereinbarungen mit drei verschiedenen Anbietern geschlossen, um die Ausführungsrisiken zu streuen.

Für 55 Megawatt des Portfolios hat Terralayr einen Tolling-Vertrag über sieben Jahre mit dem Energiekonzern Vattenfall geschlossen. Dies sorgt für stabile und langfristig kalkulierbare Einnahmen. Die restliche Leistung der Batteriespeicher wird am Strommarkt vermarktet und über die Softwareplattform optimiert. Diese ermögliche die Teilnahme an Regelenergiemärkten, Großhandelsstrommärkten sowie an den Virtual Battery Auctions des Unternehmens. Außerdem gewährt sie mehreren unabhängigen Optimierern den Zugriff auf die Kapazitäten der Batteriespeicher.

„Der Financial Close dieser Finanzierung ist ein wichtiger Meilenstein für Terralayr. Er zeigt, dass diversifizierte, portfoliobasierte Batteriespeicherprojekte mit ausgewogenem Erlösprofil in Deutschland bankfähig sind“, sagte Mitbegründer und CEO Philipp Man. Für ABN AMRO ist die Transaktion die erste Finanzierung großer Batteriespeicher im deutschen Markt. Auch für die Commerzbank sei es die „erste eigenständige Transaktion im Bereich netzgekoppelter Batteriespeicher im deutschen Markt.

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