Silberpreis erreicht mit 108,17 US-Dollar pro Unze neuen Höchststand

Silber

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von pv magazine Global

Der Silberpreis stieg am Montag weiter sprunghaft an und erreichte mit 108,17 US-Dollar pro Unze einen neuen Höchststand. Allein in den vergangenen sieben Tagen stiegen der Preis um fast 15 Prozent gegenüber 94,73 US-Dollar pro Unze. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Silberpreis lag im Jahr 2024 bei 28,27 US-Dollar pro Unze. Im Januar 2025 lag der Preis bei 31,30 US-Dollar pro Unze und im Juni bei 36,11 US-Dollar pro Unze, was für die Photovoltaik-Branche noch als tragbar galt.

Philip Newman, Geschäftsführer des britischen Marktforschungsunternehmens Metals Focus, hatte zuvor berechnet, dass bei einem Silberpreis von etwa 70 US-Dollar pro Unze Silber etwa 18 bis 20 Prozent der Gesamtkosten für die Herstellung von Solarmodulen ausmachen würde. Bei den aktuellen Preisniveaus wird dieser Anteil auf mehr als 30 Prozent geschätzt.

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Die steigenden Silberpreise drängen die Photovoltaik-Hersteller unterdessen zur Verwendung von Kupfer als Metallisierungsmaterial. Letzte Woche hob der chinesische Anbieter von Metallisierungspasten DK Electronic Materials diesen Trend hervor. Er veröffentlichte, dass ein Kunde im Gigawatt-Bereich seine kupferreiche Paste für die kommerzielle Produktion einsetzen werde.

Nach Aussage von Radovan Kopecek, Mitbegründer und Direktor des deutschen Forschungsinstituts International Solar Energy Research Center Konstanz (ISC Konstanz), ist eine sofortige Umstellung auf Kupfer technisch und wirtschaftlich machbar. „Der Kupfer-Siebdruck lässt sich schnell umsetzen, und wir haben bereits viele Anfragen dazu erhalten“, erklärte er auf Anfrage von pv magazine.

Ning Song von der University of New South Wales (UNSW) in Australien erklärte, dass selbst wenn die Verwendung einer Paste mit hohem Kupferanteil zu einem geringen Effizienzverlust führt, der Preisnachteil für die Hersteller akzeptabel sein dürfte. „Dieser Kompromiss ist akzeptabel, wenn dadurch keine neuen Risiken für die Zuverlässigkeit entstehen. Letztendlich hängt die Entscheidung davon ab, wie gut der Effizienzverlust auf Modul- und Systemebene ausgeglichen werden kann“, erklärte sie pv magazine.

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