Atlas zeigt regionalen Stand des Smart-Meter-Pflichtrollouts

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Wie weit ist der grundzuständige Messstellenbetreiber an meinem Wohnort beim Smart-Meter-Rollout? Welche Unternehmen sind vorbildhaft, welche hinken hinterher? Wer hat noch gar keine Smart Meter installiert? Fragen wie diese beantwortet der Smart-Meter-Atlas, den Octopus Energy, Tibber, Ostrom und Rabot.energy jetzt online gestellt haben. Die vier Unternehmen haben sich Anfang 2024 zur Smart-Meter-Initiative zusammengeschlossen. Die Gruppe wirbt für eine Beschleunigung des Smart-Meter-Rollouts.

Interessenten können sich über den frei zugänglichen Atlas per Mausklick auf eine Deutschlandkarte anzeigen lassen, welche Quote der dort zuständige grundzuständige Messstellenbetreiber, in der Regel der örtliche Verteilnetzbetreiber, beim Pflichteinbau erreicht hat. Zudem stellt der Atlas dar, für welches Gebiet der jeweilige Messstellenbetreiber zuständig ist.

Der Atlas basiert auf dem vierteljährlich aktualisierten Register der Bundesnetzagentur. Demnach waren zum 30. September 2025 bundesweit fast vier Prozent der Messstellen mit einem Smart Meter ausgestattet. Bei den Pflichteinbaufällen beträgt die Quote deutschlandweit gut 20 Prozent. Dazu zählen alle Haushalte mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung nach §14a EnWG oder mit einem Stromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden im Jahr.

Nicht enthalten sind Pflichteinbaufälle für Photovoltaik -Anlagen mit mehr als sieben Kilowatt Leistung, da für diese keine spezifischen Rollout-Quoten festgelegt wurden. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben Installationen durch wettbewerbliche Messstellenbetreiber sowie sämtliche freiwillige Einbauten.

Fast ein Viertel hat noch keinen einzigen Smart Meter installiert

Der Atlas zeigt, dass die zehn größten Messstellenbetreiber in Deutschland beim Pflichtrollout Einbauquoten zwischen 20 und 38 Prozent erreicht haben. An der Spitze steht in dieser Gruppe Stromnetz Berlin mit 38 Prozent, gefolgt von Westnetz mit 35 Prozent und der Mitteldeutschen Netzgesellschaft mit 33 Prozent. Drei kleine Messstellenbetreiber haben eine Quote von 100 Prozent erreicht, zwei weitere von mehr als 80 Prozent.

Aus dem Register der Bundesnetzagentur geht hervor, dass zum 30. September 2025 insgesamt 188 von den verantwortlichen 814 Unternehmen noch gar keine Smart Meter im Pflichtrollout installiert haben. Die Bundesnetzagentur hat Messstellenbetreibern, die zum 31. Dezember 2025 die 20-Prozent-Vorgabe beim Pflichtrollout verfehlen, Zwangsgelder angedroht.

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