Die Seac Group hat Sunotec Germany mit dem Bau des ersten Abschnitts eines 230-Megawattstunden-Speichers in Deutschland beauftragt. Ingesamt soll die Anlage in vier Bauphasen realisiert werden, abhängig von den Marktbedingungen sowie regulatorischen und netzseitigen Anforderungen, wie die Unternehmen am Montag mitteilten.
Die erste Phase sieht die Errichtung von 20 Megawattstunden vor, ebenso im zweiten Bauabschnitt, der offiziell noch im ersten Quartal vergeben werden soll. Sunotec macht sich Hoffnung, dass der bestehende Kooperationsvertrag zwischen den Unternehmen noch entsprechend ausgeweitet wird. Der dritte Bauabschnitt des Batteriespeichers sieht vorbehaltlich einer Netzanschlussvereinbarung und einer finalen Auswertung den Bau von weiteren 30 Megawattstunden Speicherkapazität vor. Die Entscheidung werde für das zweite Quartal 2026 erwartet.
Ob der vierte Bauabschnitt kommt, hängt der Mitteilung zufolge vom Ergebnis der Netzverträglichkeitsprüfung ab. Dann könnten nach den derzeitigen Plänen bis zu 160 Megawattstunden Batteriespeicher-Kapazität zugebaut werden. Dieser Schritt soll dann bis 2028 abgeschlossen sein.
Für Sunotec Germany sei die Beauftragung durch Seac ein wichtiger Meilenstein im Bereich großer Batteriespeicher. Aufbauend auf seinen Erfahrungen im Bereich der Entwicklung, dem Bau und Betrieb von Photovoltaik-Kraftwerken hätten sich Batteriespeicher zu einer zentralen Säule innerhalb der integrierten Energieplattform von Sunotec entwickelt, wie die Unternehmensgruppe weiter erklärte. Das Unternehmen habe seine Kompetenzen für Batteriespeichersysteme entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgebaut. In Bulgarien sei Sunotec der aktuell größte Entwickler und Betreiber großer Batteriespeicher. Der Ausbau der Batteriespeicher-Aktivitäten in Deutschland sei nun ein konsequenter nächster Schritt innerhalb der europäischen Wachstumsstrategie, so Sunotec weiter.
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Wertschöpfungskette? Abknöpfkette wäre der bessere Ausdruck. Und zwar unter Ausnutzung der Systemfehler.
Mit diesen Speichern ist nur eines sicher. Preise werden steigen, die Gewinne der Betreiber ebenso und das System wird nicht besser. Im Gegenteil.
Schaut man auf die Energie Charts aktuell haben wir bei einer Last von 60 GW über 30 GW Fossil am Netz und keine 10GWh von den 75GW installierter Leistung der WEA. Woher sollten denn diese mehr als 30 GW kommen? OK man könnte noch 75.000 WEA mit je 4 MW bauen, wenn man den Platz dazu findet. Und man könnte Speicher bauen. Nur wären die im Moment alle leer. PV und Wind hätten heute nicht ausgereicht. Und wie iel davon will man denn bauen. Bei der aktuellen Last wurden alle verfügbaren Speicher in Deutschland noch nicht einmal für 10 Minuten ausreichen.
Zum Reibachmachen sind die Speicher ja ok. Aber baut endlich welche, die helfen das Netz zu sichern. Von diesen hier hat die Energiewende rein gar nichts!
Ihre Meinung teile ich nicht. Die Merrit Order für Gas hält die Preise weiterhin hoch und ist noch die günstigste fossile Energieform. Fossile Verbrennung verschlechtert die politischen, ökonomischen und biologischen Grundlagen zunehmend und schafft unnötige Abhängigkeiten. Insofern werden die Preise bei weniger fossilen Brennstoffen im System systematisch sinken, bzw. bei Berücksichtigung der Folgekosten langsamer/geringer ansteigen. Ob jemals 100% Erneuerbare erreicht werden ist nicht die Frage, denn, jede nicht fossil/CO2 optimiert erzeugte MWh optimiert das Preisgefüge. Speicher verursachen dabei Zusatzkosten um Nachteile auszugleichen, sind aber bereits wirtschaftlich. Ihre provokante Aussage verbunden mit einer irrelevanten Momentaufnahme ist schon seit längerem nicht mehr Stand der Wissenschaft, und inzwischen auch der Technik.
https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html