Altech Batteries Limited hat eine verbindliche, bedingte Finanzierungszusage in Höhe von 46,11 Millionen Euro erhalten, teilte das Unternehmen in dieser Woche mit. Die Fördermittel, die aus dem bundesweiten „STARK“-Programm stammen sollen, das vom Bundeswirtschaftsministerium und der EU unterstützt wird, würden das Finanzierungsrisiko für das „CERENERGY“-Natrium-Chlorid-Festkörperbatterie-Projekt in Sachsen erheblich reduzieren.
In Schwarze Pumpe will Altech Batteries eine Fertigung mit einer Jahreskapazität von 120 Megawattstunden aufbauen. „Mit der Bewilligung der Fördermittel hat das Projekt die zweite und entscheidende Phase des Genehmigungsverfahrens erfolgreich abgeschlossen“, teilte das Unternehmen weiter mit. Die Förderung decke etwa 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten ab. Allerdings stehe die Förderzusage noch unter Vorbehalt des endgültigen finanziellen Abschlusses des „CERENERGY“-Batterieprojekts bis Juni 2026 sowie der haushaltsrechtlichen Genehmigungen der Mittel im aktuellen Bundeshaushalt. Bei Förderzusagen dieser Größenordnung sei das üblich, so Altech Batteries weiter.
Das Unternehmen hat die Natrium-Chlorid-Festkörperbatterie-Technologie in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS als unabhängige Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. „CERENERGY“ ist die Technologieplattform des Fraunhofer IKTS. Demnach begann die Materialentwicklung bereits 2016.
Mit einer hoch automatisierten Fertigungstechnologie bei der Herstellung des keramischen Elektrolyts sowie einem schlanken Zell- und Systemdesign sollen die Natrium-Chlorid-Festkörperbatterie zu Kosten deutlich unter 100 Euro pro Kilowattstunde auf Zellebene hergestellt werden können.
Die Speicherkapazität wird in dieser Art der Batterien durch den Gehalt des Natriumchlorid-Kochsalzes definiert, heißt es zur „CERENERGY“-Technologie. Weitere wesentliche Bestandteile der Natrium-Chlorid-Festkörperbatterien seien ein keramischer, Natrium‑Ionen leitender Elektrolyt aus einem dotierten Aluminiumoxid sowie Nickel und Eisen. Die Energiedichte der Batteriezellen sei mit 130 Wattstunden pro Kilogramm durchaus mit Lithium-Ionen-Batterien wettbewerbsfähig. Lade- und Entladeraten von 0,25 bis maximal 1 C würden die Leistungsdichte allerdings beschränken. Bei der stationären Speicherung spiele dies jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
Eigentlich wollte Altech Batteries bereits im vergangenen Sommer mit dem Bau seiner Fabrik in Schwarze Pumpe beginnen. Es musste jedoch den Start verschieben, weil damals in Aussicht gestellte Fördermittel nicht kamen und das Finanzierungskonzept überarbeitet werden musste.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.







Das ist ja eine weiter entwickelte Neuauflage der ZEBRA-Batterie. Die hat so um 2000 manche der sehr raren E-Autos angetrieben. Unter anderem die von Max Horlacher, dem Schweizer Pionier. Es gab da den 16 kWh-Block. Kerntemperatur war 370 Grad Celsius, wenn ich mich recht erinnere. Auch die damals geplante 2. Auflage des TWIKE sollte damit angetrieben werden. Die Schweizer Firma musste aber damals Insolvenz anmelden. Ich hatte mich beim Ausräumen des Insolvenzgutes zu Gunsten des deutschen Generalimporteurs beteiligt und sah etliche Blöcke noch in der Halle stehen.
Die behaupten aber, „Die CERENERGY®-Batterie weist eine außergewöhnliche Einsetzbarkeit über einen großen Temperaturbereich von -20°C bis +60°C auf und gewährleistet eine hohe Leistung und Langlebigkeit unter verschiedenen Umgebungsbedingungen ohne jegliche externe Kühlung oder Heizung.“
Das ist überhaupt nicht mehr vergleichbar mit einer Batterie, die eine Kerntemp. von 370°C braucht, sondern beispielsweise für stationäre Systeme attraktiver als gewönliche Li-Akkus, die oft ein aufwändiges Termomanagement haben.