Erlöse aus dem Emissionshandel steigen 2025 auf 21 Milliarden Euro

rauchende Schlote, Industrie, Abgase, Pixabay

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Die Einnahmen aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel sind in Deutschland im Jahr 2025 auf 21,4 Milliarden Euro gestiegen. Im Vorjahr betrugen sie noch 18,5 Milliarden Euro, wie die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) mitteilte. Das Geld fließt komplett in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), der als Finanzierungsinstrument für die energie- und klimapolitischen Ziele dient.

Die von der Emissionshandelsstelle vorgelegten Zahlen zeigen zwei gegensätzliche Entwicklungen. So sind die Einnahmen aus dem Europäischen Emissionshandel 1 im Jahresvergleich leicht auf 5,4 Milliarden Euro gesunken. Er umfasst Auktionserlöse für Treibhausgasemissionen aus Energie- und energieintensiven Industrieanlagen, dem innereuropäischen Luft- sowie Seeverkehr. Die Einnahmen aus dem nationalen Emissionshandel (nEHS) für Wärme und Verkehr sind dagegen um 23 Prozent auf rund 16 Milliarden Euro gestiegen. In Summe stiegen die Erlöse damit klar an.

Beim Europäischen Emissionshandel wurde die Menge der zugeteilten Emissionsberechtigungen (EUA) auch 2025 weiter gekürzt. Sie sank von 85 auf 73,5 Millionen. Dadurch erhöhte sich der Auktionspreis von 65 auf knapp 74 Euro, wie die Deutsche Emissionshandelsstelle weiter mitteilte. In Summe blieben die Erlöse um 0,1 Milliarden Euro unter dem Niveau von 2024.

Der Preis im nationalen Emissionshandel lag bei 55 Euro. Insgesamt seien rund 277 Millionen Zertifikate zu diesem Festpreis an der Strombörse EEX im Auftrag des UBA verkauft worden. Daraus ergibt sich ein Gesamterlös von 15,2 Milliarden Euro. Weitere 17 Millionen Zertifikate seien als begrenzte Nachkaufmöglichkeit zum Festpreis des Vorjahres veräußert worden. Dabei kamen weitere 770 Millionen Euro an Einnahmen zusammen. Die höheren Gesamteinnahmen lassen sich vor allem auf den gestiegenen Festpreis von 45 auf 55 Euro zurückführen, da sich die Gesamtzahl der veräußerten Zertifikate im Vergleich zu 2024 kaum veränderte.

Ab diesem Jahr werden die Zertifikate im Emissionshandel erstmals in einem Preiskorridor mit einem Mindestpreis von 55 Euro und einem Höchstpreis von 65 Euro versteigert. Ab 2028 ist vorgesehen, dass der Europäische Emissionshandel für Brennstoffe den nationalen Emissionshandel ablöst.

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