Dieser Artikel wurde erstmals am 12.5.2025 veröffentlicht. Er ist Teil der pv magazine-Weihnachts-Retrospektive 2025, für die wir eine Auswahl der interessanten und relevanten Online-Artikel zusammengestellt haben.
Das gab es noch nicht in diesem Jahr*: Am Sonntag fielen die Strompreise für Kunden mit dynamischen Tarifen in Deutschland erstmals in den negativen Bereich. Und zwar netto – also nach Abzug von Abgaben und Steuern, die in Deutschland rund 18 Cent pro Kilowattstunde ausmachen. Den tiefsten Stand erreichten die Netto-Endkundenpreise beim Stromanbieter Tibber zwischen 13 und 14 Uhr mit -8,6 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Preis stammt aus der Region Köln. Je nach Netzentgelthöhe schwankt dieser Netto-Endkundenpreis deutschlandweit. Sie liegen je nach Region zwischen 4,9 und 11,6 Cent pro Kilowattstunde. Demnach waren bei Tibber auch Netto-Endkundenpreise von etwa -12 Cent pro Kilowattstunde in Gebieten mit niedrigen Netzentgelten zu verzeichnen.
Die sogenannte Hellbrise – also das Pendant zur Dunkelflaute –, bei der Photovoltaik-Anlagen und Windräder gleichzeitig auf Hochtouren laufen, sorgte am Sonntag für die enorm niedrigen Preise tagsüber an der Strombörse. Dazu kommt, dass an den Wochenenden generell die Stromnachfrage niedriger ist als unter der Woche. Am Sonntag fielen die Börsenstrompreise nach den Angaben bei Energy-Charts ab 9 Uhr in den negativen Bereich und blieben dort bis 17 Uhr. Der tiefste Stand war mit -250,32 Euro pro Megawattstunde (-25,03 Cent pro Kilowattstunde) zwischen 13 und 14 Uhr erreicht. Aber auch in der Preisstunde davor und danach lag der Börsenstrompreis noch so tief, dass Endkunden mit dynamischen Stromtarifen netto etwas ausgezahlt bekamen, wenn Sie Strom verbrauchten, also etwa ihren Photovoltaik-Heimspeicher oder das Elektroauto luden.
Der Sonntag zeigte jedoch auch, wie schnell es wieder in die andere Richtung gehen kann. So lagen die Preise im dynamischen Tarif bei Tibber zwischen 20 und 21 Uhr bei 36 Cent pro Kilowattstunde, dem höchsten Stand an diesem Tag.
Zu den Netto-Negativpreisen zwischen 12 und 15 Uhr erklärte Merlin Lauenburg: „Es sieht danach aus, dass dieser Sommer erneut alle Rekorde bei negativen Strompreisen bricht.“ Die neue Bundesregierung müsse daher den Smart-Meter-Rollout endlich voranbringen, damit auch die breite Masse endlich finanziell von der Energiewende profitieren können, so der Deutschlandchef von Tibber. Im vergangenen Jahr lagen die Preise an der Strombörse während 457 Stunden im negativen Bereich, eine Steigerung um 50 Prozent gegenüber 2023. Es wird davon ausgegangen, dass es auch in diesem Jahr wieder viele negative Preisstunden geben wird, da die notwendigen Flexibilitäten im Strommarkt bislang fehlen.
*Anmerkung der Redaktion: Tatsächlich gab es bereits im Juli 2023 einmal eine Preisspitze mit negativen Day-ahead-Strompreisen von -500 Euro pro Megawattstunde. Damals gab es jedoch noch deutlich weniger Anbieter und Endkunden mit dynamischen Stromtarifen, die davon profitieren konnten.
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So so die breite Masse soll davon profitieren? Die Erzeugungskosten sind doch in Wirklichkeit gar nicht negativ. Kein Mensch stellt eine teurere Produktionsanlage in die Landschaft und feiert dann wenn er Verlust macht. Die Betreiber sind doch gegen so was abgesichert. Was ihnen zugesichert ist bekommen sie auch und das sind in der Regel zwischen 6 und 9 Cent je kWh. Zahlen muss das auch jemand und das ist der Endverbraucher Michel. Was der Vorteil derer ist, die mit irgendwelchen den systemischen Schwachsinn kaschierenden Tricks ausnutzen, legen die anderen drauf. Wir haben immer Strom zuviel wenn er nichts wert ist und sind die dummen wenn er knapp ist. Daran können auch Smart Meter nichts ändern. Und das Verbrauchsverhalten komplett auf die schwankende Erzeugung umstellen geht auch nur, wenn man die Zeit dafür hat. Auch die Trickserei mit den Speichern wird keine Lösung bringen. Billig Strom einlagern um dann Reibach zu machen um den dann das Modell auch noch als Preisvorteil für den Endverbraucher zu verkaufen? Geht’s noch. Trump hat Recht. Je mehr wir ausbauen, desto mehr werden wir zur Lachnummer. Es wird Zeit grundlegende Änderungen vorzunehmen. Die Chinesen machen es uns doch vor, wie man die EE integriert, ohne in der Sackgasse zu verenden.
Erstens: Schreiben Sie doch mal wie die Chinesen es machen.
Zweitens: natürlich ändert der Smartmeter-rollout alles.
Drittens: KI und Algorithmen machen das, nicht sie in ihrer knappen Zeit.
Viertens: die Zeit der negativen Preise endet, wenn die Einspeiser regelbar sind.
Die zugesicherten Preise sinken ständig, insofern profitieren Alle seit Jahren. Vermiedene Klimafolgenkosten und Abhängigkeiten von Drittstaaten noch gar nicht eingerechnet.
Frohe Weihnachten!
Selten so einen Blödsinn gelesen. Ist Ihnen das nicht peinlich so etwas in die Welt zu setzen?
Es gibt seit 2017 den § 51 EEG, bitte lesen. Bei negativen Strompreisen, je nach Inbetriebnahmejahr und Größe erhalten die Betreiber von PV- und Windanlagen keine EEG-Vergütung.
Hier in Hessen war 2025 bei Tibbernin Endeffekt kaum etwas unter 30cent. Wir sind nach 1.5 Jahren wieder weg und bei 24 Cent inkl GG gelandet.
Ich sehe in dem Bericht eigentlich gar nicht verwertbares. Wenn 2 von 8766h negativ sind…und der Rest quasi nicht annähernd negativ? Aber Hauptsache man hat etwas geschrieben
Der Batterieboom ist nicht nur wegen fallenden Preisen eingetreten, es sind eben auch die Marktbedingungen, sprich negative Preise, welche die weitere Integration der EE befördern. Was da im Moment alles passiert, ist schlichtweg sagenhaft – man kommt kaum nach mit den Podcasts. Und: Es seit wieder ihr Deutschen, welche an der Spitze stehen – seit mal stolz auf euch, Leute. Tipp: Bei schlechter Laune einfach mal den Batteriepodcast mit Prof. Stocker hören (!)
Apropos spannend: Wo ist eigentlich JCW geblieben? Im Gegensatz zu den frustrierten älteren Herren, die hier vermehrt und aus Prinzip alles zerreden, haben mich seine Einschätzungen und Diskussionen immer sehr interessiert. Gerne auch wieder im Doppel mit Hans Diehl! 🤗
Ich wünsche euch allen schöne Weihnachten! Und Merci ans PV-Magazine für die stets aktuelle und hervorragende Lektüre.
Was soll denn diese Aneinanderreihung von verwirrten Aussagen jetzt genau bedeuten?
Die negativen Strompreise sind eigentlich nur ein Indiz für eine dilettantische Energiepolitik, die für volatile Erzeuger nicht rechtzeitig adäquate Speicherkapazitäten geschaffen hat.
Warum haben Sie denn keinen preiswerten, effektiven entwickelt?
Nun haben wir, China sei Dank, langsam solche.
Die Technologien dafür sind erst jetzt weltweit verfügbar. Auch wenn schon 2000 das EEG Speicher mit einbezogen hätte, eine technische Lösung gab es damals dafür noch nicht. Jetzt sind es allerdings die (gewollt?) fehlenden betriebswirtschaftlichen und juristischen Regularien, die bremsen.
Das man nicht immer alles schlechtreden muss.
Das sind doch alles schwachsinnige Rechnungen und nützen niemanden etwas! Es ist und bleibt kein grundlasttfähiger Strom der irgendwie zur Strompreisverringerung beträgt. Das können nur Gas-Strom- und Kernkraftwerke!
Die EPEX Spot/DA ist eine hypermoderne Energiebörse, welche 24/366 für den Nicht-Zusammenbruch der Zivilisation in Europa im Einsatz ist . Demnächst sind auch die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen mit dabei.
Die altbekannten Wertpapierbörsen wirken dagegen wie dunkle muffige Kammern , in welchen sich die hohen pelztragenden Herren bei Kerzenschein treffen ,um mit Leichenbittermiene die Papiere gegen Gold- und Silbersäcke zu tauschen. Draußen vor den Bleiglasfenstern schleppt sich das pestgeplagte Volk ( Gegenwart : Die digitale Verseuchung mit toter Information) durch die modrigen Gassen , und bereitet sich auf eine weiterhin ungemütliche Zukunft vor.
Die gegenwärtigen Aktienbörsen funktionieren wie Vermögenspumpen , die das Besitztum zuverlässig von der Mittelschicht zu den Hyperreichen pumpt .
Die Versprechen : Die KI und die humanoiden Roboter werden das sportliche Gerechtigkeits-Paradies auf Erden, und das bedingungslose Grundeinkommen ermöglichen.
Diesem Versprechen der Tech-Nerds ohne stabile Beziehungen zu Frauen, stehen tatsächlich aber die extrem reichen und ultrareichen Familien im Weg , welche ihre Art nicht inflationär vermehrt sehen wollen. Extremer Reichtum gibt ja nur dann eine finstere Befriedigung , wenn es auch das gemeine ärmliche Volk in Massen gibt ,welches seine Wanzl-Karren im Neonlicht durch die überfüllten Selbstbedienungsmärkte stoßen muss. Wie will man diese stabile Ungleichheit mit friedlichem Yoga auflösen?
Genug der schriftstellerischen Versuche , zurück zum Lob auf die Strombörse EPEX :
Sie ist modern , zuverlässig und die ideelle Vorgabe für eine zukünftige Welt ohne extremem Reichtum und extremer Armut .
Warum ich dies so sehe ist ein persönliches Gefühl.
Strom ist kurzlebig , lebendig und man kann ihn nicht unbegrenzt horten und aufsummieren . Zudem muss
man Strom verbrauchen und immer wieder neu produzieren.
Strom von der Strombörse ist das dynamische Elektronen-Heimtier welches den Familienfrieden fördert ,und keine großen Ansprüche auf Lohnfortzahlung bei Abwesenheit stellt.
Die Wahrheit über die Existenz negativer Strompreise :
An einem lauen Sommerabend ,vor langer Zeit, traf sich Algorithmus-Experte Horst Mayer-Lampe mit seinem alten Kumpel Satoshi zu einem zünftigen Besäufnis. Die beiden kannten sich aus der wöchentlichen EDV-Nachhilfegruppe „Irgendwas mit Computer“ , welche das Bildungszentrum ihrer Kleinstadt zur temporären Aufbewahrung von sperrigen Schülern eingerichtet hatte.
Unter Zuhilfenahme eines ganzen halben Sixpacks „Rothaus Tannenzäpfle “ , schossen sich die beiden die Lichter aus wie noch nie in ihrem ganzen Leben. Sie schwärmten angeberisch von ihren Erfolgen im NERD- IT-Bereich, und von ihrer konsistenten Erfolglosigkeit bei Frauen.
Im Birgitt Kraft Vollrausch gingen Sie diese Wette ein :
Wer es als erster schafft der Welt ein komplett irrationales Computerprogramm zu verpassen, welches zudem so gut wie keinen Nutzen hat , aber massiv Energie verschlingt und immense Kosten verursacht, der gewinnt …. ( Der Wettgewinn ist kryptologisch im Kettenglied verschlüsselt) . Datenschutz halt.
Horst fand einen Job bei der Stromhandlung „Leipziger Allerlei“ und Satoshi …
Der Algorithmus der negative Strompreise an der Börse bewilligt ist für 99 Jahre per Zeitschloss vor Veränderung oder Zerstörung geschützt – so will es eine überlieferte Anekdote berichten. Jeder Versuch setzt eine Kettenreaktion in Gang , welche sämtlichen Datenverkehr global für 77 Jahre lahm legt .
Das Beste was man folglich tun kann : Mehr Photovoltaikanlagen und mehr Windenergieanlagen bauen, und den Strom an die Strombörse liefern. Der Algorithmus offeriert dann allen Verbrauchern immer länger werdende Servierfenster, in denen man mit Stromverbrauch Geld verdienen kann.
Langfristig gesehen wird es im Jahresverlauf fast nur noch negative Strompreise geben . Die werden nur durch extrem harte Viertelstunden unterbrochen werden, in denen die kWh leider 989 EURO und mehr kosten wird.
In dieser Zeit sollte man vielleicht besser nicht den 10 kW Elektrogrill “ Master Chef Extrem x Barbecue“ draußen im Garten betreiben.
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Alles Satire !
( Dieser bürokratische Hinweis ist aus meiner Sicht notwendig)
Es hat sich herumgesprochen, dass mit Batteriespeicher gutes Geld gemacht werden kann. ROI in zwei oder drei Jahren. Vom kleinen 300 kWh Speicher bis zum MWh Speicher. Mit KI gesteuert und durch Dienstleister optimiert und organisiert. Eine kWh Speicherkapazität wird ab 40 € angeboten lt. Thinktank. Tendenz fallend. Wenn dadurch Netzausbau deutlich reduziert werden kann, ist das ein wichtiger Baustein zur Energiewende. Die neuesten Entwicklungen integrieren in einem einzigen „Schrank“ alle denkbaren Verschaltungen und Steuerungen. Auch Vehikel to Grid und zurück. Wenn erst die vielen Industriebetriebe diese Einnahmequelle heben, wird ein Boom ohnegleichen losgetreten. Hier bündeln sich die Vorteile: ausreichend Investitionskapital – technische und kaufmännische Aufgeschlossenheit – Anschlusskapazität am Netz – Platz für die Installation.
Ein größerer Industriebetrieb kann quasi als Nebenprodukt die Stromversorgung ganzer Stadtteile neben seiner eigenen Stromversorgung sicherstellen, dabei gute Gewinne erzielen und wegbrechende Produktionsumsätze mehr als kompensieren. Wenn dann noch der Industriestrom Bezugspreis auf 5 Cent/kwh gedeckelt wird, erhöhen sich die Margen entsprechend. Die Umsetzung dieses Plans ist ab sofort möglich. Auch die steuerliche Förderung durch den AfA Booster ist da.
Worauf warten wir noch?
negtative Strompreise sind leider schlecht.
Sie zeugen davon, daß die Stromversorgunng immer volatiler und instabiler wird.
Redispatchmaßnahmen nehmen zu, Kraftwerke verschleißen schneller, weil sie häufiger ein und ausgeschaltet werden, Kraftwerke müssen durchlaufen weil sie nicht schnell genug nachregeln können, es wird unnütz Co2 erzeugt und Energie verschwendet.
Wir brauchen dringend große Langzeitspeicher, Hochtemperaturerdspeicher oder Kavernenluftdruckspeicher.