Nach dynamischen Stromtarifen beim Verbrauch kommen jetzt dynamische Einspeisetarife für Photovoltaik-Überschuss. Der österreichische Energieversorger Awattar, eine Tochter des Münchner Smart-Home-Unternehmens Tado, bringt mit „Sunny Spot 60 min“ einen stündlich dynamischen Einspeisetarif auf den Markt. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen in Österreich können damit ihre Einspeisung erstmals direkt am Preis der Strombörse EPEX Spot AT orientieren und so gezielt in Zeiten hoher Nachfrage und hoher Preise einspeisen – sofern sie einen Batteriespeicher haben.
„Mit Sunny Spot 60 min machen wir Sonnenstrom marktorientiert“, sagt Tado-Mitgründer Christian Deilmann. „Unsere Kunden können Strom in den Stunden einspeisen, in denen er den höchsten Wert hat. Dadurch fallen die Einnahmen der Photovoltaik-Anlage deutlich höher aus.“
Die Vergütung wird stündlich angepasst und basiert auf Echtzeitmarktdaten der EPEX Spot. Über die Tado-App können Kundinnen und Kunden die exakten Einspeisepreise für den aktuellen Tag sowie ab 14 Uhr auch für den Folgetag einsehen. Zusätzlich stellt die App eine Sieben-Tage-Prognose bereit. Voraussetzung für den Tarif ist ein fernablesbarer Smart Meter.
Awattar hat bereits Erfahrung mit dynamischen Stromtarifen in Österreich. Mit dem Produkt Hourly bietet das Unternehmen einen Tarif, bei dem sich der Strombezug am Marktpreis orientiert. In Kombination mit Sunny Spot 60 min entstehe so ein vollständig marktbasiertes Stromangebot, sowohl für Bezug als auch für Einspeisung. Laut Unternehmen trägt dieses Modell zur Netzstabilität bei und fördert die Integration von Solarstrom in das Gesamtsystem.
Beispielrechnung auf dem Bierdeckel
Wir haben überschlägig mit den Werten aus dem beigefügten Bild von Awattar gerechnet. Es zeigt den Tagesverlauf von Solarertrag und Börsenstrompreis in Österreich für den 11. November dieses Jahres. Nimmt man an, dass zur Mittagsstunde die Erzeugungsleistung bei zehn Kilowatt lag, ergibt sich ein Tageserlös von rund 6,75 Euro, wenn die Einspeisung stündlich an den Marktpreis angepasst wird. Bei einer fixen Vergütung von angenommenen 7 Cent pro Kilowattstunde läge der Ertrag am selben Tag bei 5,53 Euro.
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Bei der Bierdeckel-Rechnung habe ich nicht verstanden, in wie weit die Einspeisung an den Preis angepasst wird. Dazu müsste man auch noch angeben, wie viel Strom überhaupt zeitlich verschoben abgegeben werden kann. Man müsste also die Speichergröße kennen.
Sonst wird die Rechnung einfach: In den Stunden mit den schlechtesten Vergütungen wird alles gespeichert, in den Stunden mit der besten Vergütung dann ins Netz abgegeben.
Wenn das wie gewünscht zu einer Glättung der Preisdifferenzen führt, wird es den Nutzen des Speichers begrenzen. Der Betreiber wird also eine optimale Speichergröße berechnen und dabei eher vorsichtig sein, als zu riskieren, dass er fast keinen Vorteil aus der verzögerten Einspeisung hat.
Am besten entkoppelt man sich von diesem ganzen Einspeisewahn und es kommt doch nichts dabei heraus. Nach 20 Jahren dran hängen, am Verlust beteiligen bis hin zum Abregeln oder über popelige Apps beobachten, was man eh nicht ändern kann, was soll das?
Man muss nur dafür sorgen, dass man auf günstigsten Weg zu seiner Anlage kommt.
15 kWp mit 30 kWh Akku bekommt man m von einem namhaften deutschen Startup nicht unter 35000 Euro. Wenn man die Sache selbst in die Hand nimmt und das in Gewerke aufteilt kann man sich die Komponenten selbst beschaffen. Es gibt Dachdecker die die Platten montieren und Elektriker, die die Anmeldung und Inbetriebnahme machen. Dann zahlt man noch nicht einmal die Hälfte. Bei meinen durch die WP auf 10.500 kWh Verbrauch habe ich entschieden, auf die Einspeisung zu verzichten und diesen ganzen Regulierungswahn zu umgehen. Ich bleibe mein eigener Herr und habe auch noch , mit dem richtigen Wechselrichter Strom wenn das Netz weg ist. Die ganzen von Subventionen von WP und PV führt nur zu überhöhten Preisen. In Frankreich Kosten die Wärmepumpen ohne Subvention netto weniger wie in Deutschland unter Abzug der undurchsichtigen Förderung. Warum muss das sein. Wer zahlt denn die Subventionen . Zum großen Teil dich die, die dich dieses Gruensparen gar nicht leisten können. Diese Politik ist eine Schande. Und es wird immer schlimmer. Wir wollen mit CO2 einsparen die Welt retten und Spalten unser Land.
Meine Anlage amortisiert sich in 10 Jahren und mit Einspeisung 12 Monate eher. Wobei das heute keiner mehr richtig ausrechnen kann. Wer weiss schon wann abgeregelt wird und wann man was zu welchem Preis hinter bekommt. Oder ob man eventuell drauflegen muss, oder man seine produzierende Anlage wegen zu viel Strom komplett stillgelegt bekommt und auch noch Netzstrom bezahlen muss. Frau Reichle hat Recht. PV geht heute rentabel ohne Subvention aber nicht mit diesen Geiern von Solateuren und subventionsgesteuerten Heizungsbauern.
100 % Zustimmung!
Nachvollziehbar -> aber dennoch, es gibt eine smarte Lösung PV-Strom zu monetarisieren statt ihn abzuregeln -> Bitcoin Mining
Dazu bitte meinen Kommentar zum Artikel vom 14.05. (ziemlich unten) lesen -> https://www.pv-magazine.de/2025/11/14/von-enpal-und-1komma5-lernen-warum-installateure-ihre-strategie-jetzt-neu-ausrichten-muessen/
Gebrauchte generalüberholte Mining Hardware (Kauf & Service in D) kostet um die 1 .100 Euro – z.B. hier …
https://www.mining-technologies.de/products/bitmain-antminer-s19k-pro-110-120t-gebraucht
So ein Teil nimmt an einem Sommertag incl. „Leersaugen“ des Speichers in der Nacht locker 50 kWh auf.
Neben luftgekühlten gibt es aber auch wassergekühlte Hydro Miner, die sich mittels Wärmetauscher in das Heizsystem (oder Poolheizung) einbinden lassen.
Auch siasonale Sandspeicher, die durch Bitcoin Mining aufgeheizt werden, sind bald marktreif
„Sandspeicher aus Waltershausen – Weltneuheit aus der Provinz https://www.youtube.com/watch?v=APTDy4LXDRk&t=2434s
Es tut sich so einiges – vor allem unabhängig von politischen (willkürlichen) Entscheidungen.
U N D dann die Mining Rewards als Sparplan im härtesten Geld der Welt betrachten …
Wie ich bereits mehrfach geschrieben hatte, die Vergütung auf Basis von 5 Cent pro kWh senken.
Als Gegenleistung gibt es keine Bürokratie (Spitzengesetz usw… ) für PV-Betreiber.
„Marktorientierte Vergütung: Awattar startet dynamischen Einspeisetarif für Photovoltaik in Österreich“
Nicht die Schnellsten, das gibt es schon seit Jahren in Großbritannien. Immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wo es noch nichts Vergleichbares gibt, ist der erste Schritt immer dringend notwendig.
https://agile.octopushome.net/dashboard
Die Einbindung eines Autoakkus in die Rückverstromung, der sowieso 23 Stunden am Tag steht und die hohe Speicherkapazität nur einige male im Jahr benötigt, macht sehr viel Sinn.
Aber der eigene Strom vom Dach wird meist für den eigenen Verbrauch, bzw. der eigene Speicher gerade in den Zeiten hohen Börsenstrompreise gebraucht. Ansonsten müsste zusätzlich zum Autoakku auch der stationäre Speicher überdimensioniert werden.