Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Internationalen Energieagentur IEA wird der globale Photovoltaik-Zubau bis 2035 voraussichtlich bei durchschnittlich 540 Gigawatt liegen. Der IEA-Bericht „World Energy Outlook 2025” prognostiziert, dass erneuerbare Energien in allen Wachstumsszenarien schneller wachsen werden als alle anderen wichtigen Energiequellen, wobei der Ausbau der Solarenergie weiterhin die Entwicklung anführen wird.
Allerdings fügt die IEA in ihrem Bericht hinzu, dass unter ihrem „Current Policies Scenario” (CPS), das bereits bestehende Richtlinien und Vorschriften berücksichtigt, der weltweite jährliche Zuwachs an Photovoltaik-Anlagen vor allem aufgrund zunehmender Integrationsherausforderungen auf dem Niveau von 2024 stagnieren wird. Erneuerbare Energien, angeführt von der Photovoltaik, werden laut CPS-Szenario voraussichtlich von einem Drittel der weltweiten Stromerzeugung im Jahr 2024 auf knapp unter die Hälfte im Jahr 2035 ansteigen, während Kohle in den nächsten zehn Jahren die größte Einzelquelle der weltweiten Stromerzeugung bleiben wird.
China wird voraussichtlich seine Position als führender Markt für erneuerbare Energien behaupten und in den nächsten zehn Jahren in allen Wachstumsszenarien der IEA 45 bis 60 Prozent des weltweiten Ausbaus ausmachen, während es gleichzeitig der größte Hersteller der meisten Technologien für erneuerbare Energien bleiben wird.
Der Bericht der IEA legt nahe, dass Repowering-Programme für Photovoltaik-Anlagen eine weitere Steigerung der Energieproduktion ermöglichen würden. Ein beschleunigter Repowering-Zeitplan könnte somit zu einem erheblichen Wachstum der Nachfrage für Solarmodule führen, für deren Produktion derzeit Überkapazitäten herrschen. Es könnten Solarmodule installiert werden, die 40 Prozent effizienter sind als jene, die 2010 auf den Markt kamen, so die IEA in ihrem Bericht.
„Ein beschleunigter Repowering-Zeitplan würde die durchschnittliche Leistung von Photovoltaik-Anlagen aufgrund eines schnelleren Lagerumschlags und der Einführung von Modulen mit höherem Wirkungsgrad steigern“, heißt es in dem Bericht. „Beispielsweise würde eine absolute Steigerung des durchschnittlichen Wirkungsgrads eines Moduls um 2 Prozent zu einer um mehr als 10 Prozent höheren Stromleistung jedes Moduls bei gleicher Nennleistung führen. Bis 2035 würde dies weltweit eine um bis zu 15 Prozent höhere Stromleistung aus Photovoltaik bedeuten.“
An anderer Stelle in dem Bericht stellt die IEA fest, dass die Dynamik des Energiemarkts zunehmend von einer Gruppe von Schwellenländern geprägt wird, angeführt von Indien und Südostasien und ergänzt durch Länder im Nahen Osten, Lateinamerika und Afrika. Die Agentur beschreibt diese Länder als „die Nachfolger Chinas“, weist jedoch darauf hin, dass keines dieser Länder allein auch nur annähernd die Energieentwicklung Chinas erreichen wird.
Im Oktober senkte die IEA ihre Prognose für das globale Photovoltaik-Wachstum in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts, was sie auf politische Veränderungen in China und den Vereinigten Staaten zurückführte.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.







Repowering
„Es könnten Solarmodule installiert werden , die 40 % effizienter sind als jene , die 2010 auf den Markt kamen „. So die IEA .
Ich habe Mal nachgeschaut :
2010 lagen wir bei 140 wp / Quadratmeter
40 % mehr ergibt 196 wp / Quadratmeter
Hallo IEA ,
Aktuelle Module liegen schon über 250 wp / Quadratmeter .
Das sind mindestens 70 % mehr gegenüber 2010 .
Die IEA…..
und in Timbuktu fällt ein Spaten um.
2010 waren wir bei 140 Wp/qm bei den günstigeren Modulen.
Die Hocheffizienzmodule waren eher bei >175Wp/qm. Die 40% passen also ungefähr, da heute die etwas teureren Hocheffizienzmodule auf >240Wp/qm kommen.
Als hätte die IEA in der Vergangenheit mit ihren Zubau-Prognosen der EE jemals auch nur annähernd die reale Entwicklung prognostiziert.
IEA warnt davor die eigenen Vorhersagen all zu ernst zu nehmen 🙂
Die IEA wieder… jahrzehntelang mit den Prognosen zum EE-Ausbau komplett daneben gelegen, aber sich in ihren eigenen Executive Outlooks als höchstangesehenste und besorgt Quelle für Infos zur Energiewende beschreiben…
Könnte man fast lachen, wenn es nicht so lächerlich wäre.
@ Jan ,
ich kann da nichts finden .
Welches Solarmodul hat im Jahr 2010 , schon 175 wp/ Quadratmeter gehabt ?
In vielen Bereichen der Erde ist die Stromerzeugung aus PV+Batterie (24/7) bereits jetzt günstiger als aus abgeschriebenen Kohle- und Gaskraftwerken. Das bedeutet, ab sofort werden zahlreiche alte Kraftwerke vom Netz genommen und durch PV ersetzt.
Zusätzlich steigt der Anteil der E-Autos weiter rasant an. Und jeder, der die Möglichkeit hat, erzeugt seinen Autostrom in Zukunft günstig mit eigener PV-Anlage.
Daher ist in Zukunft mit einer rasanten Erhöhung der Zubauzahlen zu rechnen. Passt allerdings nicht in das Konzept der steigenden Öl- und Gasförderung, die von einigen Ländern gefordert wird.
Man kann sich diese Verlautbarung nur mit Kopfschütteln anschauen. Die IEA hatte sich vielleicht mal einen guten Ruf erarbeitet, als sie sich nur mit „dispatchablen“ Kraftwerken beschäftigen musste. Dass sie jetzt einem veralteten Weltbild anhängt, erkennt man z.B. daran, dass sie Kernkraftwerke auch als regelbar betrachtet. Dabei sind die das in der Praxis überhaupt nicht. Außer im Falle von Revisionen oder bei Kühlwassermangel powern die immer 100% durch, weil Leistungsschwankungen das Material zu sehr belasten würden.
Mit den volatilen Erzeugern fremdelt die IEA bis heute und hat keine Vorstellung davon, wie da neue Technologien und die Skalierung von Produktionsprozessen die Preise purzeln lassen. Und sie hat aus den vergangenen 20 Jahren nichts gelernt. Da konnte man doch sehen, dass immer, wenn ein Hindernis auftrat (vor allem Netzanschlüsse), der Zubau allenfalls kurzfristig gebremst wurde. Über China kamen ständig Meldungen, dass ein Großteil der neu errichteten Anlagen schon seit einem Jahr nicht angeschlossen würde. Trotzdem wurde im Folgejahr das doppelte zugebaut.
In den kommenden Jahren wird jeder erneuerbare Erzeuger einen Speicher dazubauen, der etwa die Kapazität hat, um zwei Stunden Maximalleistung aufzunehmen, oder sich einen entsprechenden Netzspeicher zuordnen lassen. Dazu kommen dann dann noch die Netzspeicher, die zur Netzstabilisierung und Verhinderung von Redispatch benötigt werden. Das Stromsystem der Zukunft wird etwas komplexer sein, als das heutige. In der IEA scheint man die Denkanstrengung zu scheuen, die damit verbunden ist, sich einen Entwicklungspfad zu diesem neuen System hin zu erarbeiten. Also bleibt sie in ihren alten Bahnen.
So sieht den Realität und werdende Realität in vielen Regionen der Welt aus, hier Aleppo:
https://scontent-fra5-2.xx.fbcdn.net/v/t39.30808-6/535049098_4143738575839458_6529236863374259773_n.jpg?_nc_cat=106&ccb=1-7&_nc_sid=aa7b47&_nc_ohc=-3uD0HiTBXkQ7kNvwFrxkmv&_nc_oc=AdlogYKE5mgcoN8FXJ-5LA7yCOhQxt-UU0f8o0XM5BoFfiGKpkI88bjvEnWq8zZS4UADgzKBsr_PPygAkn5p6vI6&_nc_zt=23&_nc_ht=scontent-fra5-2.xx&_nc_gid=sBqThxdNriVKW3qLaDgQxQ&oh=00_AfiifjEQAizs3LAShTZ3UBuPcBAdHujmmAyk9Nh1RoEkwg&oe=691D0C5B
PS: In Deutschland ist das natürlich sowohl technisch als auch regulatorisch generell und sowieso unmöglich.
Hierzulande gelten schließlich gänzlich andere physikalische Gesetze bzgl. Elektrizität 😉