Fothermo System hat mit dem „ROD-1000“ einen neuen Photovoltaik-Heizstab für die direkte solar-elektrische Warmwasserbereitung auf den Markt gebracht. Das Gerät verfügt über einen DC-Eingang für bis zu 3.000 Watt Modulleistung. Zudem lässt sich die Heizleistung stufenlos zwischen 0 und 1.000 Watt regeln, wie das Unternehmen erklärte. Überschüssiger Solarstrom lasse sich zudem entweder in einen zweiten Heizstab leiten oder über einen Mikro-Wechselrichter ins Hausnetz. Dabei erfolgt die Umschaltung automatisch, wenn der Warmwasserspeicher die definierte Maximaltemperatur erreicht. Die Kosten liegen bei 549 Euro brutto.
Das neue Produkt, das in Ulm entwickelt und gefertigt wird, ist Fothermo zufolge für Warmwasserspeicher bis 500 Liter Fassungsvermögen gedacht. Es könne aber auch zur Unterstützung für Gas-, Öl- oder Pelletsheizungen sowie Wärmepumpen genutzt werden. Dabei verfüge es über ein MPP-Tracking mit hohem Wirkungsgrad und einer direkten DC-zu-Wärme-Wandlung. Fothermo zufolge ermöglicht es ein Aufheizen bereits bei sehr geringen Photovoltaik-Leistungen. Bei kalkfreiem Wasser seien bis zu 85 Grad Celsius möglich, sonst bis 65 Grad Celsius. Die Eintauchtiefe des Heizstabs liegt bei 295 Millimetern. Der Heizstab wiegt 0,9 Kilogramm und hat Abmessungen von 468 mal 154 mal 140 Millimetern. Die Einbaulage ist horizontal.
Beim Heizstab „ROD-1000“ handelt es sich um ein Plug-and-Play-System. Die Solarmodule werden direkt per MC4-Stecker angeschlossen. Fothermo zufolge ist keine Elektroinstallation und auch keine Anlagenanmeldung erforderlich, da das System im Inselbetrieb arbeitet. Das System eigne sich für Ein- bis Vier-Personen-Haushalte, auch zur Nachrüstung.
„Mit dem ‚ROD-1000‘ senken Haushalte ihre Warmwasserkosten spürbar und entlasten zugleich die Heizung – unkompliziert, anmeldefrei und ohne Eingriff in die Hausinstallation“, sagt Fothermo-Vorstand Manuel Masenko. Aufgrund der Überdimensionierung der Photovoltaik-Leistung – bis zu drei Kilowatt bei einem Kilowatt thermischer Abgabe – stehe auch bei diffusen Lichtbedingungen ausreichend Leistung zur Erhitzung des Wassers zur Verfügung. Nach internen Berechnungen von Fothermo kann das System je nach Modulleistung zwischen 900 und 2200 Kilowattstunden nutzbare Wärme pro Jahr erzeugen, was etwa 14.000 bis 34.000 Litern erwärmten Wassers entspricht.
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Interessanter Ansatz. Ich habe allerdings die Befürchtung das dieses Produkt relevante normative Sicherheitsüberwachungen auf der PV-Seite ignoriert, die für ein PV-System normalerweise notwendig sind und zumindest in Wechselrichtern normalerweise integriert sind. Anhand des Datenblattes des Produktes ist leider nicht ersichtlich ob z.B. eine Isolationsüberwachung des PV-Generators durch dieses Gerät übernommen wird, oder nicht. Auch eine DC-Trenneinrichtung scheint es nicht zu geben.
Super. Und braucht nur 3 mal so viel Strom wie eine Wärmepumpe. /s
@Alex
Kostet dafür aber auch nur 1/10 einer Wärmepumpe.
Stimmt schon… dafür aber keine Umwandlungsverluste, kein Kältemittel, simpler Aufbau, und niedrige Einstiegsschwelle bei der Investition. Und: unabhängig vom öffentlichen Stromnetz – das bringt auch eine gewisse Resilienz.
Eine WW-WP kostet das x-fache und benötigt Handwerker-Kapazitäten… kann aber im Gegenzug einen Kelleraum entfeuchten. Bei hohem Warmwasserbedarf wäre die WW-WP zu bevorzugen, aber einfache DC-Heizsysteme können schon ihre Anwendungsfälle haben – speziell wenn ausreichend Platz für PV-Module vorhanden ist, die nicht ans Stromnetz sollen / dürfen / können.