KB Energy hat einen Hochleistungsspeicher im niedersächsischen Sullingen entwickelt und gebaut. Das Besondere an „KB.eSAVE“: Alle Komponenten mit Ausnahme der Batteriezellen stammen aus Deutschland und sind eigentlich Standardbauteile der Industrie. KB Energy legt dabei großen Wert auf Brandschutz und verwendet Eisenphosphat-Batteriezellen. „Jede Zelle ist einzeln austausch- und steuerbar. Sie werden permanent online überwacht“, sagt Yannick Dubenhorst, Leiter der Technik bei KB Energy.
Insgesamt besteht der Musterspeicher aus 1536 Batteriezellen und neun Wechselrichtern. Die Leistung liegt bei 828 Kilowatt und die Kapazität bei 1344 Kilowattstunden. Konzipiert ist der Musterspeicher in Sullingen für den Handel an der Strombörse. Hauptsächlich sollen die Einnahmen durch Arbitrage-Handel generiert werden. Strom wird also zu niedrigen oder gar negativen Strompreisen gespeichert und mit steigenden Strompreisen wieder ans Netz abgegeben. Die Speicherlösung von KB Energy könne dabei als Stand-alone-Lösung oder in Kombination mit einer Photovoltaik- oder Windkraftanlage betrieben werden.
Das Trading an der Stromböse laufe dabei automatisiert. Aufgrund von Batteriearchitektur und -management benötige der Batteriespeicher keine Ruhephasen. „Mit vollautomatisiertem Stromtrading bedient der ‚KB.eSAVE‘ die Volatilität der Strompreise, um die beste Rendite zu erzielen“, sagt Dirk Labudda, Geschäftsführer bei KB Energy.
Neben Stand-alone- und Co-Location-Lösung bietet das Unternehmen seine Speicher auch zur Wertsteigerung von Gewerbeimmobilien und als Investitionsmöglichkeit für Projektgesellschaften an. Die Größe des Speichers lässt sich dabei zwischen 2,5 und 20 Megawatt variieren, grundsätzlich sei „KB.e.SAVE“ auch noch größer skalierbar.
Wenn der Speicher im Außenbereich aufgebaut wird, erfolge dies in einem stapelbaren 40-Fuß-Container. Neben der Batterie sei darin auch die Wechselrichter- sowie die Netzschutztechnik enthalten, was einen Speicherbetrieb unabhängig von seinem Umfeld mache. Aufgrund des Einsatzes nicht brennbarer Materialien sei der Speicher von KB Energy auch für die Installation innerhalb von Gebäuden, etwa auf ungenutzten Untergeschossen von Gewerbeimmobilien, geeignet. Das Unternehmen übernehme auch dafür alle Projektschritte von der Planung über die Installation und den Betrieb.
Notwendig sei jedoch ein freier Netzanschluss. Genau hier sieht KB Energy eine der größten Schwierigkeiten aktuell. „Hürden bei der Realisierung von Großbatteriespeicherprojekten, so zeigt unsere Erfahrung, sind vor allem der Netzausbau und die Finanzierung“, sagt Labudda. Daher würden hauseigene Experten bei Lösungen zu Finanzierungen, Mietkauf oder Leasing unterstützen.
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Bei dem Aufbau entsprechend des Fotos ist es mir ein wenig fraglich, wie sicherheitsrelevante Vorgaben wie die IEC 62619, insbesondere der Propagationstest sowie die BattVO, insbesondere Anhang V Sicherheitsparameter – Schutz vor Wärmeausbreitung bei so einem „Zellenbasierten Direktaufbau“ erfüllt werden können?
Zumal sich aus meiner Sicht folgende Zitate innerhalb des Textes direkt widersprechen:
„Eisenphosphat-Batteriezellen“
und
„Aufgrund des Einsatzes nicht-brennbarer Materialien“
Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn Prüfnachweise eines akkreditierten (verlässlichen) Prüfinstituts zu den oben genannten Punkten vorliegen.
Vielen Dank für Ihre kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Sicherheit von Batteriespeichern. Bei unserem Megawattspeicher KB.eSAVE setzen wir auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LiFePO4). Sie unterscheiden sich wesentlich von anderen Zellchemien: in der thermischen Stabilität und beim Brandverhalten.
In einem direkten Austausch erläutern wir Ihnen gern weitere Details. Kontaktieren Sie uns einfach telefonisch unter 04241-80 48 91 90.