Innovation oder nicht: Was steckt hinter der Epeu Next Level Wasserstoffplasma-Heizung?

Eine Wasserstoffplasmaheizung eines Duisburger Unternehmens sorgte für Interesse auf einer Solarmesse vor einigen Wochen.
Image: Epeu Next Level

Gibt man den Suchbegriff „Wasserstoffplasma“ in eine Internetsuchmaschine ein, erhält man als eine der ersten Einträge einen Link zum Kernfusionsreaktor „Wendelstein X-7“ in Greifswald. Ebenfalls sehr weit vorne, manchmal auch davor, kommt man auf die Seite eines Herstellers von Heizungen mit Wasserstoffplasma-Technologie – so bezeichnet sie das Unternehmen selber. Beide Maschinen benötigen zum Betrieb Energie. Bei einer der beiden Maschinen, so meinen Physiker, könnte es mit mehr Forschung und Entwicklung irgendwann zumindest theoretisch sein, dass sie mehr Nutzenergie abgibt, als sie an Energie aufnimmt. Bei der anderen Maschine können sie es sich nicht vorstellen.

Das Unternehmen Epeu Next Level GmbH, das die neuartige Heizung herstellt und vertreibt, hat diese auf einer Solarmesse, die pv magazine vor wenigen Wochen in Deutschland besuchte, einem interessierten Fachpublikum vorgestellt. Der Messestand war gut besucht, zahlreiche Installateure ließen sich das System erklären. Ob sie auch ihre Zweifel hatten, war nicht zu erkennen.

pv magazine hatte auf der Messe Gelegenheit zu einem Gespräch mit einem Vertreter des Unternehmens. Seine Erklärung zum System verstehen wir so: Die Heizung soll einen Gaskombikessel in einem Mehrfamilienhaus-Altbau ersetzen und in die Marktlücke springen, bei der Wärmepumpen einigermaßen schwierig zu integrieren sind. Anstelle des Gaskombikessels kommt der Wasserstoffplasmakessel von Epeu Next Level in die Wohnung beziehungsweise das Haus. Die Heizung besteht im Kern aus einem Wassertank mit 12,5 Litern Fassungsvermögen. Bei der Installation wird dieser mit Wasser befüllt. In dem Tank sind recht dicht und mittig angeordnet vier Elektroden. An ihnen liegt eine Spannung an. Durch die Spannung entstehen Lichtbögen. Die Lichtbögen haben zur Folge, dass das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten wird. Jetzt befindet sich Wasserstoff in dem Tank. Verbindet sich Wasserstoff wieder mit Sauerstoff, entsteht Wärme.

Der Vertreter der Firma zeigt ein Video auf seinem Handy. Im Video zu sehen, ist ein Heizungssystem von Epeu Next Level, bei dem sozusagen der Deckel fehlt und ein Blick ins Innere des Kessels während des laufenden Betriebs möglich ist. Im Video sind mehrere Erscheinungen zu sehen, die wie Explosionen aussehen. Sie laufen unter der Wasseroberfläche im Kessel ab. Das Wasser sprudelt dabei etwas. Zu sehen ist auch ein gelbes Leuchten, das immer wieder aufflackert. Es erinnert an Bilder von Schweißarbeiten, die unter Wasser durchgeführt werden. Der Vertreter sagt, die Anlage sei gut gedämmt. Von den Explosionen würde man überhaupt nichts hören. Das System sei leiser als jede Gasheizung.

„Wenn man die Messwerte mit einem COP-Wert einer Wärmepumpe vergleichen könnte, entspräche das einem COP-Wert von 1,9673“, teilt der Anwalt des Unternehmens in einem Brief am 6. Mai 2025 mit, was sachlich der Aussage des Vertreters auf der Messe entspricht. Der „Coefficient of Performance“ einer Wärmepumpe ist definiert als das Verhältnis von abgegebener Wärmeenergie zur eingesetzten elektrischen Energie. Ein COP von 1,9673 bedeutet also, dass die Heizung fast doppelt so viel Wärme abgibt, wie sie an elektrischer Energie aufnimmt. Auch Wärmepumpen geben mehr Wärmeenergie ab, als sie an elektrischer Energie aufnehmen. Bei Wärmepumpen liegt es daran, dass sie der Umgebung, zum Beispiel der Außenluft, Wärme entziehen. Beim Fusionsreaktor liegt es daran, dass in einem hochenergetischen Plasma Wasserstoffkerne verschmelzen sollen.

Die Redaktion des pv magazine wandte sich mit der Beschreibung der Funktionsweise, so wie sie der Unternehmensvertreter auf der Messe nach unserem Verständnis gegeben hat, und der Frage, ob bei einer solchen Wasserstoffplasmaheizung mehr Wärmeenergie abgegeben werden könne als sie elektrische Energie aufnimmt, an zahlreiche Forschungsinstitute und physikalische Lehrstühle. Matthias Bartelmann, Professor am Institut für theoretische Physik der Universität Heidelberg, hielt sich nicht bedeckt und sagt: „Das System, so wie es beschrieben wird, spaltet zwar Wasser elektrolytisch und bringt seine Bestandteile in einen chemisch höheren Zustand, aber es kehrt wieder zum Ausgangsstoff Wasser zurück. Die Energieausbeute kann auf diesem Weg gar nicht höher als die zuvor eingesetzte Energiemenge sein.“ Bartelmann unterstreicht, dass, wenngleich die Anlage Wasserstoff produzieren und verbrennen sollte, sie weniger Energie in Form von Wärme ableiten kann, als zuvor elektrisch in die Anlage geflossen ist. Alles andere wäre ein Widerspruch zum ersten Hauptsatz der Thermodynamik.

Volker Quaschning, Professor von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, tut sich ebenfalls schwer, die Beschreibung der Firma physikalisch nachzuvollziehen. „Im besten Fall ist das System vergleichbar mit einer Elektro-Direktheizung, die als Heizung ineffizient ist und sehr hohe Betriebskosten aufweist.“

In der Korrespondenz im Mai 2025 stellte der Anwalt von Epeu Next Level auch klar: Bei einem Verbrauch von einem Kilowatt pro Stunde hat die Wasserstoffplasmaheizung im Heizbetrieb ein Wirkungsgrad von n gleich 97,68 Prozent und im Brauchwarmwasserbetrieb ein Wirkungsgrad von n gleich 99,05 Prozent. „Meine Mandantin hat nie behauptet, dass ihre Heizung mehr Energie abgeben würde, als sie verbraucht“, so der Anwalt.

Damit ist der Wirkungsgrad ähnlich hoch wie bei einer Stromdirektheizung.

 

Auf eine schriftliche Anfrage von pv magazine, wie das System Wasserstoff und Wärme erzeuge und wie hoch dessen Wirkungsgrad sei, teilte der Geschäftsführer zunächst mit, dass es sich bei der Wasserstoffplasmaheizung um eine bedeutende technische Innovation im Bereich effizienter Heizungssysteme handele, die zum Patent angemeldet worden sei. Ziel des Unternehmens sei es, dafür alle erforderlichen Zertifizierungen zu erlangen und die höchsten Standards in Bezug auf Sicherheit und Effizienz zu erfüllen. Zudem lud er zu einem persönlichen Treffen nach Duisburg ein, um sich vor Ort persönlich auszutauschen und „die Technologie aus erster Hand zu erleben“.

In einem Schreiben vom 6. Mai 2025 hat ein Anwalt des Unternehmens einige zuvor unklaren Punkte klargestellt. Wir haben den Beitrag entsprechend angepasst.

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Kommentare

Georg
Mar 31, 2025

Ich vermute, dass weder der Verfasser des Artikels noch 99% der Kommentatoren jemals vor einer derartigen Heizung gestanden, geschweige denn sie in Betrieb erlebt haben.

Wir betreiben seit Oktober 2023 eine Epeu Next Level H 150 als Ersatz für unsere mangels Ersatzteilen nicht mehr reparabele Brennwert Gastherme. Ein Einfamilienhaus, ca 200 qm beheizte Fläche (davon ca 130qm Fußbodenheizung, Rest Heizkörper), 2 Personen, die es gerne kuschelig haben.
Unser Gasverbrauch lag bei ca 11000 kWh. Für die H 150 haben wir einen eigenen Zähler, daher haben wir eine gute Übersicht über unseren Verbrauch. Der lag für exakt ein volles Jahr bei ziemlich genau 6300 kWh für Heizung und Warmwasser.
Durch unsere PV (9,9 kWp mit 10 kW Speicher) sind wir im Sommer nahezu autark. Der Umbau war an einem Tag erledigt.
Wir sind mit dieser Art Heizung sehr zufrieden. Der Schornsteinfeger ist arbeitslos geworden, wenn wir nicht Gas zum Kochen verwenden würden könnten wir sogar den Gasanschluss abmelden, unser CO2 Fußabdruck hat sich drastisch verringert.

Also Mut zur Lücke, schaut euch das in Duisburg an, vielleicht auch eine Installation in Betrieb.

Tekin
Mar 15, 2025

Viele schrieben hier nir Mist kein Ahnung nie sowas gesehen nund verbaut , wir sind SHK Firma wir haben Bereits 4 Anlagen laufen , einer davon 300 qm Studentenwohnheim ,mit 4 Badezimmer , Vorlauf Temperatur 28-32° , wir haben eine Tagesverbrauch von 28-30 kwh bei minus 5° , oder 4 Personen Einfamilienhaus mit Heizkörper Vorlauftemperatur. 50-55° umgedämmte Alte Haus da haben wir pro tag 45 Kwh , aber natürlich es passt einige Menschen nicht

Alex W
Jan 09, 2025

„Ich habe eine Frage an die Runde, an alle Diplom-Ingenieure, Hobby-Handwerker und Heizungsprofis: Hat hier überhaupt schon jemand eine dieser Anlagen gesehen, auseinandergebaut oder in eingebauten Häusern begutachtet? Wer hat einen Stromzähler und Wärmemengenzähler an einer solchen Anlage angeschlossen? Falls ja, bitte teilt eure Facebook-, Instagram-, LinkedIn- oder sonstige Kanäle, und legt nachweislich dar, dass ihr euch mit einer solchen Anlage beschäftigt habt. Habt ihr vielleicht Videos gemacht, Dokumentationen erstellt oder ähnliche Nachweise? Ein wichtiger Punkt: Allein die Tatsache, dass hier ein Außengerät wie eine Wärmepumpe mit einem Innengerät wie dieser Heizung verglichen wird, zeigt leider, dass viele grundlegende Kenntnisse fehlen. Diese Heizung lässt sich nicht mit einer Wärmepumpe vergleichen! Zudem hat vermutlich niemand hier den Kessel und die zugehörige Technik tatsächlich gesehen oder näher untersucht. Falls doch, bin ich gespannt auf eure Beiträge und Nachweise!“

Andreas Jeziorek
Dec 31, 2024

Ich bin von der Ausbildung her Dipl.-Ing. TH/TU Energietechnik
Nach Durchsicht der EPEU-Broschüre ist mein Fazit, dass es sich hier um einen ausgemachten Schwindel handelt. Die Geräte wandeln teuren Strom nahezu 1 kWh Strom in 1 kWh Wärme um. Das kann jeder billige Heizlüfter oder Durchlauferhitzer genauso gut. Eine Wärmepumpe dagegen ist in der Lage zusätzliche Umweltwärme zu gewinnen und macht aus einer 1 kWh Strom 3,3 kWh Wärme (Luftwärmepumpe) oder 4,5 kWh Wärme (Wärmepumpe mit Erdsonde).
Die Energiekosten für ein EFH mit 20.000 kWh Wärmebedarf und 35 Ct/kWh Strompreis belaufen sich beim
EPEU 2 Kessel auf ca. 7.000 €/Jahr
Wärmepumpe Luftwärmepumpe auf ca. 2.120 €/Jahr
Wärmepumpe Erdsonde auf ca. 1.520 €/Jahr
Für die Differenz der Heizkosten von 4.880 €/Jahr zum EPEU 2 Kessel kann ich mir alle 3 Jahre eine neue Wärmepumpe kaufen!
Die falsche Einheit beim Wärmeübergangskoeffizienten, die physikalische Falschaussage zur Oberflächentemperatur von deren Heizkörpern oder die Addition von zwei Wirkungsgraden zeitlich getrennter Betriebszustände sprechen für eine ausgeprägte fachliche Inkompetenz.
Das einzig was überzeugt, ist das Marketing, das mit Begriffen wie „Plasma-Wasserstofftechnologie“ den Kunden erfolgreich Sand in die Augen streut.
Meine dringende Empfehlung: Finger weg!

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Kai
Jan 07, 2025

@Ralf W.
die Rechnung ist absolut schlüssig!
„Wer bitte hat bei vorher 20.000 kWh Gasverbrauch danach nur noch 1.500 € Stromkosten für eine Wärmepumpe? Das ergibt keinen Sinn!“
Gut das du fragst!
Ich hab hier in einem ungedämmten Altbau(1900) etwa 22MWh Wärmebedarf pro Jahr. Verbaut sind ausschließlich Heizkörper, diese aber ausreichend groß das max. 40° VL benötigt werden.
JAZ liegt bei etwa 4,3 macht 5100kWh Strom zum Heizen, dazu noch 550kWh für die Warmwasser WP.
Die PV deckt davon 1400kWh(0,1€/kWh). Macht 1627,5€ für WW + Heizen im Jahr.

*die WP ist selbst installiert da klar war das eine WP vernünftig installiert werden muss um effizient laufen zu können. Dazu muss man sich halt etwas mit der Theorie beschäftigen(wie funktioniert eine WP, was passiert in einer Heizungsanlage…) Die Theoretischen Kenntnisse fehlen den meisten Handwerkern vollständig, daher verstehen die meist nicht warum beim Einbau einer WP ein paar entscheidende Dinge unbedingt zu beachten sind.

„Hauptsache, man haut irgendwelche Zahlen raus, weil man ja Diplom-Ingenieur ist. Sie sind Theoretiker, aber keine Handwerker.“
So ist das halt, die Leute mit dem Theoretischen Wissen wie etwas funktioniert sagen den Leuten die eher Handwerklich begabt sind wie sie etwas einzubauen haben. Probleme gibts immer dann wenn sich Erstere verrechnen(hier nicht der Fall!) oder wenn Zweitere meinen sie wären die wüssten alles besser aber dann nur dummes Zeug reden/schreiben oder dem Kunden halt komplett verpfuschte Anlagen bauen die dann total ineffizient laufen. Aber dann ist ja nicht der unfähige Handwerker schuld sondern diese blöde „grüne Technik…“ die ja eh nicht funktioniert. Deshalb finden sich die effizientesten WP Anlagen auch da wo sie von informierten Laien selbst eingebaut wurden.

Ralf W.
Jan 03, 2025

Diese Rechnung macht absolut keinen Sinn. Mein Bruder hat ein 110 m² großes Wohnhaus mit Wärmepumpe, und er kommt niemals auf solche Werte. An Tagen im November und Dezember hatte er einen Verbrauch von nur 40 kWh pro Tag. Die Werte, die Sie nennen, entstehen bei 7 Grad Außentemperatur, aber alles darunter verändert die Effizienz einer Wärmepumpe gravierend. Wer bitte hat bei vorher 20.000 kWh Gasverbrauch danach nur noch 1.500 € Stromkosten für eine Wärmepumpe? Das ergibt keinen Sinn!

Sie haben die Technik der Heizung offensichtlich nicht verstanden oder sich nicht einmal damit befasst. Ich habe Kontakt zu einem Installateur aus Linz aufgenommen, der mir Jahresdaten von einer verbauten Lotus-Anlage geschickt hat. Diese Werte sind alles andere als schlecht: Ein 120 m² großes Wohnhaus hatte einen Jahresverbrauch von nur 5.200 kWh Strom für Heizung und Warmwasser. (Nur Heizung)

Hauptsache, man haut irgendwelche Zahlen raus, weil man ja Diplom-Ingenieur ist. Sie sind Theoretiker, aber keine Handwerker.

Thorsten
Dec 23, 2024

Es wird mit einer 50% Förderung geworben, laut der Bafa Infostelle, die sich bereits mit diesen Heizungen beschäftigt haben, wird bereits in einigen Fällen wegen Subvenzionsbetrug ermittelt, dort wurden Wärmepumpen beantragt und dann als nicht lieferbar gegen diese ausgetauscht, somit wurde die Förderung genehmigt. Bei Rückfragen gerne hier melden. Rechtsanwaltskanzlei der KFW.
[email protected]
T: +49 (0)721 915465-6680
Einfach Googlen.
Bin Enttäuscht 😞

Frank Rominger
Dec 21, 2024

Warum bietet PV-magazine eine Bühne für solche Lügner und Betrüger? Die einzige richtige Vorgehensweise wäre, alle Kommentare sofort zu löschen und den Titel in „Schwindel aufgedeckt: Hinter der Epeu Next Level Wasserstoffplasma-Heizung stecken dreiste Betrüger!“
Diese Überschrift lässt genau für die Zweifel Raum, auf die diese Betrüger ihr Geschäftsmodell aufbauen: Ein perpetuum mobile!

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Thorsten
Dec 22, 2024

Woher stammen ihre Quellen das dort Betrüger hinter stehen? Diese können sie ja gerne mal hier mit Quellen, berichten oder sonstigen Belegen, alles andere wäre eine Unterstellung die auch eine Straftat darstellt.

Kai
Dec 20, 2024

Hier macht sich pv-magazine durch das verbreiten dieses Schwachsinns m.m.n. mit schuldig am Betrug der kleingeistigen Mitbürger die diesen Mist wirklich glauben.
Also mitschuldig daran dass Leute um viele Tausende Euro pro Fall betrogen werden und sich sehr wahrscheinlich sogar noch strafbar machen bei Einbau und Betrieb so eines Elektrodenkessels in einem Gebäude was nicht die Wärmedämm Standards erreicht die für direkt elektrische Beheizung gefordert werden.

Also löscht diesen Scheiß Artikel!

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Peter
Dec 23, 2024

Wieso? Der Tenor des Artikels ist ja klar und verständlich: Hier soll Schlangenöl verkauft werden. Besser informieren, als dass demnächst auf lokalen Messen und per Türgeschäft demnächst Phantasiemaschinen auf uninformierte Bürger trifft.
Security by obscurity hat noch nie funktioniert.

Björn Beck
Dec 20, 2024

Es ist komisch, in Österreich werden diese Anlagen unter dem Namen Lotus bereits seit 2012 verkauft und Eingebaut, sogar staatlich mit 5000 Euro bezuschusst, Quelle bvvat.at
In Deutschland soll es nur Wärmepumpen geben.
Wir sollen doch nur das hören, was man will, dass wir hören sollen.

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Thorsten
Dec 20, 2024

Next Level nutzt auch die Anlagen von Lotus, Next Level ist Lotus Deutschland, weil die Anlagen für unseren Markt etwas umgebaut werden, Deutschland hat halt wieder andere Richtlinien wie die Türkei, Frankreich oder auch Österreich. Lotus Anlagen laufen schon seit vielen Jahren, auf Rückfragen eines Installateurs in Österreich, sind in den Anlagen auch noch immer die ersten Brennstäbe verbaut die seit 10 Jahren laufen.

E.Wolf
Dec 19, 2024

Nepper – Schlepper – Bauernfänger

Genau die Mischung die CDUCSUFDP unter Technologieoffenheit verstehen.

Und „alle Welt“ diskutiert darüber, verliert Zeit für das Wesentliche: 100% EE hier und heute !

Warum wird bloß nicht über V2H so engagiert berichtet ?!?!

Robert
Dec 19, 2024

Der Verfasser des Artikels hat sicher noch nie eine Sicherung selbst gewechselt, geschweige ein Loch in die Wand gebohrt.Eine Plasmaheizung ist eine elektrische Heizung welche Strom als Primärenergie zur Erzeugung der Wärme verwendet. Um keinen Mythos um diese neue revolutionäre Heizform zu erzeugen, ist es ganz wichtig, die Rolle von Wasserstoff und Plasma in der Anlage präzise zu verstehen. Das System greift auf eine elektrolytische Methode mit einer speziellen physikalischen Reaktion zurück, um Wasserstoff und Plasma zu erzeugen.
Plasma entsteht, wenn ein Gas, wie Luft oder Wasserstoff, ionisiert wird, das heißt, die Atome werden durch elektrische Energie in positiv geladene Ionen und freie Elektronen aufgespalten. In einem Heizsystem kann Plasma auf zwei Arten eine Rolle spielen, Hier wird durch Anlegen einer hohen Spannung ein elektrisches Feld erzeugt, das Wasser (H₂O) in Wasserstoff (H₂) und Sauerstoff (O₂) aufspaltet. Dies geschieht über den Prozess der Elektrolyse. Dieser Wasserstoff wird jedoch nicht in einer Brennstoffzelle verwendet, sondern kann in einem geschlossenen Kreislauf wieder mit Sauerstoff kombiniert werden. Die beim Erzeugen des Plasmas freiwerdende Energie kann direkt zur Erhitzung von Wasser verwendet werden. Das Plasma selbst wirkt dabei wie ein „Heizstab“, der das umgebende Wasser erhitzt. Aber eben viel effizienter wie ein herkömmlicher Heizstab. Wasserstoff kann durch einen katalytischen Prozess oder eine kontrollierte Plasmaentladung wieder mit Sauerstoff zu Wasser rekombiniert werden. Bei dieser Reaktion wird ebenso Wärme freigesetzt, die zur Erwärmung des Heiz- oder Brauchwassers verwendet werden kann.
Da das System tatsächlich Wasserstoff und Sauerstoff erzeugt, aber keinen direkten Verbrennungsprozess nutzt, ist es effizienter als eine klassische elektrische Heizung.
Haben die genannten, oder nicht genannten Physiker jemals eine Anlage angefasst? Diese zerlegt? Eine Inbetriebnahme gemacht?

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Robert
Dec 19, 2024

Mit einer Gegenfrage auf eine andere Frage zu antworten, ist ein bekanntes Vorgehen, um sich in hitzigen Gesprächen etwas „Luft“ zu verschaffen. Was dahintersteckt und in welchen Situationen ein derartiges Vorgehen hilfreich sein kann:
Gegenfragen eignen sich vor allem dann, wenn man den Eindruck hat, der Gegenüber stellt eine Frage mit suggestiv-vorwurfsvollem Hintergrund. Sie spüren, dass Ihr Gegenüber eine Frage stellt, weil er schon ein negatives Verhalten oder einen Fehler in Ihrer Handlung vermutet.
Also antworten Sie mal zuerst…

Sebastian N.
Dec 19, 2024

Hallo Robert dein Kommentar ist ja wie eine Hausarbeit Respekt !!!!!!!!!!
Aufgrund deines beschriebenen Inhaltes erweckst du ein sehr großes Interesse in mir !
Alleine auf Grund der Hohen Energie Preise,
sowie deren Co2 Ausstoß steuern, bin ich der Meinung dass, ich mit dieser Heizungsanlage und der Wasserstoff Plasma Technologie mich bekannt machen sollte .
Danke nochmals für dein Aufklärendes Kommentar, jeder Artikel eines Journalisten entspricht nicht immer Wahrheit.

Marian Willuhn
Dec 19, 2024

Hallo Robert.

Wie hoch ist der Wirkungsgrad einer Plasmaheizung und wie hoch ist der Wirkungsgrad einer elektrischen Widerstandsheizung, um Wasser zu erwärmen?

Christian
Dec 19, 2024

Es ist immer wieder erstaunlich wie dreist manche Leute ein Produkt auf den Markt bringen, mit allerlei Zertifikaten und Gutachten und dies physikalisch meist durch freie Energie oder ähnliches erklären. Das letzte lustige Beispiel, worauf leider viele reingefallen sind ist das Auftriebskraftwerk. Solche Produkte würden, wenn sie wirklich funktionieren würden nicht einfach so auf dem Markt kommen, da dies vorher wissenschaftlich publiziert oder ausgezeichnet werden würde.
Trotz allem interessante Idee, die wahrscheinlich eher einer Elektrolyse zuzuordnen ist.

Albert
Dec 18, 2024

Da sieht man wie Medien uns ansteuern kann was gut und was schlecht ist fur uns ,was ist wenn es doch gut ist ??und was ist wenn es Wirklich so funktioniert wie die es beschreiben mit geringen strom Wärme zu erzeugen, immerhin wird diese Technologie seit Jahren in anderen Ländern bereits verwendet , uns werden immerwieder eingeprägt und eingeredet das wir unbedingt Wärmepumpen Einbauen sollen

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Robert
Dec 25, 2024

@peter, na dann erklären sie mir doch mal die Heizung um die es hier geht.

Peter
Dec 23, 2024

Es geht hier nicht um Medien, sondern um Physik. Keine Meinungen, sondern Tatsachen.
Hier wird offensichtlich versucht, Schlangenöl zu verkaufen.
Hinsichtlich Wärmepumpen gibt es ja noch Alternativen (Pellet ff), aber auch hier gilt: Physik, Wirkungsgrad etc. geben den Takt vor.

Johannes S. S.
Dec 18, 2024

Ich habe auf der Messe in Düsseldorf 28.11. intensiv mit Michael K. mind-keeper.de am Stand der Firma gesprochen.
Aufschluss über den Gesamtwirkungsgrad gibt das Prospekt: „These: der Gesamtwirkungsgrad von zwei parallel laufenden Energieumwandlungsprozessen wird aus den einzelenen Wirkungsgraden und der entsprechenden Eingangsernergie berechnet.“ weiter 99,05% Wirkungsgrad Brauchwasser und 97,68 % Wirkungsgrad Heizbetrieb >> 1,9673 Wirkungsgrad Gesamtsystem.“
Für mich zusammen gefasst: Die scheinbar effektive E-Heizung wird in zwei Betriebmodi ADDIERT und der Eindruck erweckt – man beachte das Wort „These:“ dass man nicht wo gut ist wie eine Wärmepumpe aber etwa doppelt so gut wie ein E-Heizstab.

Thomas2
Dec 17, 2024

Hat Habeck schon Fördergelder zugesagt oder vorbeigebracht? Weiß das jemand?

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Boah
Jan 08, 2025

Nö, Fördergeld gibt es erst, nachdem der Insolvenzantrag eingereicht wurde. Das weiß doch jeder.

Dirk Schiller
Dec 17, 2024

Soweit ich sehe, wird da kein Erdgas verwendet.

Julian
Dec 17, 2024

Unwahrscheinlich. Ich tippe auf FDP oder CDU, die lieber „technologieoffen“ irgendwelchem Humbug fordern. Hauptsauche die beiden genannten Parteien werden auf gar keinen Fall mit einer real funktionierenden Wärmepumpe assoziert, den Ruf möchte man scheinbar lieber nicht haben…

JCW
Dec 17, 2024

Ein sehr gutes Beispiel, wie leicht es ist, eine Lüge in die Welt zu setzen und wie schwer, sie zu widerlegen. Das Muster ist meist, ein paar richtige Tatsachen, die etwas hochgestochen klingen und außerhalb des täglichen Erfahrungsbereichs liegen (hier die Plasmabildung im Lichtbogen – wenn sie denn so funktioniert), aufzuführen, und dann ohne weitere Begründung falsche Zahlen zu nennen, die zu messen aber aufwendig wäre. Zusammen mit den Halbwahrheiten vom Anfang wird das zur perfekten Lüge.

Zum Glück reicht hier der schon im 18. Jahrhundert postulierte Energieerhaltungssatz, um die Unmöglichkeit eines Wirkungsgrades über 100% (also alles, was über die Elektro-Direktheizung hinausgeht) zu erkennen. Die Geschichte der „Energie“ ist dabei ein schönes Beispiel, wie die Umkehr einer Betrachtungsweise zu neuen Erkenntnissen führt: Im 18. Jahrhundert suchte man nach Größen in der Mechanik, die bei mechanischen Vorgängen erhalten bleiben. Kandidaten waren vor allem das, was heute Impuls heißt (m*v) und die kinetische Energie (m*v²). Mit Erhaltungsgrößen lassen sich bestimmte Systeme aus Differentialgleichungen besonders elegant lösen.

Erst im 19. Jahrhundert stellte man dann fest, dass die kinetische Energie eine Größe ist, die Äquivalente in der Chemie und der Wärmelehre hat, und für die Summe ebenfalls ein Erhaltungssatz gilt. Seit dem ist „Energie“ für Physiker nicht bloß eine mathematische Hilfsgröße, sondern etwas quasi reales, obwohl es nur indirekt messbar ist. Hier nur daran erinnert, weil in den Kommentaren zu einem anderen Artikel die Rede davon war, dass auch für Naturwissenschaftler Fortschritt entsteht, wenn sie flexibel die Betrachtungsweise ändern.

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Boah
Jan 08, 2025

Na ich will mal so sagen… moderne gasbetriebene Dampfturbinenkraftwerke erreichen Wirkungsgrade von 50%. Wenn diese Wundermaschine 200% Wirkungsgrad hat, bedeutet das, man kann ein Kraftwerk, das konstant, für alle Zeit, 50% der nur einmalig kurz zugesetzten Energie als Wärme zur Verfügung stellt, betreiben. Die einmal gestartete Maschine kann sich mit der selbst erzeugten Energie unendlich lang antreiben. Und mit der Abwärme kann man ein zweites Kraftwerk betreiben…

Allerdings sind Wirkungsgrade von nur 200% längst überholt. Die SEMP-Gruppe hat bereits vor über einem Jahr auf der COP28 einen AI-gestützten Biot-Savar-Faraday Generator vorgestellt, der ohne bewegliche Teile auskommt und die Energie um den Faktor 18 verstärkt, in dem Magnete von einer AI überlistet werden, so dass sie stets im richtigen Moment die Polarität ändern.
Mit einem Kabel, das die Vorderseite und die Rückseite verbindet und einer Mignon-Batterie zum Start kann man für alle Zeit unbegrenzt elektrische Energie entnehmen.

Das System ist nicht nur deshalb viel besser, weil es 18000% Wirkungsgrad hat statt nur 200%. Es liefert elektrische Energie, die deutlich vielseitiger verwendbar ist als Wärme. Ausserdem ist die Box nur halb so groß.

Dirk Löwe
Dec 17, 2024

Ich vermute einen Trick zur „Wirkungsgraderhöhung“, wie ich ihn schon bei modernen Verbrennungsmotoren vermute. Vielleicht anfänglich aus Versehen, später gezielt?
Durch eine immer heißer gemachte Verbrennung (beim Verbrennungsmotor zB durch immer höhere Verdichtung) verbrennt angesaugter Stickstoff mit. Dieser taucht in der Wirkungsgradberechnung nicht als eingesetzter Brennstoff auf. Daher auch die Anführungszeichen in der ersten Zeile.
Wenn durch die Wasserstoffverbrennung ein Plasma erzeugt wird, könnte das auch hier zu einer künstlichen, rein rechnerisch ausweisbaren Wirkungsgraderhöhung führen.
Irgendwann fällt das jemandem auf, falls dem so wäre und jede solche Heizung wird mit einem AdBlue-Tank nachgerüstet.
Was braucht man zur AdBlue Herstellung? Wasserstoff?