RWE Zukunftshaus

RWE will das Zusammenspiel der regenerativen Energieerzeugung, Speicherung und Elektromobilität testen.
Foto: RWE

RWE übt Energiewende in Deutschland im Kleinen

24. September 2014 | Politik und Gesellschaft, Märkte und Trends, Topnews

Der Energiekonzern hat einen Praxistest in Nordrhein-Westfalen mit zehn Haushalten gestartet. Für die Erprobung des Zusammenspiels von Erneuerbaren, Speichern und Elektromobilität kooperiert RWE mit dem Batteriespezialisten Hoppecke, dem Photovoltaik-Unternehmen Energiebau und der TU Dortmund.

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Die RWE Effizienz GmbH will in einem Modellprojekt nun die Alltagstauglichkeit der Energiewende testen. Es gehe bei dem Projekt „Smart-E“ in Mühlheim an der Ruhr, an dem zehn Haushalte teilnehmen, um das Zusammenspiel von regenerativer Energieerzeugung, stationärer Speicherung und Elektromobilität in Ein- und Zweifamilienhäusern, teilte die Tochter des deutschen Energiekonzerns RWE mit. Die Häuser der Teilnehmer sollen mit einer Photovoltaik-Anlage oder einer Mikro-KWK-Anlage zur Stromerzeugung ausgestattet werden. Dazu erhalten sie einen Stromspeicher und ein Smart-Home-Paket von RWE, wie es weiter hieß. Der Energiekonzern stelle auch noch ein Elektroauto und eine Ladestation. Für die Photovoltaik-Anlagen und Speicher kooperiere RWE Effizienz mit der Energiebau Solarstromsysteme GmbH und der Hoppecke Batterie GmbH & Co. KG zusammen. „Die Kombination von Stromerzeugung und Speicherung mit der Elektromobilität stellt eine weitere Herausforderung dar. Hier muss gewährleistet sein, dass immer ausreichend Energie zur Verfügung steht – egal wie flexibel der Haushalt sein Auto nutzen möchte“, erklärt Mario Haas von Energiebau zu dem Projekt. Bernhard Riegel von Hoppecke betont die Schwierigkeit, den Strom genau zum richtigen Zeitpunkt wieder bereitzustellen.

Wissenschaftlich begleitet wird das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt vom „ie³ - Institut für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft“ der Technischen Universität Dortmund. „Im Test müssen wir die erste Euphorie des Neuen hinter uns lassen, damit die Haushalte einen normalen Alltag leben“, erklärte Dieter König, der am Institut den Bereich Elektrizitätswirtschaft leitet. Der Forschungszeitraum betrage 33 Monate, wobei eine Eingewöhnungsphase an die technische Ausstattung eingeplant sei. Die Wissenschaftler werden den Gesamtprozess auswerten – also von der Stromerzeugung über den Transport bis hin zur Abrechnung. RWE Effizienz wolle mit dem Projekt herausfinden, welche Modelle sich für den Markt eigneten. „Smart-E konfrontiert aussichtsreiche Zukunftstechnologien mit der Realität“, so Lothar Stanka, Leiter Innovationsvertrieb bei RWE Effizienz. „Nur wenn es uns gelingt, den Effizienztechnologien einen Status der Normalität zu verleihen, werden wir neben den ökologisch ohnehin sehr engagierten Menschen auch die breite Masse der Gesellschaft für die weitere Verbreitung von Elektromobilität und erneuerbaren Energien begeistern.“ (Sandra Enkhardt)

Mehr zum Thema "Zukunft der EVU" erfahren Sie auf 15. Forum Solarpraxis in Berlin am 27./28. November 2014. Lothar Stanka von RWE Effizienz wird dort unter anderem auch über das Thema Geschäftsmodelle für erneuerbare Energien, E-Mobility und Energiespeicher referieren.

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