Strommast

Die deutsche Stromwirtschaft hat einen Rekordüberschuss durch Exporte erzielt.
Foto: Ies/Wikimedia

Netto-Exportüberschuss von fast zwei Milliarden Euro beim Strom

17. Juli 2014 | Märkte und Trends, Speicher und Netze, Topnews

Nach IWR-Angaben ist Strom im Wert von 3,76 Milliarden Euro in die Nachbarländer exportiert worden. Der Netto-Exportüberschuss soll sich dabei auf fast zwei Milliarden Euro belaufen haben. Dabei haben Händler vermutlich auch EEG-Strom mit guten Aufschlägen ins Ausland verkaufen können.

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Die deutsche Stromwirtschaft hat im vergangenen Jahr Strom im Wert von 3,76 Milliarden Euro in die Nachbarländer exportiert. Gleichzeitig sei Strom im Wert von 1,81 Milliarden Euro importiert worden, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Insgesamt habe Deutschland damit einen Netto-Exportüberschuss von 1,95 Milliarden Euro erzielt, so viel wie noch nie. Die Energieunternehmen hätten den importierten Strom für durchschnittlich 4,9 Cent pro Kilowattstunde eingekauft, berichtet das IWR unter Bezugnahme von Angaben des Statischen Bundesamts weiter. Im Stromexport seien aber höhere Erlöse erzielt worden. Der Preis habe für den exportierten Strom bei durchschnittlich 5,2 Cent je Kilowattstunde gelegen und damit auch deutlich höher als am Termin- und Spotmarkt. Der durchschnittliche Einkaufspreis am Spotmarkt, an dem auch der Strom aus erneuerbaren Energien gehandelt wird, habe bei 3,78 Cent je Kilowattstunde gelegen, hieß es weiter.

„„Es liegt zumindest die Vermutung nahe, dass auch teilweise der vom Verbraucher bezahlte EEG-Strom an der Börse von Händlern günstig eingekauft und mit erheblichen Aufschlägen ins Ausland verkauft worden ist““, sagte IWR-Direktor Norbert Allnoch. „Nachweisen lasse sich dies allerdings nicht, da der grüne EEG-Strom an der Strombörse derzeit nur ‘herkunftsneutral‘ vermarktet werden dürfe. (Sandra Enkhardt)

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JC W aus Alling

Freitag, 18.07.2014 13:59

Was mir nicht klar ist: Warum kaufen die Käufer aus dem Ausland nicht direkt an der Börse ein, wenn sie den Strom dort billiger bekommen könnten? Kann es sein, dass es da mehr oder wenig offene Kartelle [...]

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Kommentare 1 - 1 von 1

JC W aus Alling

Freitag, 18.07.2014 13:59

Was mir nicht klar ist: Warum kaufen die Käufer aus dem Ausland nicht direkt an der Börse ein, wenn sie den Strom dort billiger bekommen könnten? Kann es sein, dass es da mehr oder wenig offene Kartelle gibt, die den Preis an der Börse zuungunsten des EEG-Ausgleichskontos und des Verbrauchers drücken, dieser gedrückte Börsenpreis aber nicht dem tatsächlichen Wert des Stroms entspricht? Funktioniert der "freie" Markt an der Strombörse, oder ist dort der Zugang auf speziell interessierte Kreise beschränkt?

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