Windpark im Hintergrund und Photovoltaik-Dachanlagen

Viele Kommunen und Gemeinden setzen bereits auf einen Umstieg auf Erneuerbare.
Foto: 100ee-Regionen/Caroline Enders

Kommunen und Gemeinden tragen Energiewende

24. September 2013 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird in Deutschland derzeit schon von mehr als 20 Millionen Menschen gelebt. Bereits 138 Landkreise, Gemeinden und Regionalverbünde beteiligen sich an dem Netzwerk "100ee-Regionen". Das nordrhein-westfälische Saerbrück ist von der Agentur für Erneuerbare Energien zudem zur "Energie-Kommune des Jahres 2013" gewählt worden.

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In Kassel läuft derzeit der Kongress „100 Prozent-Erneuerbare-Energie-Regionen“. Das Thema dabei ist die Energiewende in Regionen und Kommunen, die nach Ansicht der Veranstalter die tragenden Säulen für einen Umstieg auf erneuerbare Energien sind. „Für die weitere Umsetzung der Energiewende unter breiter Bürgerbeteiligung ist die Beibehaltung der Grundprinzipien des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zwingend notwendig. Ohne Mindestpreise und einen Einspeisevorrang für erneuerbare Energien werden sich kaum mehr Bürger finden, die ihr privates Geld in die Energiewende investieren“, sagt Martin Hoppe-Kilpper, Geschäftsführer des Mitveranstalters denet Kompetenznetzwerk dezentrale Energietechnologien e.V. und des IdE Instituts dezentrale Energietechnologien gemeinnützige GmbH.

Das IdE verzeichnet auch einen immer größeren Zulauf von Gemeinden und Kommunen. Mittlerweile würden 138 Landkreise, Gemeinden und Regionalverbünde mit insgesamt mehr als 20 Millionen Einwohnern dem Netzwerk „100ee-Regionen“ angehören. Saerbeck, das in Nordrhein-Westfalen liegt, sei auf der Veranstaltung von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) mit dem Titel „Energie-Kommune des Jahres 2013“ ausgezeichnet worden. „Saerbeck setzt die kommunalen Handlungsmöglichkeiten beim Umbau der Energieversorgung zum Nutzen für die regionale Wirtschaft und die Menschen vor Ort ein“, begründete der AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer die Wahl.

Auf dem Kongress, an dem Vertreter aus Forschung, Wirtschaft und den Kommunen teilnehmen, sind auch konkrete Forderungen an die Energiepolitik der künftigen Bundesregierung gestellt worden. Es müsse darauf geachtet werden, dass die erneuerbaren Energien nicht als Wirtschaftsmotor für den ländlichen Raum abgewürgt würden. Eine aktuelle Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) ermittelt, dass die Erneuerbaren für eine direkte Wertschöpfung von 16,9 Milliarden Euro in Deutschland sorgen. Auf die kommunale Wertschöpfung entfielen dabei 11,1 Milliarden Euro. Deutschland habe zudem eine Vorbildfunktion für die Energiewende in vielen Kommunen der europäischen Nachbarländer. (Sandra Enkhardt)

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