Beschädigtes Solarmodul

EuPD erwartet einen weiteren Rückgang beim Photovoltaik-Zubau in Deutschland in diesem Jahr.
Foto: Zapfe

EuPD Research erwartet 2016 nur noch 1,4 Gigawatt Photovoltaik-Zubau in Deutschland

03. Februar 2016 | Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft, Topnews

Vor wenigen Tagen hat die Bundesnetzagentur die Zubauzahlen für 2015 veröffentlicht. Nun wagen die Bonner Analysten einen wenig optimistischen Ausblick für dieses Jahr und erwarten erneut eine Verringerung der neu installierten Photovoltaik-Leistung.

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EuPD Research sieht nach der Veröffentlichung der jüngsten Zubauzahlen seine Prognose für die Entwicklung des deutschen Photovoltaik-Markts im vergangenen Jahr bestätigt. Nach den nachträglich korrigierten Datenmeldungen lag der Photovoltaik-Zubau in Deutschland demnach bei 1456 Gigawatt. Die Bonner Analysten hatten rund 1,5 Gigawatt neu installierte Photovoltaik-Leistung für 2015 erwartet. Mit Blick auf die verschiedenen Anlagengrößen sei festzustellen, dass es gerade bei den Systemen zwischen 10 und 100 Kilowatt einen Einbruch im vergangenen Jahr gegeben habe. Hier habe sich die neu installierte Leistung halbiert, so EuPD Research. Im Anlagensegment über einem Megawatt habe es hingegen keinen Rückgang gegeben. „Die frühe Realisierung der ersten Freiflächenprojekte aus den Auktionen hat uns ein wenig überrascht. Gerade im Segment der kommerziellen Aufdachanlagen lässt sich ein deutlicher Einschnitt in 2015 gegenüber 2014 feststellen“, so Martin Ammon, Leiter Volkswirtschaft bei EuPD Research.

Für dieses Jahr sei ein „schwieriges Marktumfeld für die Photovoltaik in Deutschland“ zu erwarten. In der Folge gehen die Analysten in ihrer aktuellen Prognose für 2016 von einer weiteren Verringerung der neu installierten Leistung auf 1,4 Gigawatt aus. Damit dürfte im dritten Jahr in Folge der im EEG verankerte Zubaukorridor von rund 2,5 Gigawatt verfehlt werden.

Nach der Auswertung von pv magazine lag die neu installierte Leistung im vergangenen Jahr bereits nur bei knapp 1370 Megawatt. Die Diskrepanz ergibt sich, weil die Bundesnetzagentur bei ihren gemeldeten Zahlen auch Photovoltaik-Anlagen aufführt, die bereits in den Vormonaten und –jahren ans Netz gegangen sind. (Sandra Enkhardt)

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