Speicherfertigung bei Manz

Mit der steigenden Massenfertigung werden die Preise für Photovoltaik-Speicher sinken.
Foto: Manz

Batteriespeichermarkt wird bis 2017 explodieren

01. August 2013 | Märkte und Trends, Topnews, Speicher und Netze

Die Analysten von IHS rechnen damit, dass die Nachfrage nach kleinen Photovoltaik-Speichersystemen bis 2017 auf 2,5 Gigawatt ansteigen wird. Angesichts der steigenden Strompreise und sinkenden Einspeisevergütungen werden Batteriespeicher weltweit immer attraktiver, auch wenn sie derzeit noch nicht rentabel sind. Auch der Markt für große Speichersysteme könnte im kommenden Jahr einen Schub erleben. Auch die Kosten sollen in den kommenden fünf Jahren deutlich sinken.

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Der Markt für kleine Photovoltaik- Batteriespeicher wird in den kommenden Jahren einen Boom erleben. Er werde von einem Volumen von 12 Megawatt im Jahr 2012 auf rund 2,5 Gigawatt im Jahr 2017 anwachsen, heißt es im jüngsten Bericht von IHS „Die Rolle von Energiespeichern in der Photovoltaik-Industrie“. Die Zahl der installierten Batteriespeichersysteme für Photovoltaik-Dachanlagen werde dann größer sein, als die komplette Anzahl der bislang in Deutschland installierten Dachanlagen. Die im Mai in Deutschland eingeführte Speicherförderung sei so etwas wie eine Initialzündung für den Markt gewesen, heißt es weiter. 

Derzeit findet weltweit ein großer Wandel auf den Photovoltaik-Märkten statt. Angesichts der sinkenden Einspeisevergütungen sind Betreiber privater Photovoltaik-Anlagen zunehmend bestrebt, ihren Eigenverbrauch zu maximieren. „Grund sind die steigenden Strompreise und sinkenden Einspeisetarife, die eine Einspeisung des Solarstroms zunehmend unattraktiv machen. Diese Entwicklung – gepaart mit der Einführung des Zuschusses für Energiespeichersysteme in Deutschland – wird voraussichtlich das Wachstum des Home-Speichermarktes beschleunigen“, sagt IHS-Analystin Abigall Ward. 

Allerdings seien die Kosten für kleine Batteriespeichersysteme derzeit noch sehr hoch. Allerdings könnten durch weiter sinkenden Photovoltaik-Systempreise und steigende Stromkosten noch größere Spielräume entstehen, die die Installation von Batteriespeichersystemen künftig rentabel machten. Die Einführung der Speicherförderung in Deutschland stellt nach Ansicht der IHS-Analysten einen Wendepunkt für die Erhöhung der Rendite von Home-Speicherlösungen darf.  Es mache kleine Photovoltaik-Speicher immer noch nicht rentabel, aber es helfe, den Weg dahin zu eben. Ein Grund sei, dass der Herstellermarkt damit in Bewegung komme. Die Kosten für kleine Batteriespeichersysteme könnten mit steigender Massenfertigung um bis zu 30 Prozent sinken, heißt es weiter. Davon könnten dann auch andere Länder profitieren und für eine steigende Nachfrage nach Batteriespeichersystemen sorgen. Die Analysten von IHS rechnen im Home-Speichersegment mit einer durchschnittlichen Kostenreduktion von 45 Prozent in den kommenden fünf Jahr. Dieser sei hauptsächlich auf die sinkenden Batteriepreise zurückzuführen.

Auch bei der Installation großer Photovoltaik-Speicher erwarten die Analysten weitere signifikante Preissenkungen. Diese würden durch die steigende Nachfrage im Bereich gewerblicher Photovoltaik-Anlagen stimuliert. „Der Markt bei der Installation von großen Photovoltaik-Speichern unterscheidet sich erheblich von dem im privaten Dachanlagen-Bereich“, sagte Mitautor und IHS-Analyst Sam Wilkonson. Pilotprojekte und Demonstrationsvorhaben werden diesen Markt voraussichtlich im kommenden Jahr anschieben. Bis 2017 rechnet IHS damit, dass kommerzielle Installationen von jährlich etwa sechs Gigawatt erreicht werden. (Sandra Enkhardt)

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Daniel Brandl aus Bönnigheim | http://www.orange-solar.de

Donnerstag, 01.08.2013 16:49

Natürlich wird weltweit der Speichermart wachsen, die Frage ist nur ob er in Deutschland auch wächst. Im Moment sind die System wie oben ja auch richtig beschrieben wird fern ab einer Rentabilität und [...]

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Kommentare 1 - 1 von 1

Daniel Brandl aus Bönnigheim | http://www.orange-solar.de

Donnerstag, 01.08.2013 16:49

Natürlich wird weltweit der Speichermart wachsen, die Frage ist nur ob er in Deutschland auch wächst. Im Moment sind die System wie oben ja auch richtig beschrieben wird fern ab einer Rentabilität und ein sehr teures Hobby. Ein 5kWh Speicher schafft vermutlich 250 volle Zyklen und selbst bei 12 Cent Vergütung und 25 Cent Netto Strombezugskosten spart man 162€ durch den Speicher effektiv ein. Hinzu kommt, dass der Speicehr rund 20% verliert und oftmals die PR 3-4% für das Gesamtsystem zusätzlich niedriger sind. Effektiv bleiben am Ende selbst in ferner Zukunft rund 100-130€ zur Refinanzierung des Speichers und selbst bei 20 Jahren Lebensdauer kann sich jeder selber ausrechnen wo der maximale Preis für den Speicher liegt.
Zudem darf man nicht vergessen, dass die geförderten Speicher auf 60% der PV Leistung gedrückt werden müssen ich denke über das Jahr verliert man dadurch nochmals 3-6% des Ertrages was über 20 Jahre so im Groben der erhalten Fördergelder entspricht.

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