Solarpark von Hanwha Q-Cells in Bayern an einer Bahnlinie

Der Photovoltaik-Zubau in Deutschland hat deutlich an Schwung verloren.
Foto: Hanwha SolarOne

155 Megawatt Photovoltaik-Zubau im März

30. April 2014 | Politik und Gesellschaft, Topnews

Im ersten Quartal sind damit gerade einmal rund 460 Megawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland neu installiert worden. Die Degression bleibt auch in den drei Folgemonaten bei 1,0 Prozent. Im Juli sinkt der Einspeisetarif für große Photovoltaik-Anlagen mit mehr als einem Megawatt Leistung erstmals unter neun Cent je Kilowattstunde.

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Die Bundesnetzagentur hat die Photovoltaik-Zubauzahlen für den März veröffentlicht. Demnach sind Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 155,8 Megawatt neu installiert worden. Der Zubau in Deutschland hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert. Im ersten Quartal 2013 sind nach der Veröffentlichung der Behörde neue Photovoltaik-Anlagen mit knapp 460 Megawatt Leistung in Deutschland gemeldet worden. Auch dies stellt einen klaren Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum dar, als noch etwa 775 Megawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert worden. An der veröffentlichten Meldeliste zeigt sich, dass große Photovoltaik-Projekte in Deutschland kaum noch realisiert werden. Gerade einmal 16 Anlagen mit einer Leistung von mehr als einem Megawatt entstanden demnach im März.

Die monatliche Degression der Solarförderung wird auch weiterhin bei 1,0 Prozent liegen. Dies gab die Bundesnetzagentur ebenfalls bekannt. So sinken die Einspeisevergütungen im Mai auf 13,14 Cent je Kilowattstunde für Dachanlagen bis zehn Kilowatt. Solarstrom aus Dachsystemen mit einer Leistung zwischen zehn und 40 Kilowatt wird noch mit 12,47 Cent je Kilowattstunde vergütet sowie in der Leistungsklasse bis einem Megawatt mit 11,12 Cent je Kilowattstunde. Die Einspeisetarife für Projekte zwischen einem und zehn Megawatt wird nach offiziellen Angaben der Bundesnetzagentur im Mai auf 9,10 Cent je Kilowattstunde sinken. Im Juli wird für Solarstrom aus diesem Anlagensegment die Vergütung dann erstmals unter neun Cent je Kilowattstunde sinken – konkret wird sie bei 8,92 Cent je Kilowattsunde liegen. Wegen der fortlaufenden Degression werden die Einspeisetarife für kleinere Dachanlagen je nach Größe im Juli noch zwischen 12,88 und 10,90 Cent je Kilowattstunde betragen. Als Bemessungsgrundlage für die Festsetzung der Degression hat die Bundesnetzagentur den Photovoltaik-Zubau zwischen April 2013 und März 2014 betrachtet. Die kumuliert zugebaute Leistung in diesem Zeitraum habe 2984 Megawatt betragen.

In dem von Bundesenergieminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgelegten EEG-Gesetzentwurf ist eine leichte Anpassung der Degressionsregelung für Photovoltaik-Anlagen vorgesehen. Nach dem Willen des Ministers soll die Novelle zum 1. August in Kraft treten. Zuvor stehen aber noch die Lesungen im Bundestag und Bundesrat an. Der Bundestag wird sich am 8. Mai erstmals mit dem Gesetzentwurf befassen. (Sandra Enkhardt)

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