Strom aus Sonne auf ehemaliger Abfalldeponie

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(Dresden, 04.05.2026) An der Radeburger Straße betreibt SachsenEnergie seit diesem Frühjahr seine bisher größte Solaranlage im Dresdner Stadtgebiet. Die Photovoltaik-Anlage befindet sich an einem besonderen Ort: Auf dem Gelände einer ehemaligen Abfalldeponie aus DDR-Zeiten stehen nun rund 9100 Quadratmeter Solarmodule mit 2,05 Megawatt installierter Spitzenleistung – genug grüner Strom für rund 1000 Haushalte mit einem Jahresstrombedarf von 2000 Kilowattstunden.

SachsenEnergie-Vorstand Dr. Axel Cunow eröffnete gemeinsam mit der Zweiten Bürgermeisterin der Stadt Dresden, Eva Jähnigen, am Montag den Solarpark, der von der SachsenEnergie-Tochter SunStrom errichtet wurde. Dr. Axel Cunow betonte die Bedeutung der Anlage: „Die Energiewende ist unser aller Aufgabe. Wir zeigen mit diesem Solarpark: Auch Dresden leistet einen Beitrag dazu. In der Großstadt können insbesondere Photovoltaik-Anlagen den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix erhöhen. Darum haben wir 1,5 Millionen Euro in den Bau dieses Solarparks investiert.“

Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Klima, Recht und Ordnung der Stadt Dresden, sagte bei der Eröffnung: „Dieses Projekt zeigt, was im Rahmen der Energiewende möglich ist. Mit der sinnvollen Nutzung dieser Fläche auf einer ehemaligen Abfalldeponie durch die Photovoltaikanlage werden wir nicht nur nachhaltige Energie für 1000 Haushalte erzeugen und damit 770 Tonnen CO2 einsparen, sondern auch einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Im Schatten der Solarmodule entsteht eine lebendige Wiese, die ein attraktiver Lebensraum für Insekten und Zauneidechsen sein wird. Doch nicht nur im Schatten fördern wir die Artenvielfalt – mit einem Versuchsaufbau mit halbtransparenten Modulen erhoffen wir uns zusätzlich zur Artenvielfalt unter den Modulen beizutragen. Die Ergebnisse werden über fünf Jahre überwacht und ausgewertet. Dies ist ein wichtiges Projekt für uns als Landeshauptstadt Dresden und ein weiterer Baustein, um uns unabhängiger von klimaschädlichen und immer teurer werdenden fossilen Energieträgern zu machen.“

Optimal genutzte Fläche und guter Netzanschluss

SachsenEnergie baut erneuerbare Energien aus – bis zum Ende des Jahrzehnts sollen rund 700 Gigawattstunden Ökostrom aus eigenen Anlagen erzeugt werden. Jens Hirtz, Bereichsleiter des Geschäftsbereichs Erneuerbare Energien der SachsenEnergie, sagte am Montag an der neuen Photovoltaik-Anlage: „Wir freuen wir uns sehr, heute unseren größten Solarpark in der Stadt Dresden zu eröffnen. Gerade in der Stadt ist es wichtig, Flächen optimal zu nutzen und Standorte mit gutem Netzanschluss zu finden. Beides ist hier auf der ehemaligen Deponie gegeben.“

SachsenEnergie betreibt weitere Solarprojekte im Dresdner Stadtraum. Eins davon befindet sich auf dem Dach des Heinz-Steyer-Stadions. Hier betreibt SachsenEnergie eine PV-Anlage mit einer Leistung von 0,307 Megawatt Leistung. Mit dem selbst erzeugten Ökostrom kann ein Großteil der energieintensiven Anwendungen im Stadion abgedeckt werden. Außerdem wird der Grüne Strom im gesamten umliegenden Sportpark Ostra verteilt.