Die Veranstaltung markiert den Beginn des auf drei Jahre angelegten Projekts PROSEU, das die Rolle des ‚Prosumer’-Phänomens für die Europäische Energieunion untersucht. Ein Team der Leuphana Universität Lüneburg unter der Leitung von Professor Dr. Heinrich Degenhart bearbeitet zusammen mit der University of Leeds ein Teilprojekt, das sich auf die Entwicklung von Geschäfts- und Finanzierungsmodellen für die verbrauchsnahe Erzeugung von Strom und Wärme richtet. Die EU fördert PROSEU im Rahmen der Initiative Horizon 2020 mit mehr als drei Millionen Euro.
Prosumer ist ein Kunstwort, das sich aus den Begriffen Producer und Consumer zusammensetzt. Damit werden Energieverbraucher bezeichnet, die Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien sowohl nutzen als auch produzieren. Dieses Phänomen stellt eine neue Form der Bürgerbeteiligung dar. Statt nur zu kritisieren oder auf die Politik Einfluss zu nehmen, wollen Bürger selbst Verantwortung übernehmen. Solche lokalen Initiativen gehen einerseits auf die globale Herausforderungen für die Umwelt ein, indem sie einen konkreten Beitrag zum Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien leisten. Andererseits entwickeln sie neue Geschäftsmodelle, die auf Koproduktion und kooperativem Eigentum basieren.
Die Projektbeteiligten wollen die vorhandenen Initiativen für erneuerbare Energien in Europa ermitteln, ihre Regelwerke und rechtlichen Rahmenbedingungen analysieren sowie innovative Finanzierungsmodelle identifizieren. Zusätzlich sollen „Living Labs“ Vertreter unterschiedlicher Interessensgruppen zusammenbringen und ihnen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten. Die Forscher wollen Partner aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einbeziehen und die Entstehung einer Prosumer Community of Interests erreichen.
Das Projekt PROSEU wird von der Universität Lissabon koordiniert. Neben der Leuphana Universität Lüneburg und der University of Leeds sind das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW, Sitz Berlin), ICLEI – Local Governments for Sustainability (mit Sitz in Bonn), die Universitäten Zagreb und Porto, Eco-Union, Dutch Research Institute For Transitions (DRIFT), CE Delft sowie Client Earth beteiligt. Die Förderung für das Teilprojekt der Leuphana beträgt rund 280.000 Euro.





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