Durch die aktuelle geopolitische Lage ist Deutschland noch mehr darum bemüht, einen Ersatz für über den Hafen von Rotterdam (über den Fluss Ruhr) nach Nordrhein-Westfalen gelangende Kohle und Öl zu finden, und zwar in Form von grünem Wasserstoff.
Die heutige Ankündigung ist der nächste Schritt in dieser trilateralen Beziehung. Es handelt sich um die Entwicklung einer trilateralen Wasserstoff-Drehscheibe, mit dem Namen TrHyHub, die darauf abzielt, die Entwicklung einer Wasserstoff-Drehscheibe für die lokale Nutzung zu unterstützen und den Wasserstoffexport aus dem strategischen Industriegebiet Oakajee (Strategic Industrial Area – SIA) im Mittleren Westen Westaustraliens zu beschleunigen, das über einige der besten erneuerbaren Energieressourcen Australiens verfügt und damit zu einem der größten Wasserstoffproduktionsgebiete der Welt werden kann. Darüber hinaus möchte die Region zu einer Drehscheibe für gemeinsame Forschung und Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen beider Kontinente werden.
Die gemeinsame Studie wird von der westaustralischen Mid-West Port Authority, dem Rotterdamer Hafen und dem deutschen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (Institute for Solar Energy Systems – ISE) durchgeführt, die weltweit führende innovative Technologielösungen einbringen werden, um die Produktion und den Export von Wasserstoff nach Europa noch vor Ende dieses Jahrzehnts zu beschleunigen.
Die gemeinsame Studie zu Export-Lieferketten (Joint Export Supply Chain Study) hat folgende Ziele:
-Durchführung von Grundlagenstudien, die erforderlich sind, damit Oakajee ein zukünftiger industrieller Wasserstoff-Hafenkomplex (Industrial Hydrogen Port Complex) von Weltformat werden kann, der Wasserstoff und Derivate für den lokalen Gebrauch und den Export liefert.
-Untersuchung des gesamten Wasserstoffproduktionspotenzials der australischen Region Mittlerer Westen, um die Eignung von Oakajee als bester Standort für die Entwicklung des weltweit größten integrierten Wasserstoff-Hafenkomplexes zu unterstützen.
-Untersuchung der technisch-wirtschaftlichen Umsetzbarkeit innovativer Technologielösungen, die Exporte aus der australischen Region Mittlerer Westen bis 2027 beschleunigen können.
-Abgabe eines an die Befürworter von WA-Wasserstoff gerichteten überzeugenden Signals, dass es in Nordwesteuropa ein großes Abnahmepotenzial gibt.
-Stimulierung der trinationalen Forschung und Entwicklung im Bereich der Wasserstofftechnologie.
-Schaffung eines attraktiven Investitions- und Entwicklungsumfelds für australische und europäische Wasserstoffunternehmen.
Das westaustralische Ministerium für Wasserstoffindustrie, das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das niederländische Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik begrüßen den Start dieser gemeinsamen Studie und die Tatsache, dass die Verwirklichung einer zukünftigen grünen Wasserstoffversorgungskette von Westaustralien nach Deutschland und in die Niederlande einen weiteren Schritt näher rückt.





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