Güglingen, 6. November 2025 – Batteriespeicher (Battery Energy Storage Systems, BESS) sind längst mehr als nur eine Ergänzung zu Photovoltaik – sie gelten als zentraler Baustein für das Gelingen der Energiewende. Der international tätige Solarspezialist hep solar baut seine Aktivitäten im Bereich Batteriespeicher konsequent aus und setzt dabei auf internationale Partnerschaften und neue Märkte.
„Batteriespeicher sind für uns ein logischer nächster Schritt in der Entwicklung ganzheitlicher Energielösungen“, sagt Martin Vogt, Chief Project Officer bei hep solar. „Sie ermöglichen nicht nur mehr Unabhängigkeit und Netzstabilität, sondern eröffnen auch neue Geschäftsmodelle für die Zukunft der Energieversorgung.“
Batteriespeicher als Bestandteil zukünftiger Projektentwicklung
Wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, plant hep solar, Batteriespeicher künftig als festen Bestandteil in Projektentwicklungen zu integrieren. Dafür hat das Unternehmen zum Beispiel eine Absichtserklärung mit Toshiba Energy Systems & Solutions (ESS) in Japan unterzeichnet, mit dem Ziel, gemeinsam Batteriespeicherprojekte zu entwickeln.
„Die Zusammenarbeit mit Toshiba ESS ist ein wichtiger Meilenstein für uns“, so Vogt. „Sie markiert den Einstieg unseres Unternehmens in den BESS-Sektor und zeigt, dass wir auch auf technologischer Ebene bereit sind, neue Wege zu gehen und gemeinsam mit starken Partnern die Energiewende weltweit voranzutreiben.“
Auch in Italien, wo hep solar seit diesem Jahr aktiv ist, sollen Projekte entstehen, die Photovoltaik und Speicherlösungen intelligent kombinieren. Geplant ist, eine Projektpipeline von bis zu 500 MWp an Solar- und Batteriespeicherprojekten aufzubauen.
Herausforderungen bei Batteriespeicher-Projekten
Trotz sinkender Kosten für Speichertechnologien bleiben Batteriespeicherprojekte komplex. Die Betreibermodelle – ob alleinstehend oder kombiniert mit Photovoltaik – unterscheiden sich stark von Markt zu Markt. Oftmals fehlen Erfahrungswerte für Handelsstrategien am Intraday- und Day-Ahead-Markt, welche von externen Dienstleistern ausgeführt werden. Langfristig planbare Einnahmen lassen sich meist nur über Kapazitätsmarktausschreibungen sichern.
Ein weiteres Risiko ist die Kannibalisierung der Erlöse. Wenn viele Speicher gleichzeitig auf dieselben Preissignale reagieren und einspeisen, sinkt der Börsenpreis – und mit ihm der Gewinn.
„Im Vergleich zu klassischen PV-Projekten mit Einspeisetarif oder langfristigen Power Purchase Agreements (PPA) weisen reine Energiespeicher-Projekte ein anderes Risiko-Rendite-Profil auf“, erklärt Vogt. „In Japan entwickeln wir solche reinen Energiespeicher zusammen mit Toshiba ESS, erste Vorhaben befinden sich auch in den USA und Deutschland in der frühen Entwicklungsphase. Die Erlöse sind zumeist nicht vertraglich gesichert, bieten aber durch Arbitrage – also den gezielten Stromhandel – attraktive Renditechancen.“
Ganzheitliche Lösungen als Zukunftsmodell
Langfristig setzt hep solar auf die Kombination von Energieerzeugung und -speicherung als integriertes Betreibermodell. Der Fokus liegt weiterhin auf der Entwicklung von Solarparks, die mit Batteriespeichern ausgestattet sind.
Technologische Innovationen erhöhen die Effizienz der Speicher kontinuierlich. Gleichzeitig reduzieren neue Vergütungsmodelle wie Capacity Purchase Agreements (CPA) und Power Purchase Agreements (PPA) die Planungs- und Marktpreisrisiken für Projektentwickler und Investoren. Während CPAs eine feste Vergütung pro Megawatt installierter Leistung bieten, ermöglichen PPAs die Vermarktung des gespeicherten Stroms zu vereinbarten Konditionen – etwa über Fixpreise oder indexbasierte Preisformeln.
„Wir sehen Batteriespeicher als integralen Bestandteil einer zukunftsfähigen Energieversorgung“, betont Vogt. „Sie sind nicht nur technisch notwendig, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Mit nachhaltigen, transparenten und partnerschaftlichen Lösungen gestalten wir die Energiewende aktiv mit.“





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