Ausbildung: Unternehmen und Institute der hiesigen Photovoltaik glänzen mit einem Frauenanteil von bis zu 40 Prozent. Dagegen fällt die Bilanz im Handwerk dürftig aus. Mit neuen Akzenten in der Aus- und Weiterbildung und der gezielten Ansprache von jungen Frauen ließe sich das ändern.
Qualifikation: Die EU-Richtlinie zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien ist im Dezember letzten Jahres verabschiedet worden. Alle Betriebe innerhalb der EU, die Photovoltaikanlagen installieren, sollen ab 2013 den gleichen Qualitätsstandard anbieten. Was kommt auf die Betriebe und deren Installateure jetzt zu?
Ausbildung: Im Berliner TREE-Programm gibt es für Stipendiaten aus Asien, Afrika und Südamerika Vertiefungskurse über Solartechnik und erneuerbare Energien. Die Initiative für den Wissenstransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer hat gerade begonnen.
Qualifizierung: Am Solar Energie Zentrum Stuttgart (SEZ) findet derzeit die erste Weiterbildung zum Vertriebstechniker für Solartechnik statt. Sie verbindet Vertriebswissen mit Solar-Know-how.
Kurzseminare, Teil 1: Kurzlehrgänge bedienen die Bedürfnisse unterschiedlicher Berufsgruppen und konzentrieren sich auf das Wesentliche – die Weiterbildung ist in der Regel schnell und relativ günstiger. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern.In diesem Heft stellen wir Ihnen einige aus Bayern und Baden-Württemberg vor.
Keine Nachwuchssorgen: Ersol bildet zusammen mit Arbeitsagenturen und Bildungseinrichtungen Fachkräfte für die Produktion aus. Mit großem Erfolg. Davon profitieren die Arbeitssuchenden in der Region und das Unternehmen. Ein Modell, das Schule machen könnte.
Der Markt schreit nach Fachkräften mit vertieften Kenntnissen und Fertigkeiten in Photovoltaik und Solarthermie. Spezielle Aus- und Weiterbildungen mit dem Zusatz der Vertriebspartnerschaft für die verschiedenen Gewerke gibt es bislang wenig. Diese Lücke soll der Solarhandwerker schließen, ein dreitägiger produktneutraler Fachkurs für Handwerker aus den Bereichen Sanitär-Heizung-Klima, Elektrotechnik und Dachgewerbe.
Fachkräfte gesucht: Die Solarbranche reagiert mit einem erhöhten Aufwand für die Rekrutierung von Facharbeitern und Ingenieuren und startet Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen.
Wo Fachkräfte fehlen, geht dem schönsten Boom schnell die Luft aus. Die PV-Branche steht derzeit vor diesem Problem: Sie sucht dringend qualifizierte Operateure und Ingenieure, kann deren Ausbildung aber selbst nicht leisten. Eine deutsch-holländische Akademie will den Firmen künftig aus dem personellen Engpass heraushelfen.
Neuer Studiengang: Photovoltaik-Ingenieure sind dünn gesät, denn in den meisten Studiengängen ist das Thema bestenfalls Ergänzungsfach. Deshalb haben Q-Cells, das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik und die Fachhochschule Anhalt in Köthen einen dualen Studiengang Solartechnik eingerichtet. Der erste Jahrgang startet im Oktober.