Stadtwerke: Die Solarinitiative München (SIM) ist 2010 von der Landeshauptstadt und den Stadtwerken gegründet worden. 2012 kamen drei private Gesellschafter dazu, die aber nur eine Minderheit an dem Unternehmen hielten. Ende 2014 wurde die SIM aufgelöst. Die Stadtwerke München trauern ihr nicht nach.
In dieser Augabe finden Sie einen für das pv magazine eher untypischen Schwerpunkt: den Leitfaden Modulqualität.
Kapitel 1: In der Solarbranche läuft noch manches anders als in etablierten Branchen. Das zeigt sich daran, dass in der Vergangenheit häufig schlechte Qualität geliefert wurde. Daran haben viele Marktteilnehmer ihren Anteil. Alle müssen dazulernen.
Kapitel 2: Die Module sind doch zertifiziert, könnte man denken. Doch das bedeutet wenig. Erstens sind die Prüfungen in den Augen verschiedener Experten durchaus fragwürdig, zweitens spielen später bei der Wirtschaftlichkeit einer Anlage Parameter eine Rolle, die gar nicht getestet werden.
Fallbeispiele: Am Ende hängt die Wirtschaftlichkeit nicht nur von der Modulqualität, sondern auch von der der Montage ab. Einige Fehler, die durchaus öfter vorkommen.
Kapitel 3: Was Käufer, Installateure und alle jene beachten müssen, durch deren Hände die Module auf dem Weg zum Installationsort gereicht werden, erklärt Rechtsanwältin Margarete von Oppen.
Kapitel 4: Das perfekte Produkt gibt es nicht. Um die Qualität einer Lieferung festzustellen, müssen Toleranzen und Messunsicherheiten festgelegt werden, innerhalb derer die Spezifikationen als erfüllt gelten. Das gilt besonders für die Leistungsmessung.
Modultest: Hanwha Solar hat sich zum zweiten Mal dem anspruchsvollen Testprogramm PV+Test 2.0 von TÜV Rheinland und Solarpraxis gestellt – mit einem baugleichen Modul wie im vergangenen Jahr. Das Modul schneidet nach Anpassungen in der Produktion nun noch besser ab als im ersten Durchgang.
Messtechnik: Noch vermisst jeder Thermograf nach seinen eigenen Erfahrungen. Das Gleiche gilt für die Interpretation der Messungen und könnte sich jetzt ändern. Um belastbarere und für Kunden verlässlichere Ergebnisse zu bekommen, wird in Kürze ein Normentwurf veröffentlicht. Eva Schubert von der DGS Berlin Brandenburg erklärt die wichtigsten Parameter, bei denen es nun erste Festlegungen gibt.
Gründerszene: Auf dem Speichermarkt sind neben etablierten Unternehmen auch Start-ups aktiv. Jüngster Anbieter ist Tesvolt mit Speicherlösungen zwischen 100 Kilowattstunden und einer Megawattstunde sowie Preisen ab 330 Euro je Kilowattstunde. pv magazine besuchte die erste große Anlage des Unternehmens in Sachsen-Anhalt.