Einspruch: pv magazine hat mit der Ideengeberin der SIM, Sabine Nallinger, gesprochen. Sie hat rund 20 Jahre in der Stadt- und Verkehrsplanung bei Umweltverbänden, im Planungsreferat, in Ingenieurbüros und bei den Stadtwerken München gearbeitet. Seit 2008 ist sie für Bündnis 90/Die Grünen im Münchner Stadtrat.
Modulauswahl: Die Qualitätsdiskussion wird oft aus Sicht von Projektierern großer Anlagen geführt. Für Installateure kleinerer und mittlerer Anlagen muss der Großhändler die Qualitätsprüfung übernehmen. Wie, erklärt Günter Haug, Geschäftsführer von Baywa r.e.
Der TÜV Rheinland stellt auf den ersten Blick Widersprüchliches fest.
Die Nennleistung eines Moduls wird bei einer Einstrahlung von 1.000 Watt pro Quadratmeter gemessen. In Deutschland wird dieser Wert nur im Sommer um die Mittagszeit erreicht. Oft ist es dunkler. Bei den meisten Modulen sinkt dann der Wirkungsgrad. Das verringert den Ertrag.
Nachgefragt: Zertifikate werden tatsächlich manchmal entzogen. Das hat aber meist nichts mit der Fertigungsqualität zu tun.
Marketingbegriff: 200 Watt mit Positivsortierung: Das hört sich gut an und verspricht mehr Leistung als ohne Positivsortierung. Totzdem können die gelieferten Module darunter liegen, wegen der Messunsicherheit.
Einschätzung: Manfred Bächler, CEO des Ingenieurbüros Reniva, hat pv magazine bei der Umfrage beraten. Er sieht als Ergebnis, dass es PID zwar gibt, dass sie aber nicht so wichtig ist wie andere Qualitätsthemen.
Liebe Leserin, lieber Leser, „Zertifikate sind so viel wert wie Klopapier“, das war die meistzitierte Aussage eines Branchenexperten während der Produktion des Heftes, das Sie in der Hand halten. Ganz so würde ich das nicht stehen lassen, aber das nur nebenbei. Bilden Sie sich selbst eine Meinung auf den 25 Seiten „Leitfaden Qualität“, den Sie […]
Ausschreibungen I: Am 28. Januar hat das Bundeskabinett die Freiflächenausschreibungsverordnung beschlossen und damit die Pilotausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf den Weg gebracht. Am 15. April soll die erste Ausschreibungsrunde für Anlagen mit insgesamt 150 Megawatt erfolgen.
Luftfahrt: Auf Satelliten sind Solarmodule seit Beginn des Weltraumzeitalters ein gewohnter Anblick. Aber insgesamt setzt die Luft- und Raumfahrt vor allem auf traditionelle Energiequellen. Solar Impulse will mit dieser Regel brechen: mit dem ersten Flug rund um die Welt, für den allein die Sonne die notwendige Energie liefert.