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Metrify und HEMS-Anbieter standardisieren Steuerung von Photovoltaik-Anlagen und Speichern

Der wettbewerbliche Messstellenbetreiber Metrify hat gemeinsam mit mehreren Anbietern von Heimenergiemanagementsystemen (HEMS) einen standardisierten Prozess für die Anbindung steuerbarer Anlagen entwickelt. Über die EEBUS-Schnittstelle sollen sich unter anderem Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher mit der Steuerungsinfrastruktur des Messstellenbetreibers verbinden lassen.
Nach Angaben von Metrify erfolgt die netzdienliche Steuerung über die Infrastruktur des Messstellenbetreibers, während die marktliche Steuerung entsprechend den Vorgaben des Anlagenbetreibers über das jeweilige HEMS vorgenommen wird.
Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt laut Metrify auf der praktischen Interoperabilität, da Hersteller den EEBUS-Standard unterschiedlich umsetzen können. | Quelle: Metrify

Metrify hat gemeinsam mit seiner Mutterfirma Enpal, Consolinno, GridX, Kiwigrid, Solar Manager, Viessmann sowie Clever-PV in Kombination mit dem Energylink One von Spine einen Prozess zur Installation, Kopplung und Inbetriebnahme steuerbarer Energieanlagen entwickelt. Ziel ist es, unterschiedliche Heimenergiemanagementsysteme (HEMS) und angeschlossene Geräte standardisiert mit Smart Meter und Steuerungseinrichtung des Messstellenbetreibers zu verbinden.

Als Kommunikationsstandard kommt der Metrify-Mitteilung zufolge EEBUS zum Einsatz. Die HEMS beziehungsweise lokalen Energie-Gateways übernehmen dabei die Kommunikation mit Photovoltaik-Anlagen, Batteriespeichern, Wärmepumpen oder Wallboxen. Nach Angaben von Metrify erfolgt die netzdienliche Steuerung über die Infrastruktur des Messstellenbetreibers, während die marktliche Steuerung entsprechend den Vorgaben des Anlagenbetreibers über das jeweilige HEMS vorgenommen wird.

Ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt laut Metrify auf der praktischen Interoperabilität, da Hersteller den EEBUS-Standard unterschiedlich umsetzen können. Die Partner testen demnach Gerätekombinationen zunächst im Labor und anschließend im Feld, bevor sie für den Rollout freigegeben werden.

Nach Angaben von Metrify lassen sich über die Systeme der beteiligten Partner bereits mehr als tausend Modellreihen von Wärmepumpen, Wallboxen, Batteriespeichern und Wechselrichtern anbinden. Für die Steuerung kommen die EEBUS-Anwendungsfälle „Limitation of Power Consumption“ und „Limitation of Power Production“ zum Einsatz. Damit sollen nach Unternehmensangaben die Anforderungen für die Steuerung nach Paragraf 14a EnWG und Paragraf 9 EEG umgesetzt werden. Als nächsten Schritt wollen die Partner einen gemeinsamen digitalen Steuerungsnachweis entwickeln und die Kopplung zwischen HEMS und Steuereinrichtung weiter automatisieren. Für Anlagen ohne HEMS arbeitet Metrify zudem an Lösungen zur direkten Ansteuerung.

Die Entwicklung trifft auf einen bislang langsamen Smart-Meter-Rollout in Deutschland. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur waren Ende Juni rund 3,17 Millionen von insgesamt 54,1 Millionen Messlokationen mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet. Das entsprach einer Quote von 5,9 Prozent. Bei den gesetzlichen Pflichteinbaufällen lag die Quote bei 26,1 Prozent.

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